Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764691
388 
Georg 
Jak. 
Joh. 
Os -Offermans, 
e [cl 
unten der Name des Meisters: P. G. van Os ad viv. delin. 
et fecit, roy. qu. fol. 
Es gibt von diesem Hauptblafte äusserst seltene Aetzzlrilckc 
vor der Schrift, dann solche vor der obigen Schrift, wo 
derName nur leicht radirt ist. Beide obigen Blätter erschie- 
nen 1805 bei E. Maaskamp zu Amsterdam. 
OS, Gcßrg JilkOl) JOlTEITIDES Van; Zeichnerundberiihmter Blu- 
nien- und Friichtemaler, wurde 1782 irnHaag geboren, und sein Vater 
Jan van Os ertheilte ihm den ersten Unterricht in einer Kunst, die 
er selbst mit Beifall geiibt iiatte. Er machte in kurzer Zeit die er- 
freulichsten Fortschritte, und daher wurden schon seine ersteren 
Zeichnungen mit grossem Beifalle aufgenommen. Er zeichnete die 
meisten Pflanzen und Blumen zu der berühmten Flora Batava von 
J. liops, womit er im Haag längere Zeit zubmchte; als aber van 
OS 1809 in Amsterdam den Preis der Gesellschaft Felix Meritis 
erhalten hatte, liess er sich daselbst nieder, und fing mit allem 
Eifer an in Oel zu malen. Diess gelang ihm ebenfalls in kürzester 
Zeit, denn schon auf der Amsterdamer Iiunstausstellung von 1810 
sah man ein Blumen- und Fruchtstück von ihm, welches eben so 
sehr bewundert wurde, als eine Blumenvase mit Saftfarlien gemalt. 
Jetzt sah man fast auf jeder liunstausstellung Bildeev. J. J. van 
Os, welche in ihm einen würdigen Naclieiferer des grossen Jan 
 van Huysuin zu erkennen gaben. lm Jahre 1812 begab sich der 
Hiinstler nach Paris, wo seine Werke ebenfalls hewu-ndert wurden, 
und er wurde häufig verwendet, um kostbare Gefässe der Porzel- 
lanmanufaktur in Sevres mit Blumen und Früchten zu verzieren. 
In dem bezeichneten Jahre erhielt van Os zugleich auch den Preis 
der Malerei. In Paris fing er jetzt auch an, Vögel und Feder- 
wild zu malen, immerhin blieb aber die Blumemnalerei seine Haupt- 
beschäftigung. Zwei seiner Hauptliilder von 1813 brachte W. Jur- 
jaus Ez zu Amsterdam um einen hohen Preis an sich. Als er wie- 
der in's Vaterland zurückgekehrt war, gab er 1816 zur Amterrln- 
mer Iiunstausstellung ein neues Blunienstiick, welches noch mehr 
bewundert wurde, als die vorigen; allein all dieser Beifall hielt 
ihn doch nicht lange im Vaterlande zurück. J. van Os ging 181? 
 wieder nach Frankreich, und nahm bei der Manufaktur in Sevres 
ein neues Engagement an. Er malte da mehrere Prachtgefiisse, 
vernachlässigte aber auch die Oelmalerei nicht; denn man findet 
aus jener und der folgenden Zeit noch mehrere herrliche Blumen- 
und Fruchtstiicke, Geflügel, todtes Wild und auch Landschaften 
in Oel. Seine Binder Floreris sind auf das schönste geord- 
net, und Pomona kommt oft nur herbei, um den Reiz des Bil- 
des zu verdoppeln und zu erhöhen. Die Frische und Hai-- 
monie der Färbung ist nicht selten bezaubernd, und seine Blu. 
menmassen wirklich mit erstaunlicher Kraft gemalt, so dass bei 
aller Vollendung selbst in der Ferne die Wirkung noch nusseror- 
deutlich ist. Die Franzosen nannten ihn den Rubens der Blumen- 
malerei; doch sind auch seine Landschaften mit Vvaldung n, 5. 
W- trelTlich, nur nicht so zart vollendet, was indessen keinen Ein- 
trag thut. Ja Einige schätzten seine freier behandelten Bilder noch 
mehr, als die fein ausgemalten. In Folge dieser ausserordentli- 
chen Vollendung gränzt er manchmal an Härte. 
Wir haben von ihm eine Originallithographie,_ welche ein Blu- 
menstuck zeigt, Lith. de C. Motte, rue des marais, qu. roy. fol. 
Os - Oifermans , 
Rille. 
V3" s 
Malerin 
im 
Haag r 
eine 
jetzt
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.