Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764672
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Pct. 
Pieter 
Gerardus 
Lebensverhältnisse unbekannt sind. Wir wissen aus Della Valle, 
dass sie schon 1405 gearbeitet haben, und (läss einer derselben 
wenigsiens noch 145? gelebt hat; Ihre Werke sind vielleicht zu 
Grunde" gegangen"; waren wohl so keine Meistetstücke. 
OS, Peter Van"; Buchdrucker und kmgeblich auch Formschneider 
von Breda, der um 148041510 zu Zwoll eine Ofßzin hatte. Hei- 
hebkä, ldäe gänörale etc. p: 426-, legt ihm die Holzschnitte einer 
1488 zu Zkrvoll gedruckten Quartausgabe des neuen Testamentes 
bei; Dicselbeh sollgen sgäldrnzu eine? Bivblia pauperum verwendet 
woxälen seyn. Diejinga cn ubei diesen Künstler stehen indessen 
nic t "Fest: 
ÜS; Jan 73h, Maler, wurde 17144 zu Middelhai-nis geboren, und 
von Ä. Schouman _im Haag in der Malerei unterrichtet, bis er end- 
lieh an H. Verschiiring einen Freund fand, der dem jungen 
liiihsller sein Cabinet öffnete, wo er die besten vaterlähdischen 
Meister studiren und copii-en konnte, Besondere Vorliebe hatte 
er für Frucht- xind Blümemnalerei, und Bilder dieser Art wurden 
schon um_ 17:70 theuer beiahlt. Mehrere solcher Werke erwarb 
die liaiserin von Russland, und auch der Churfiirst von der Pfalz 
liess ein solches Bild in seiner Gallerie aufstellen, welches sichjetzt 
in denk. Sarnmlüng zu Schleissheiin befindet. Mannlich rühmt 
darob den Künstler, der ihm nur in der Färbüng etwas zu bunt 
schien. Der Dichter Jakbb Spex besang eines "seiner Frucht"- und 
Bluhienstiiclee (dessen nachgelassene, Gedichte.  S. 162); _'u'nd da 
helssi es neben anderm, dass sich Flora und Pomona selbst des- 
selben rühmen mögen. Spex fand indessen auch an d'en Marinen 
diese: Künstlers "grosses  in zweien seiner Gedich- 
w (S, 99 und 165) bricht er claruberdn poetische Efgiesshn e" 
aus, Seine See- und Strandanslchten sind mit Figuren und Tgie- 
ren stalTirt; Alles jschön und naturgetreu ausääführt. Dann 15; 
 I. van O3 auch als Dichter zu nennen. Er war itglied derliuxist- 
genootschap: Iiustliefde "spaart geen vlijt. lm Jahre 1787 wurde 
wurde {Gravenhagieby van Cleff ein Bändcheh seiner Gedichte 
geclrilelst. Der Dichter selbst starb 'e'rs_t 1808. 
Seine Gattin Siisanna de la Croix zeichnete schöne Bildnisse mit 
schwarzer Kreide.  
Os, Pieter Gerardus "van, Zeichner ünd berühmter Thiermaler, 
wurde 1776 im Haag geboren, und von seinem Vater Jan _in den 
Anfahgsgriinden der Malerei unterrichtet; Hierauf wählte sich Pie- 
ter den Paul Potter ziirn Vorhilde, so wie den Iiarel Dujardin, 
und eine Copie des berühmten jungen Stieres von Pntter gelang ihm 
so vortrkefflich; dass Prinz Wilhelm V". des Ablälld Fellen einer 
von Os gemalten Copie "von Dujardin in SCIFIG-Fßäällßfllß aufstellen 
liess. Mittlerweile gesialleten sich die Wtetjheiltmnsse fur die Kunst 
immer ungünstiger, "und P. van Os sah sieh genothlgety, Miniatur- 
bildhisse zh malen, und Unterricht im Zdlflllllen zu geben. Nach 
wenigen Jabren fing er aber wieder an, sein Lieblingsfach zu be- 
treiben, d. b. Landschaften mit Rindern, Schaafen und anderem 
Vieh zu malen, und hierin hat sich v. Os in der Folge einen fast 
europäischen Ruf ge ründizt. Er ist von grosserCorrektheit derFnrlu, 
ein trefflicher Cblorist, "und besonders gut sind seine Wiesen ge- 
malt. Dann sind seine Bilder von "grösster Wirkung, "nur in der 
letzteren Zeit etwas bar; gemalt. Die Ereignisse von 1315 und 
1314 lagen ihn einige Zeit davon ab, und gaben ihm Smff zu
        

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