Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764611
Roger -uln_d'll'erin die Capelle Notre 4- Dame de Lorette mit Gemäl- 
den zu verzieren. Auesc-rdem gehören seiner neueren Zeit auch 
verschiedene andere Bilder in grösserem und kleinerem Formate 
im. meistens historischen Inhalts, oder solche des historischen Gen- 
re's. Br wählt mit Vorliebe mittelalterliche Gegenstände, die zwar 
einen Änhallspunktäzur Critik geben, aber immerhinwauch viel 
Schönes enthalten, wie diess mit allen Werken dieses Künstlers 
der Fall ist. 
Orselini , 
Orsolini. 
OTSÜUigU, SiIUOUß da, Architekt, dessen Andenken sich an den 
Dom in MailandA knüpft. Er war 1387 lYIexstcp des _Baues, die 
beiden folgenden Jahre war aber ein beständiger Wechsel, bis er 
endlich 1590 wieder als leitender Künstler dastand. Es kbmmt 
diess in alten Akten vor, und auch in Ilagexfs Briefen I. 261. 
 Lßllü, genannt Lelio du Novellara. Maler. wurde 1510 
oder 1511 in Beggio geboren, und vielleicht war jener Bernardo 
Orsi, von welchem sich im Dome zu Reggii) ein Madonnenbild 
befindet, der Vaters dieses Künstlers. Man liest auf jenem Ge- 
 mälde: Cumes Galeatius Cumitis Bnecarini de Canossa. Bernardi- 
nus Ursus Regiensis pinxit 1501. Dieser Bernardinus könnte auch 
Eelids erster Meister gewesen seyn, aber so wie diess nur Nluthmas- 
sung ist, so auch jenes, dass Orsi Michel Angelds und Curreggiüs 
Schüler gewesen. Tiraboschi, dem wir eine Lebensbeschreibung 
dieses Künstlers verdanken, will zwar in einer Handschrift gefun- 
den haben, dass Lelio in Rom gewesen, so dass er unter Buona- 
rotti's Augen die Grundsätze jenes Meisters sludirt haben konnte; 
allein die Sache bleibt dennoch zweifelhaft, tund Orsi dürfte viel- 
leicht nur Zeichnungen und Gypsarbeiten von Michel Angeln ge- 
 sehen, oder aus Mantuaßiulios Geschmack angenommen haben. 
Den Correggiu konnte Lelio kennen lernen, denn er war in Par- 
ma. Gewiss ist, dass Orsi jenen Meister studirt und copirt habe; 
denn Lanzi sah bei den Edeln Gazzola in Verona eine Copie der 
berühmten Nacht, will aber auf der anderen Seite den Iiiinstler 
doch nicht als Correggids Schüler erklären, weil wenigstens seine 
Zeichnung nicht lombardisch ist. Wäre sie diess, so hätten seine 
 Werke ein minder strenges Gepräge. Er verstand es aber sehr 
wohl, trotz Jeden in Anmuth des l-Ielldunkels, in Farbenanftrag, 
in gewissen jugendlich schönen und lieblichen Hüpfen den Cor- 
reggio nachzuahmen. Beggio und noch mehr Novellara hatten von 
ihm viele Wandgemälde, die jetzt grössteiltheils untergegangen 
sind. Ein Theil seiner Fresken in der Burg von Novellara wur- 
de auf Verwendung Franz III. ausgesägt, und m den Pallast nach 
Modena gebracht. Zu Reggio und in Novellara waren ehedem seine 
meisten Werke, auch zu Parma, Ancona. Mßnlllfl, werden ihm 
einige zugeschrieben, doch ohne volle Beglaubigung. Beggio 
musste er verlassen, und so adoptirte er Novellara gleichsam als 
ZWfÄleXVaterstatlt, von welcher er iiorthin den Beinamen Lelio 
da Novcllara führte. Zu seinen Melslßrwerken zählt man das 
Hauptaltarblatt in S. Michele zu Parma, die Madonna mit dem 
Iimde und den Erzengel vorstellend, wie er eine Seele abwiegt, 
ein in Lieblichkeit der Stellungen und des Colorits den Geist Cor- 
rcggids athmendes Bild. Seine Gemälde sind jetzt überall hin zer- 
i streut, doch tragen nicht alle mit Recht seinen Namen. In der
        

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