Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764561
Orley , 
Richard 
375 
von den Frauen und Freunden beweint, im StiiclePsehon Institute 
zu Frnnlsfurt a. M. Dieses Bild ist von ganz ähnlicher Art. wie 
jenes im k. Museum zu Brüssel, sowohl rücksichtlich des Haupt- 
gegenstanmles, als der Behandlungsweise, es hat aber keine Flü- 
gelbilder, und statt des goldenen Grundes ist eine Landschaft an- 
gebracht." Das Gemälde kam ausPwm nach-Frankfurt, und der 
iiinstler scheint es daselhst auch gemalt zu haben, noch ergriffen 
von den Werken , die er in Venedig gesehen hatte. 
Es sind noch andere treffliche Werke dieses Künstlers in den 
Gallerien zerstreut, Ausgezeichnetes in der 14.15. Gallerie zu Wien 
u, s. w.  
Das oben erwähnte Bild des heil. Norbertus in 3er 1a. Pinako- 
thek zu Miinchen hat J. Bergmann für das Buissezfcesche Gallerie- 
werls in grossenl Formate lithugifaphiift,_  
Dann gibt es alte Holzschnitte mit grossen und reichen Compa- 
sitiunen aus der Passion, die dem Martin Heemskerk oder dem 
Bernhard van Orley zugeschrieben werden. In Becliefs Holzschnitt- 
werli sind Abdrücke von diesen Platten. 
Ofißy, BIClTQYd V3", Maler und Radirer, geboren zu Brüssel 
 1052, gestorben claselbst1752- Sein VaterPett-r, ein mittelmiisl 
 siger Lanclschaftsmaler, ertheilte ihm den ersten Unterricht, und 
dann nahm sich sein Oheim, ein Mönch, seiner an, und schon 
 "nach einiger Zeit fing v. Orley an, als Bildnissmaler sein Brod zu 
suchen. Dabei wollte er aber nicht bleiben, und so-begann er 
endlich, sich mit allein Eifer auf das historische Fach zu verlegen. 
Ob er auch in Italien gewesen, sagt uns die Geschichte nicht; 
Watelet will indessen den in seinen Gemälden herrschenden Gr- 
schmack eher für italienisch, als fiir flandriseh erkennen. Dann 
nennt Watelet auch seine Zeichnung correkt, und Descamps will 
in H. van Orley durchhin einen Mann von Geist und Talent ev- 
kennen. Seine Gemälde und Zeichnungen waren sehr zahlreich, 
und auch radirte Blätter hinterliess er viele. Seine Gebeine ruhen 
im Grabe des berühmten Barend van Orley in der Kirche St. Gau- 
gericus. 
H. Eland stach nach ihm reiche Darstellungen aus dem Leben 
Jesu.    
1) Die Vermählung Mariä, nach L. Giordano, qu. "fol. 
g) Der Engelsturz, nach Rubens, von Jan Orley gezeichnet. 
Ducunt in bonis dies etc.  v. Orley tec. aqua forti. 
 Merkwürdiges, ,schdn und krultig radirtes Hauptblatt, von 
, zwei Phtteh, die zusamznen das grosste Boy. fol. bilden. 
5) Eine Fcqge von 28 Geschichten des neuen Testamentes, 23 
Blätter mit Titel, nach Jan van Orlefs Erfindung und von 
beiden gestochen , qu. fßl.   
4) Der trunkene Silen von Satyrn gehalten, nach Rubens, 
fol. 
5) Das Opfer der lphigenia an Diana, reiche Composition, 
lsl. fol. 
G) Pyramus und Thisbe, Landschaft mit prächtiger Ruine, fol- 
7) Eine Folge von Darstellungen aus Ovidk Verwandlungen, 
componirt und radirt von B. v. Orley, Q Blätter mit Titel.
        

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