Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764215
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Olivier , 
Anton. 
OLivier , 
10h. 
Hejnr. 
Ferd. 
im Vorworte an den Leser. Das Werk ist 1560 zu Paris gedruckt. 
Imprimerie de Jehau le Bayer, gr. fol. Sein Bildniss finde! man 
in G. NlxchePs Hmnmes illustres N0. 11'311. 
Beruf: Olivier _war Garde- et Conducteur-Gönöral des Münzwe- 
52x15 m Franlarexch, der Vorfahr des berühmten Varin. 
OHViGP, AIIIZOD, Maler zu Brüssel, 
Verhältnisse sind unbekannt, doch 
schichte fest. 
lebte um 1572. Seine Lebens- 
steht seine Existenz in der Ge- 
OLivier, "Johann Heinrich Ferdinand von, Landschnrtsma. 
ler und Professor der Kunstgeschichte an der hönigl. Akademie in 
München, wurde 1785 zu Dessau geboren, und obwohl sein Va- 
ter, ein nin das Erziehungswesen in Deutschland hochverdienter 
Mann, schon frühzeitig die entschiedene Neigung des Iinaben zur 
Kunst bemerkte. so mussten vorerst doch die allgemeinen Schul- 
studien vor Allein gepflegt werden. Seine ersten Iiunststudien 
machte er dann unter der geistvollen Anleitung des Dr. C. W. 
Iiulbe, und das Beispiel dieses Mannes, der auf seinen Zögling auch 
in Bezug auf dessen übrige Ausbildung gleich wichtigen Einfluss hat- 
te, erregte in ihm zuerst eine Vorliebe für das Fach der Landschaft. 
Spiiter nahm sich der Iiupferstecher I-ialdenwang des lernbegierigen 
Jünglings an, allein noch immer hatte der Vater den Wunsch, in 
einem seiner Söhne einen Pädagogen heranzubililen. Ferdinand 
musste ihn daher 1802 als Hiilfslehrcr nach Berlin begleiten, hier 
aber erhielt er 180-1 die väterliche Einwilligung, ungetheilt seiner 
 Hauptneigiing folgen zu dürfen. Schonfeiihrend der zwei vorher- 
gehenden Jahre hatte er "Slßllällflter Leitung des Professors Unger 
mit der xylographischen Technik vertraut gemacht, und selbe bei 
der Herausgabe des grossen Eleinentarwerhes seines Vaters mit 
glücklichem Erfolge in Anwendung gebracht, jetzt aber ging er 
 mit seinem Bruder Heiltfißi] nach Dresden, doch weniger um- 
vom Besuche der Akademie Nutzen zu ziehen, als die dortigen 
' Kunstsammlungen zu benutzen. Die- beiden Olivier verlebten von 
jetzt an eine lieihe von Jahren mit allein Eifer der Kunst, da sie 
sich auch der Gunst und der Unterstützung des Herzogs Franz von 
Anhalt zu erfreuen hatten, so wie sich denn damals überhaupt das 
Interesse liir die liunst wieder gesteigert hatte. Die Weimafschen 
liunstfreunde, Göthe an ihrer Spitze, hatten auf den Grund der 
Bestrebungen Winchelniands Vornehmlich die Liebe zur, antiken 
Kunst, überhaupt einen lebhaftereii Antheil an den schönen Biin. 
sten angeregt, während die beiden Schlegel, L. Tieh u. a. den 
Sinn für die Iiunst des Mittelalters besonders in _Deutschland und 
 Italien wachten. Dresden galt damals in gewisser Hinsicht als 
der Ileerd, wo das Feuer dieser neuen Iiunstbegeisterung reichli- 
che Nahrung fand, und nach beiden Richtungen hin sich ver- 
breitete. Auch vonOlivier wurde von diesem neuen Streben er- 
füllt, und er ist neben Mechau und Iiaaz einer der wenigen, welche 
die Landschaftsmalerei nicht als Getrenntes behandelten, sondern 
erkannten, dass sie nur als lebendiges Glied der historischen Iiunst 
 zu ihrer wahren Höhe sich zu GKTiCbCIrWVOPmÖgE. Die politischen 
Verhältnisse von 1806 entfernten den Iiunstler auf einige Zeit von 
geillefl Studien. indem ihn sein Landeshcrr zu diplomatischen Zwe- 
cken in seine Dienste rief. Doch Schvn im folgenden Jahre konnte 
er in Paris sich wieder ungehindert der Kunst widmen, deren Stu- 
dium jetzt für ihn nin so ergiebiger wurde, da ihm das Musee Na-
        

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