Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764055
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Ogborne , 
Oggiüng, 
Marco 
ÜglJOTHB, W-z Ilupferstecher zu London, arbeitete um 1780, eben- 
falls in Punktlrmanier. Folgende zwei Blätter sind von ihm: 
1) Die schöne Schnitterin, nach W. B. Bigg, Oval fol. 
2) Der Fischer, nach demselben, Oval fol. 
Ogaorne, T-, Iiupfcrstecher, Zeitgenosse der obigen Künstler. 
Für den ersten Band von BuydelPs Shakespeare  Gallery stach er 
das Bild eines Soldaten. 
Ügg, Hnpferstecher, ein englischer Hünstlef, dessen Lebensverhält- 
nisse wir nicht kennen. Folgendes Blatt 1st von ihm: 
Grosses Pferde-Wettrennen 1852. Pollard deL, Ogg 59., gp, 
qu. B.  
Ogglone, MGPCO da, auch M. da Uglone und Uggione ge- 
nannt, war Schüler des Leonardo da Vinci zu Mailand, schon 
1490, so dass er zu den iilteren Ziiglingen jenes Meisters gezählt 
werden muss. Lomazzo und Lanzi rühmen diesen Iiiinstler, und 
letzterer behauptct, wenig Lombarden hätten es zu der Höhe des 
Ausdruckes gebracht, wie U-ggione z. B. in der Kreuzigung im 
Speisesaale von S. M. della Pace in Mailand, vor welcher Lanzi 
wegen der Mannigfaltigkeit und Schönheit, und des Geistes der 
Figuren wegen überrascht wurde. Dann glaubte Lanzi auch zur 
Ueberzeugung gekommen zu seyn, dass wenige seiner Landsleute 
zu so liunstreichen Compositionen und zu so wunderlichen Trach- 
ten gekommen seien, als Marco. Neuere Schriftsteller stimmten 
das Lob etwas herab. So nennt ihn Göthe (I5. u. A. I. 3 S. 154) 
zwar einen geschätzten Maler, doch ohne weit ningreifendes Ta- 
lent, der sich aber das Verdienst seiner Schule erworben hat, 
vorzüglich in den Iiiiplen. obgleich er selbst da nicht immer gleich 
bleibt. Iiugler (Gesch. d. Malerei I. 167) erhliirt den M. d'Oggione 
als tüchtigen Arbeiter im Slyle des Leonardo, der aber dieliraft 
des Meisters und jene hinreissende Iloldseligkeit und liefere An- 
muth des B. Luini nicht besitze. G. v. Quandt [zum Lanzi II. 410 
 behauptet dagegen wieder bei Veranlassung des Tadels, wel- 
chen Bossi wegen seiner Copien des Cenaculo von Leonardo aus- 
snricht, Marco da Oggione sei doch einer von den Schülern jenes 
Meisters, welche am tiefsten in dessen Geist eindrangen, und viel- 
leicht Marco derjenige, in welchem der schwärmerisehe Zug Leo- 
narddseher Bilder nicht zur Manier, nicht zur Verzerrung wird. 
Nach liugler ist Marco in technischer Hinsicht von jenen Meistern 
besonders durch einen gewissen kälteren Farhenton unterschieden, 
und in den Fresken von S. M. della Pace, die durch Barezzi ab- 
gezogen und in der Brera aufgestellt wui'_clen,_ erscheint er ihm 
meist unruhig in der Composition, und im Einzelnen kleinlich. 
 Unter Marco's Stadeleigernültlen, sagt iiugler, finden sich dage- 
{äegen einige von schönem, ruhigem Adel, wie namentlich das 
ild der drei Erzengel (in der Brera) in der Zeichnung der Gestal- 
fßh und dem zarten Ausdrucke der Gesichter sehr bemerhenswerth 
ist. In S. Eufemia zu Mailand ist eine Madonna auf dem Throne, 
In der Sakristei von S. Maria alle Grazie ein Johannes mit den 
 Dvnafßren; im Besitze des Grafen Lecehi zu Brescia ist" eine 
lirelllabßßhme- Im k. Museum zu Berlin ist eine Madonna mit 
Heiligen. S. Iiuglez-"s Beschr. d. Gallerie S. 37. 
Dann fertigte dieser Iiiinstler zwei Copien von Leonardds be-
        

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