Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1763890
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Oechsel; 
Leonhard. 
Oeding , 
Philipp 
WVilhelm. 
tau, und nur abwechselnd machte er Reisen nach Riga, St. Peters- 
burg, Berlin und Dresden. Oechs wurde 1821; am Gymnasium il- 
lustre zu Milan als Zeiehenlehrer angestellt, erhielt auch den Ti- 
tel eines Bnthes, und' als er mit Tod abgegangen war, zeigte es 
sich, dass man in ihm den Menschen wie den Künstler liebte und 
achtete.  
Oeehs war ein treFFlieher Portraitmaler, in Miniatur und in Oel. 
Er wusste seinen Bildnissen vollkommene Aehnlichlwit zu verlei- 
hen, und dann ist er auch in technischer Hinsicht ausgezeichnet 
zu nennen. Böttielier (Notizenblalt 1822 N0. 17) rühmt seine Mi- 
niaturen, vor allen den Eulenheck nach 'l'ieclx's Nuvellc. Dach 
Oeehs hat auch griissere Bilder in Oel gemalt; neben andern Chri- 
stus und die Samariterin am Brunnen, und ein Altargemälde mit 
Christus, der den Blindgebornen heilt, ist in der Iiirche zu Mimu. 
Das Provincialmuseum verdankt ihm die meisterhaften Copien der 
Bildnisse siimmtlieher Herzoge von Curland und deren Gemahlin- 
nen in Oel. 
Schubert in Mitau hat sein von ihm selbst gezeichnetes Bilclniss 
lithographirt. I 
Oechsel , 
Leonhard , 
Oexlin. 
0801181111, D-, Ilupferstecher, der um 1775 zu Einsiedeln arbeitete. 
Er stach religiöse Darstellungen in 8. und fol., kaum mittelmässi- 
ges Zeug._ 
Oeding, PhlllPP Vvllhelfn, Maler, vwrurde 1697 zu Benzigerode 
geboren, trat bei Haber zur Halberstadt in die Lehre, kam dann 
zu Busch sen. in Braunschweig, und nach drei Jahren (1722) schickte 
ihn der Herzog Rudolph von Braunschweig nach Nürnberg, um 
unter Preissler, Iiupetzlii und Desmares sich weiter auszubilden. 
Er malte da viele Bildnisse in HupetzlI-Ps Manier, die ihm Riff 
erwarben, auch Portraite in Miniatur und Email, am wenigsten 
aber fand er Zeit zu historischen Darstellungen. Er wurde auch 
an die umliegenden Höfe berufen, und hätte an verschiedenen 
Orten sein Glück machen können, wenn ihn nicht die Liebe zu 
Preisslefs schöner und tugendhafter Tochter wieder nach Nürnberg 
gezogen hätte. Im Jahre 1729 schloss er mit ihr das eheliche Bünd- 
niss, und jetzt arbeitete er noch zvvrölfJahre grösstentheils in Nürn- 
berg. Er malte meistens Bildnisse, und ausserdem copirte er das 
1648 von Sandrart emalte Friedensxnahl auf dem Baihhause da- 
selbst. Im Jahre 1721 folgte er einem Rufe des dänischen Hofes 
nach Altona, wo er ebenfalls mehrere Bildnisse _malte, so wie ein 
grusses Altarbild mit der Anbetung der Könige in _der lutherischen 
Kirche zu Altona. Im Jahre 1740 wurde e!" ßlldllßh nach Braun- 
schweig berufen, als Professor der Zeichenltunst am neu errichteten 
Collegio Carolino. In der letztern Zeit seines Lebens malte er dess- 
Wßgen wenig mehr in Oel, nur Bildnisse hoher Herren. Sein eigenes, 
welchesver im 72. Jahre malte, sah man In der Gallerie zu Salz- 
dahlen. lrn Jahre 1781 starb der Künstler. Heinecke fand in den 
Portraiten dieses Künstlers allerlei Vorzuge._ Mehrere Seine,- Werke 
wurden gestochen; von D. Preissler das Bildniss der Barbara He- 
lellß PYßiSSlßr, der Gattin des Künstlers, In schwarzer Manier, ei- 
nes der_besten Werke des Malers und Stechersf Dann Wurden 
nach Seiner Zeichnung auch antike Vasen, geschnittene Steine 
und Statuen des herzoglich Brnunschweigigehen Cgbigeg; ge. 
stachen.
        

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