Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1763727
Nutting, 
Joseph. 
Nuyolone , 
Ginseppe. 
294 
Nuttmg, JOSÜPII, Zeichner und Hupferstcclxer, der um 1660- 1722 
in London lebte, und um 1700 blühte. Er stach nneistens für Buch- 
händler, dann auch Bildnisse, welche das Beste ausmachen. Einige 
sind selten.  
 l) Sir John Chelae, nach einem alten Gemälde, d. 
 2) G. Pariser, Iialentlermachcr,   
5) NV. Elder, schottischer liupferstecher, 4. 
4) Die lzlerzogin IYlarie von Beanfort, nach YVallier, 4. 
NIIVOIOUC, PÜUHIO, edler Cremoner, erlernte von MnlpssojTrotti) 
die Malerei, und diesen Meister alnnte er anfangs auchxnach, bis 
er sich engllich einem griindlicheren, minder reizenden Style ergab, 
wie Lanzi bemerkt. Er liess sich in Mailand mieden", und da ist 
sein weitriiumigstes VVGYli Läzarus und der Reiche, an der Decke 
der Dominikaner Nonnenkirche. Lanzi sagt, (Lerjiiirhjglgfxyghabß 
diesen Plafond mit einem wahren Prachtaufswzincl von lWlalei-ei aus- 
geschmückt, wie er auch in der Eliminellalirt Mariens in (der! Hup- 
pel der Iiirclie della Pnssiune that. In seinen Allarbildern und den 
geschichtlichen für die hcrzoglich  
 mehr Mühe auf Vollendung, als auf Menge der Figuren. In" der 
Iiirche St. Augustin zu Piacenza ist von ihm 8111 St." Ubälclns, der 
einem Knaben den Segen gibt.    5   
Zaist setzt die Blüthezeit dieses Künstlers um. 1608, in Gallera- 
tis lnstruz. delle pitt. znilan; heisst es, dass Nuvolone 16611111 55. 
Jahre gestorben sei. Die letztere Angabe scheint uns nicht richtig 
zu seyn. .1 
NUVOlOIIG, CäFlQ FPQHCCSCO, erlernte von seinenrVater Pan. 
filo die Malerieifund zuletzt erhielt er von diesem sogar den Bei. 
namen Panfilo. In der IWIalei-ei folgte er aber anfangs dem 
Cesare Procaccini, und dann ahmte er die Manier des Guido Reni 
mit solchem (ilüclse nach, dass er selbst der lombardische Guido 
genannt wurdet Er hat nicht viel Figuren, ist aber zart und ar- 
tig, anmulhig in den Forineu und Wemhlngeiider Iiiipfe, von 
einer SiiSse und einem Einklang der 'I."inten, welche sehr gefällen, 
wie alles dieses Lauzi behauptet. In St. Vittore sah letzterer_von 
 ihm eine Darstellung des Wunder-s Petri bei derPorta speciosa 
' 'aut' Leinwand, und andere in Mailand, Pärma," Cremona, Pia- 
cenza und Como. In Mailand malte er auch die I-iöhigin von Spa- 
nien und andere vornehme Bildnisse. Besonders wurden seine Ma- 
dgnnen gesucht. Von einer solchen beim Grafen del Verme sagt 
Lanzi, dass in ihr alle Anmuth von banfilws Pinsehvereint ist, 
 freilich wohl auch auf Husten der Hohe1t._ Orlatidi erwähnt seiner 
frommen Uebxingen, bevor er Madonnenbilder malte, und der gute 
 Lanzi schlägt es ihm ebenfalls noch an, weil er. wenn gleich kein 
 Geistlicher, doch eine kindliche Frömmigkeit gegen U! L. F. hegte. 
  Für sein bestes Werk hält Fiorillo die Iteinigung der Maria im 
Bethaus neben der liirche St. Vlneenz zu Piacenza, Orlandi lässt 
diesen Künstler 1651 im 45.'Jahre sterben.  
NuvolOUe, GÜISEPPE, der jüngere Brodexgdes Obigen, wurde 
jöigfgeboren, und ebenfalls Pan fil-o zubenamt. ZErQmalte schon 
 mwnem 16. Jahre einige Bilder, die für Aliheitetisieinres Bruders 
genommen Wurden; und mit der Zeit wuchsenseine Werke zu ex- 
ner ausserordentlichen Zahl heran; denn er war handlertiger und 
Phantasiereicher als der Brudery-mehr-Procaccinist als! jener. In 
'19 '
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.