Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1763383
Nollekens, 
Joseph . 
1 
Nollekins 
Nollekens, 
oder 
257 
5h 
51' 
hundert: in Paris lebte. Er war daselbst schon 1750 Mitglied der 
alten Akademie des heil. Lucas. Er malte historische Bilder und 
Portraite. Gestochen nach ihm ist ein Bildniss des Feuilletaners 
Johannes von St. Cosme, um 1760, 
NOlICkEHS, JOSBPh, Bildhauer, ein Deutscher von Geburt, eigent- 
lich Nölhens, gründete in London seinen Ruf. Er machte sich 
zuerst durch treffliche Portraitbüsten bekannt, und dann war er 
auch schon als Modellirer berühmt. Als solcher fertigte er meh- 
rere trelfliche Copien nach berühmten Werken der Plastik, und 
darunter nannte man besonders seine Nachbildung der Gruppe 
des Laohoon. Seine Büsten bringen uns die Ziige hoher und be- 
rühmter Männer zur Anschauung. Sie sind von höchster Aehn- 
lichkeit und meisterhaft behandelt. Wir haben von ihm Bildnisse 
 des Königs Georg IV., des W. Pitt und Ch. Fox, des Generals 
Fitz-Patrik, des Admirals Nelson, der Herzogin und des Herzogs 
von Bedford, des Herzogs von Staffurd u. s. w. Unter seinen üb- 
rigen Werken nennt man eine Venus oder eine Nymphe, welche 
ihre Sandalen anzieht, als Meisterstiick des liiinstlers. Er arbei- 
tete geraume Zeit an dieser Statue, so wie er überhaupt auf die 
Ausführung seiner Bilder den grösstexi Fleiss verwendete. Diese 
Weichheit der Ausführung und eine gewisse Grazie, welche indes- 
sen öfter an die französische Schule unter Ludwig XV. erinnert, 
waren es vielleicht, welche dem Künstler Bewunderung erregten. 
Im Uebrigen sind seine Werke styllos, manchmal ohne Geschmack 
angeordnet und sogar mesquin. In der Sammlung des Herzogs 
von Bedford sind etliche hübsche Bildwerke von Nollekens, und 
auch andere Grosse des Reichs haben solche erworben. In der 
Sammlung von Sculpturen zu Holkharn ist das gerühmte Basrelief, 
welches den Tod des Germanicus vorstellt, sehr lleissig behandelt, 
aber in der Anordnung und in den Linien ganz zufällig und 
st llos.  
lltlollekens hat zahlreiche Werke und ein Vermögen von 250.000 
Pf. St. hinterlassen, er lebte aberhdabei als Iilziger Hungerleidcr, 
ungeliebt und unbeweixit. Im Jahre 1823 starb er, 35 Jahre alt. 
Nähere Aufschlüsse _über Nollelscns und seine Zeit gibt folgen- 
des Werk, welches wir hier noch nicht benutzen konnten: Nulle- 
kens andyhis times, compris. memoirs of contemporany artists from 
the time of Boubilliac, Hogartheand Reynolds "to that of Fuseli, 
 Flaxman and Blake. By J. T. Smith. 2 Voll. 2. Edit. London 1838. 
"Nollekins oder Nollekens," B. 5' wlaler, dessen vamqand und 
Geburtsjahr unbekannt sind. IYIau weiss n  d - 
gearbeitet hat, und noch länger als ein DecelhlxiiuniIiiarLiibQi-läilfgfso 
Orlan di sagt im A. B. Cedario, dass der Künstler. in Italien nach M, 
A- Mßrigi sich gebildet haben, dürfte. Guarient; wusste von einen; 
Bilde, welches die Olilizin- eines holländischen WVundarztes vor. 
"ällt- w" Bnßälß" aufgelegt. Zähne ausgebrochen und Arzneien be- 
reitet wevrden. In der grossherzoglich Gothifschcn Gallerie sind 
zwei Bilder von ihm, deren Rülh"8b(:l' Annalen der niederländisc] 
Iiunst, S. 54 erwähnt. Das ein? zeigt einen sitzenden Bau ilen 
Ziääelilräiäxzidäaiililzglsein aäi" udaällrtass stützt; und einembhinteelr, ihi; 
steht: "B. "Nollekens usDaesiuGe {clzngtiiibiliwäst vorilliest.  (lhem Fuäse 
hält ein iliederländischer Bauär mit de: [lipbk vuriugmfer. Ihmi 
in dßf Rechten ein Glas. Im Grunde ist eixiniigitäingguei-rugLiiixi-zts 
auf der, Seitenwand eines rohen Tisches liest man: B. Nollekins. 
    
        

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