Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1763118
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Nicomuclzus. 
wähnt, weil Lanzi von ihm nichts anderes wusste, als dass er 
seinen Meister habe ermorden wollen. Nicqluccio glaubte nämlich, 
Costa habe ihn als Zerrbild gemalt, und so fiel er den Meisiter 
mit dem Dolche an. Diess erzählt indessen Vasari, 
NICOIUQOlIlIS, einer der berühmtesten lilaler des Alterthums, wie 
aus Cicerq, Plutarch und Plinius erhellet. Er war ein Zeitgenosse 
des Aristides, Protogenes und Apelles, und Schiller- seines Vaters 
Aristudeizius. So liest man in den bisherigen Ausgaben des Elinius, 
im Kunstblatte von 135g S. 188 werden aber- andere Lesarten an, 
geführt. so. (lass sich dwlurch das von. Plinius und Sillig aufge- 
stellte Verwandtschafts-Schema ändert. In der Bamberger Hand- 
schritt des Plixiius steht nämlich Aristaci filius, und im Münchner 
Codex liest man Aristitechni iilius. Weiter unten wird Arisgirles 
der Bruder und Aristocles der Sohn des Nicomachus genannt. Da- 
mit stimmt die Münchner; Handschrift überein, bis allfdßft Schreib- 
fehler thyristidem statt Aristidem iiliurn; der Codex Bamb. hat 
aber Aristunem fratrem et Aristidem iiliurn. In Bezug auf die bei- 
den Nainen Aristodemus. und Aristocles, in denen die Bamberger 
Handschrift von der Vulgata abiveieht, ist zu bemerken, dass diese 
beiden Maler sonst nirgends vorkommen. Darm-ich ändert sich 
daä YQI-l Stllig nach der Vulgata aufgestellte. Schema; 
Aristodemns 
Nieouiachus, Aristides  
 Aristocles 
nun in: 4 
Aristacus 
 Nicumachus, Aristun 
Aristides.  
Die Bliithezeit dieses, der Sieyonischen Schule angelßrigßn, 
Künstlers fällt Ol. 110. v- 115. Er führte mehrere berühmte Ge- 
mälde aus, die im Colorit ansnehmende Verdienste hatten, Er sah 
auch auf grosse Ilandfertigheit; Nicornachus kommt bei Plinius 
schon als Seltnellmaler vor. Doch gab er sich auch grosse Miihe 
in Ausarbeitung der Gemälde, Diese hatten aber den Vorzug, dass 
dasjenige, was sehr ausgearbeitet werden, nicht ausgearbeitet schien, 
wie Plutarch behauptet, Tiinoleon C1 56,. Wenn man dennoch 
liest, dass Nieomaehus dieses Verzuges enthehre, so ist dieses 
nur als irrige Angabe zu betrachten. Er bediente sich bei seinen 
lNIalereieu- der. vier Grnndläriben, und in den Schatten der Eretri- 
sehen Qchra, sq wie Parrhasius, Wenn er aber an Ruhm diesem 
Künstler, und. dem Apelles und Pr-otogenes nicht gleich kann. so 
laqmrnt dieses daher, dass er weniger Glück 11ml Weniger Ehrgeiz 
hatte, als jene Meister, An Geschicklichkeit Clllriiß er ihnen nicht 
 weichen, yvie Vitruvius behauptet.  
Nicomachus malte den läaub der Prüäefpinü, Welcher später im 
Tempel der NIinerva auf dem Oapitol zu Rom aufgestellt wurde, 
WG man auch das Bild der Victoria mit dem Viergespanne sah. 
Filmen malte er Ulysses, welchen ßP um Q1. 110 zuerst mit dem 
spitzigexi Hute (iar_estellt haben S011. S0 dass die Gemmen und 
Mevmure mit dem äilde des Ulysses Wü er den Hut trägt, später 
entstanden wären, S- darüber Q. MHUCFS Archäologie S. 060 An- 
mßfli- 1. Dann malte Nicnmachltä den Apollo, die Diana. die 
Göttßfmllllißl" auf" dem, Liiwen sitzend, Bilcchantinuen von Satyrn 
überrascht, und das Bild der Scylla, Welche zu Plinius Zeit im 
 Tempel des Friedens Zu 110m war. Als Sehnellmaler rühmte ihn
        

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