Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1762925
Neureuther , 
Gottfried. 
Neuss , 
Johann 
Jakob. 
211 
Neurentherg Güttffled, Architekt und Bruder des Obigen, wurde 
180g geboren, und von seinem Vater in den Anfämgsgriinden der 
Iiunst unterrichtet, bis er die Akademie der Iiiiiaste in Blümchen. 
bezog, um unter Professor Gärtner das Studium der Architektur 
zu beginnen. Später begleitete er seinen Bruder Eugen nach Rom, 
und 1840 wurde er in Nürnberg als laönigl. Baucondulateur ange- 
stellt. G. Neureuther ist sowohl im theoretischen, als im prakti- 
schen Theile seines Faches sehr tüchtig. Er malt auch schönetar- 
chitektonisclte Ansichten in Aquarell. 
Neureuther, JQkOb, Landschaftsmaler von München, besuchte um 
1820 die Akademie der Künste (laselbst, und "führte schon damals 
Bilder in Oel aus. Seinen gegenwärtigen Aufenthalt kennen wir 
nicht, Wissen aber, dass er mit den obigen Künstlern nicht ver- 
wandt ist.  
Neüfeüther, Hupferstecher, dessen Lebensverhältnisse. wir nicht ken- 
nen. Dlabacz erwähnt eines Franz Neureuter, der 1706 in Prag 
,getrant wurde, er hcnnt aber keine WVerlse von ihm. Mit Neu. 
reuter fec. sind folgcxide Blätter in Schwarzlaunst bezeichnen, 
1) Johannes der Täufer als Knabe, lil- fol. 
2) Der heil. Dominicus, kl. fol. 
5) Die heil. Magdalena, kl. fol. 
NCUSS, Jüllimn Jakßb, Meclailleur und XVappensr-hneider, wurde 
1770 zu Augsburg geboren, wo auch sein Vater städtischer Münze 
meister war. Neuss war Schüler von J. M. Biicl-ile, und als die- 
ser herzoglich badeifscher Hofmedailleur wurde, erhielt Neuss des- 
sen Stelle als Medailleur der Stadt. Als Augsburg aufhörte, freie 
Rcichsstadt zu seyn, und der Krone Bayerns einverleibt wurde, er- 
hielt er den Rang eines k. b. Hufgraveur, als welcher Neuss noch 
gegenwärtig in Augsburg lebt. Wir haben von diesem Künstler 
eine bedeutende Anzahl von Werken, welche ihm auch für hom- 
lmendc Zeiten seinendluhni sichern. Seine Medaillen zeichnen 
sich durch geschmackvolle Behandlung, durch Schärfe und Rein- 
heit des Gepräges aus, und seine in Stahl, edle Steine, Car- 
neo], Kristall u. s. w. geschnittenen Siegel und Wappen räumen 
 ihm ebenfalls einen vorzüglichen Platz unter Deutschlands Gra- 
veuren ein. Auch nach der Antilie hat Neuss mehrere Figuren in 
Stein geschnitten, an welchen die reine und fleissige Ausführung 
anz besonders zu loben ist. Das Bildniss des Prinzen Carl von 
gayem schnitt er 1391i zweimal in Carneol, und eine bedeutende 
Anzahl anderer Bildnisse sind inuMedaillen vorhanden, während 
andere von ihm gefertigte Denkmunzen sich auf inerkvviirdige Er- 
eignisse u. s. w, beziehen, Folgende Werke geboren zu seinen 
Vürziiglichsten, und die frühesten stehen oben an.  
1) Hrönungsmedaille mit dem Brustbilde des Kaisers Leopold 
11., 17 0. 
g) Medailgle auf die Durchreise des Kaisers Franz durch Auge. 
burg, 1792.    
3) Dßnlqmünze auf die 50]ährige Regierung des Churfiirsten 
Carl Theodor, 1793. _ 
4) Eine Medaille aus der französischen Revolutiouszeit, abge- 
bildet im Tresor de Nuuiistnatique et glyptique. Med. de 
la Revolution p. 112-  _ 
5) Denlimünze auf die öojäbrige Jubelfeier des hocbwurdig- 
sten Gutes in der heil. lireuzkirche zu Augsburg. 
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