Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1762795
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Netscher , 
Constantin. 
Nets eher , 
Theodor. 
Thomas, 
tert. 
Frauenzimmer , 
ein 
welches 
PaPagey m. 
den 
Vaillant, W., Netsehefs Bildniss, mit Palette und Papier- 
rolle sitzend; ein schlafendes Iiind. 
Verkolje, Jupiter und Callisto; Pan und Flora. 
Yisscher, der Grosspensionär J. de Witt. 
Welker, The young bird catcliers. 
Watson, Vcrtumnus und Puxnona; Bildnisse der Herzogin 
 von Mazarin und des Herrn von Colbert. 
Weber, die Clavierspielerin, nach dem Dresdner Bilde lith. 
Wille, J. G., Murt de Cleupatre; Le petit Physicien, der 
Iinabe, welcher Seifenblasen macht, Lord Asliburton's Bild. 
Wxülffle, J., der Sänger, aus der Münchner Pinakothek, 
1th. 
 
Dann haben wir von Netscher selbst ein Schwarzkunstblatt, 
welches eine schlafende Nymphe vom Rücken darstellt, wie 
sie der Satyr entblösst. Im Grunde sind Bäume. Links un- 
ten steht [auf weiss: Netscher. s. L. de Laborde, Hist. de 
grav. an maniäre noire p. 552. 
NGISGlICP, Günßtüntlfl, Maler, der Sohn des Obigen, wurde 1670 
im Haag geboren und von seinem Vater in den Anfangsgriinden 
 der Kunst unterrichtet. Doch starb dieser zu frühe, und der junge 
Nctscher war daher auf sich selbst angewiesen. Er copirte unter 
Aufsicht seiner Mutter die vom Vater hinterlassenen Bilder, und 
daher sagte er öfter scherzwcise, die Mutter hätte ihn die Malerei 
gelehrt. Netscher iihte diese mit grosscm Beifalle. Besonders be- 
liebt waren seine Bildnisse, die er in der eleganten Weise. jener 
Zeit ausfiihrte. Seine Portraite schlicssen sich in der Behandlung der 
feineren Genrenialerei an, die eigentlichen Genregemälde und die 
historischen Darstellungen von seiner Hand sind aber in sehr ge- 
ringer Anzahl vorhanden. In der Gallerie des Louvre ist; ein Bild 
der Venus, welche den in eine Blume verwandelten Adonis be- 
weint. Der Gehalt ist nach Dr. Waagen schwach und leer, doch 
ist das Gemälde warm und delikat ausgeführt. In der k. Pinako- 
thek zu München ist ein zärtlicher Schäfer bei einem in rothen 
Seidenstohc gekleideten Mädchen an der Fontaine, kleine Figuren. 
Als Meisterstiicls des Künstlers erklärt van Goul das Gemälde mit 
den spielenden Iiindern des Baron Suasso. 
Netscher wurde 1699 Mitglied der Akademie im Haag, und nach 
und nach gelangte er in derselben" zu den vornehmsten Stellen. 
Im Jahre 1722 starb der Künstler. J. Wölffle lithographirte das 
I-lirtenstiicl: (Pan und Flora) in der Pinakothek zu ltlijnchen, 
Netschßr, lllheüdür, Maler, wurde 1661 zu Bordeaux geboren, 
11ml von seinem Vater Caspar in tlcnMalcrei unterrichtet. Er übte 
Sißh bis in sein aohtzehntes Jahr mit grosstem Erfolge im väterli- 
 Clwn Hause, jetzt aber ging er mit dem französischen Gesandten 
rYAvaux nach Paris, weil er überhaupt liir das Hofleben grosse 
Vorliebe hatte. In Paris malte er eine Menge Bildnisse, besonders 
von Hofdamen, denen er auf alle mögliche Weise nachhalt". Net- 
schcr lebte fest zwanzig Jahre in Paris. und erlangte desswegen 
qlen fiüillälnlßll des Franzosen. Der holländische Gesandte Oudycli
        

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