Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1762708
Neseas. 
Nesiotes. 
189 
1815. Im Verlaufe dieser Jahre schnitt der Künstler eine Anzahl 
Stöcke für verschiedene VVei-ke, besonders nach Zeichnungen von 
John Thnrston , welcher zu seiner Zeit für den vorzüglichsten Zeich- 
ner auf Holzplattcn gehalten wurde. Einige seiner besten Blätter 
aus dieser Zeit findet man in einer History ut" England, printed 
für B. Sclxuley, und in dem seit 1818 auch durch Arthur v. Nord- 
stern (Graf Nostitz) im Deutschen bekannten "Religious Emblcms, 
Pvhlished by R. Ackermann and Co. 1808-" Die Zeichnungen zu 
diesem schönen Werke fertigte Thurstun, und Nesbit, Clennell, 
Branston und Hole schnitten die Stöcke. Diese sind unstreitig 
das Beste, was in dieser Art bis dahin in England erschienen war, 
und man staunte auch in Deutschland über dieses Werk. Die 
schönsten Blätter unsers Künstlers sind darin: ,.The World Weig- 
hed, The Daughters of Jerusalem, Sinners hiding in the Grave, 
und Wounded in the Mental Eye. Sehr schön sind auch seine 
Blätter von Sumerville's Rural Sports 181-1, das Gegenstück zu 
dessen „The Chase" mit Ilolzschnitten von J. Bewick.  
Im Jahre 1815 kehrte Nesbit nach SWalWGll zurück, und jdtzt nun 
lebte er theils da, theils in der Umgegend bis 1850 mit aller Liebe 
seiner Kunst. im Jahre 1818 schnitt er nach 'I'hurstnn's Zeichnungen 
für Savagäs Hi-nts un Decoralive Printing die Darstellung von Ri- 
naldo und Aflllitlil, welche neben dem Blatte B. Branstonßa: Cave 
ot Dispair, einen glänzenden Beweis gibt von der Höhe, welche 
die englische Challiographie erreicht hat. Die Bäume, das Laub- 
werk und die Draperie der" Figuren sind in NcsbiUs Blatt zu be- 
wundern. Der Iiünstler wendete unsäglichen Yleiss und Genauig- 
heit daran, und doch gliickte es ihm nicht, eine grosse Anzahl 
von reinen Abdrücken zu erhalten. Einige Linien sprangen aus; 
G. W. Bonner, Branstunk Neffe, hat aber die Platte wieder auf 
das Beste hergestellt. 
lm Jahre 1850 begab sich Nesbit wieder nach London, Wo der 
Künstler unsers Wissens noch gegenwärtig lebt. Einige seiner be- 
sten Schnitte aus dieser Zeit findet man in der zweiten Serie von 
Northcotsäs Fabeln und in der EiOYiSGIZUDg, wo man Blätter lindet, 
welche zu den feinsten und treillichsten des modernen Furmschnit- 
tcs gehören. Meisterhaft sind: The Robin and the Sparrovv, p. 1; 
The Hai-e und the Bramble, p. 127; The Peach aud the Potame, 
p. 129; The Cock, the Dog and the Fox, p. 258. Muster eines 
zarten und meisterhaften Schnittes sind auch die Blätter zu einer 
Bilderbibel nach H. WestalPs und J. Martin's Zeichnungen. Die- 
ses iVerk erschien von 1855 an in Lieferungen, mitl-Iolzschnitten 
von Nesbit, Powis, Slader, Ländells und Gray. 
Ne5e33, Maler von Thasus, 
um O1. 79, s. Zeuxis. 
angeblich Lehrer 
des 
Zeuxis , 
blühte 
NCSIÜlÜS, ein alter griechischer Künstler, cler erst neuerlich durch 
Professur Boss (Sendschreiben an Hnfrath Thiersch, aus dem Fran- 
zösischen übersetzt im Hunslblatte von Dr. v. Schorn 1340 N0. 11) 
seine vollen Ehren erhielt. Plinius erwähnt zwar eines Nestocles, 
des Zeitgenossen des Phiclias, Allsamenes und Critias, allein sein 
monstroser Name war für die Erklärer und die Gesohichtschreiber 
der Iiunst ein Räthsel, so lange man die schon von Junius vorge- 
schlagene, und durch lrlanclschriften bestätigte oder wenigstens 1111- 
gedeutete Verbesserung, Nesintes statt Nestocles, beharrlißh 
von sich wies. Endlich widerfuhr dieser Lesart zwar ihr Recht.
        

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