Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1762451
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Neefs , 
Peter , 
Neefs 
NeeHs, 
Jak. 
Neefs, Peter, der Jüngere, Architektnrmaler und Sohn des Obi- 
gen, war Schüler von Steenwyck dem Jüngeren. Seine Lebens- 
Verhältnisse sind unbekannt, und auch das Geburts- und Sterbe- 
jahr lässt sich nicht genau hestimmen. Seine Bliithezeit scheint 
um 1650  1660 zu fallen; allein auch die Werke aus dieser Pe- 
riode laominenjenen seines Vaters nicht gleich. Dennoch werden 
sie öfter für jene des älteren P. Neelb genommen, besonders wenn 
die Jnhrzahl fehlt. ln der Gallerie zu Schwerin ist von ihm die 
innere Ansicht einer Iiirche mit vielen Figuren, 1652 gemalt. ln 
der Sammlung des Grafen von Brabeck war ebenfalls eine Interiore 
mit Figuren von Teniers juxr, mit der Jahrzahl 1658. In der Gal- 
lerie zu Gntha ist die Darstellung eines unterirdischen Gefängnis- 
ses mit g Idguren, von denen eine in Ketten schmachtet. Rechts 
am Sockel steht: Peeter Neefs. In der Gallerie zu Meiningen 
ist ein Architekturhild von 1660. 
NCCfS, F. Ludewlg, Maler, vielleicht ebenfalls ein Sohn des äl- 
teren Peter Neefs. Er malte im Stylc des letzteren. und ebenfalls 
innere Ansichten vun Iiirchen. In der Gallerie del Prado zu Ma- 
drid ist eine Interinre mit der Jahr-zahl 1046, und abgebildet in 
der Colleccion litografica de cuadros del Rey de Espanna. In der 
Gallerie zu Dresden siebt man die innere Ansicht des Domes in 
Antwerpen, 1648 gemalt. 
Neefs Oder NQCHS, ilalriüb, Kupferstecher, wurde um 1610 in 
Antwerpen geboren, und hier übte er auch mit allem Beifalle seine 
Kunst. Er arbeitete mit dem Grabstichel und mit der Nadel nach 
verschiedenen grossen Meistern, und auch Neefs Blätter werden ge- 
schätzt, obgleich er in der Zeichnung etwas maiiierirt erscheint, und 
oft übertrieben im Ausdrucke ist. In der Behandlung offenbaren sie 
grosse Sicherheit der Hand. Fiissly glaubt, dass mehrere Blätter 
nur Copien seien, allein die Composition unterscheidet sich häu- 
fig von anderen desselben Gegenstandes. Sein Todesjahr ist unbe- 
kaum. 
1) Der kleine Engelsturz, nach Rubens, gr. fol. Im ersten 
Drucke sieht ma unten links Funken aus der Hölle sprü- 
hen , im zweitenlläind an jener Stelle kleine Flecken. 
 2) Christus am Kreuz W, welcher "den Johannes der heil. Jung- 
frau empfiehlt. Ecee mater tua, nach Rubens, fol. 
3) Das Urtheil des Paris, nach Rubens, qu. fol. 
4) Der heiLAugustin, nach Rubens, fol. 
5) Der Triumph. der Galathea, das Waschbecken von Cai-l l. 
genannt, mach Rubens, fol. Geätzt und selten. 
6) Melchisedecli überreicht dem Abraham Brod und Wein, nach 
Rubens, ful.  
 7) D16 Marter des heil. Thomas, ApüSlßls m Indien. welcher 
beim Kreuze erstochen wird, nach Rubens. Ein Hauptblatt, 
 r. ro . fol. 
8) gt. Roibhus steht den Pestkranlien bei, nach E. Quellinus, 
fol. 
9) Hiob auf dem Diingerhaufen von seinem Weihe geschulten, 
nach G. Seeghers. Dum opus 881i T8818 etc., gr. qu. fol. 
10) Herudias mit dem Haupte des Johannes, Halbfigur, nach 
Seeghers, fol.  
u) Die heil. Catharina sitzend, halbe Figur. Jacob Neeffs sc. 
1632: fol-
        

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