Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1762388
Jan 
 'Necker 
oder 
Negkcr , 
Johst 
157 
Zeichnungen von Dupaix dieses merkwürdigen Monuments 
nach NebeYs Behauptung nichts weniger als genau. 
Die 
sind 
Nßßk: Jan V31], Maler von Naerden, war Schüler von J. de Ba- 
ckßr, in dessen Manier er auch arbeitete. Er malte Histurien und 
Landschaften. Von den ersteren ernährlt Descamps Simeon im. 
Tempel in der liirche der Franzosen-zu Amsterdam. Durch zwei 
Stiche mit A. Blooteliugs Adresse sind zwei mythologische Darstel- 
lungen bekannt, Alphzius und Arethusa, und das Bad der Diana 
in einer schönen waldigen Landschaft vorstellend. C. Hagens stach 
nach ihm das Bildniss des Theologen Groenvvegen. 
Dieser van Neck starb 1714 im 79. Jahre. 
Neclter oder Negker, JObSt dB, Deneclser von Fiurillo, 
Heller u. 21., dann auch Den-necker, Donnecker und 
Danneker geschrieben, "Forinschneider, der ältere dieses Na- 
mens, an welchen sich dann die unten folgenden David und Her- 
kules de Neckar anschliessen. In früheren Iiiinstlerlexicis sind die 
Artikel über diese Itiinstler dürftig, auch noch in Heller's Ge- 
schichte der Holzschneidekunst nicht erschöpfend. Ausführlichere 
Notizen verdanken wir aber der Forschung des Professor Dr. Mass- 
mann, der selbe iin Hunstblatte 1851No. 76 niederlcgte. Heller 
und lnspector Frenzel in Dresden nennen Nördlingen als die Ge- 
burtsstadt des Künstlers, allein Dr. Massmanxi fand, dass sich so- 
wohl Jost, als David und Ilerkules von Augsburg stammend be- 
zeichnen, so dass also Jobst de Necker von Nürdlingen dahin ge- 
zogen seyn miisste. Noch ist zu bemerken, dass einige den Jobst 
de Ncgker und den Josse Denecker für zwei Personen halten, etwa. 
fiir Vater und Sohn; allein diese Annahme hat wenig Grund. 
1) J. de Necker arbeitete mit Hans Burgkmair am Triumph- 
zuge des Kaisers Maximilian und bei der xylographischeix 
 Ausschmiickung des Theuerdanks von M. Plintzing. Sein 
Name steht auf der Rückseite einer der Platten, welche auf 
der lt. li. Hofbibliothels vom 'I'riuuiphznge aufbewahrt wer- 
den, geschrieben, noch mehr aber beurkundet die friihe 
Ausgabe des Thcuertlanks, Nürnberg durch Hausen Schön- 
SPQYQQIH 1517 seine Thätiglseit. Es ist dies ein Meisterstiick 
der Buchdrueker- und Formschneideliunst, und nur in den. 
frühesten Ausgaben steht auf dem siebenzigsten Blatts: das Zei- 
chen des Jobst de Negker. Es existiren nur noch drci solche 
Exemplare. S. Heller's Beiträge etc. S. 95 und Hallen: 
Theuerdank. Quedlinburg 1835. S. 95. R. VVcigel werthet 
ein solches Exemplar auf 60 'I'hlr. 
2) Dann half Necker dem Ilans Burgkmair auch bei der Ab- 
bildung der Österreichischer: Heiligen und lrleiliginnen, wo- 
von sich noch 122 Originalplatten auf der Wiener Hofbib- 
 liothek befinden. Im Jahre 179g wurden 119 wieder abge- 
druckt.  
5) Ferner schnitt de Nccker eine "Histori vom verlernen Son, 
Luc. XV. Gedruckt zu Augsburg durch Jobst de Ncgker 
Formschneyder." H. S? Z., Br. 35 Z. 3 L. 
4) Ein grösseres Werk ist sein Folio-Nachschnitt des Holbei- 
nisclien Todtentanzes, unter dem Titel: 
Tudtentantm, 
DAs menschlichs leben anders nicht 
Dann nur ain lauff zum Tod
        

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