Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1762372
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Nebbia , 
Cesäwe. 
Nebel , 
Carl. 
netste dieser Bilder ist der Tod der lYIaria, wo die Apostel ganz im 
Geiste des grossen Abendinahles von Leonardo behandelt sind. Al- 
lein auch die andern Gemälde tragen ganz den Charakter desselben 
Meisters, sowohl in der Einfachheit der Composition, als in dem 
grossartigcn, ernsten Ausdrucke und den genauen, kräftigen Um- 
rissen. Auch in einigen anderen Gemälden in den Iiirchen von 
Valencia findet man die entschiedenste und glücklichste Annäherung 
an den Styl des Leonardo. Eben so sind in der Cathedrale von 
Murcia vortreßiliche Bilder desselben Sryles vorhanden, und denen 
der obengcnannten Meister in der Cathedrale von Valencia sehr 
entsprechend. Vgl. Iiunstblatt 1825 Nro. 9 und 1822 Nro. 96, 
Iiuglefs Geschichte der Malerei II. 252. 
Ncbbia, GGSHTG, Maler von Orvietto, war nach Lanzi einer der 
besten Schüler des H. Muziano, und dieser lYIeister bediente sich auch 
Nebbizfs Beihiill-e im Vatikan. Später wurde er in päpstliche Dienste 
genommen, und leitete jetzt mit G. Gnerra die Arbeiten, welche 
im Pontificnte Sixtus V. in der päpstlichen Capelle von St. Maria 
Maggiore, im Vatikan, im Quirinal, im Lateran, an der heiligen 
 Stiege u. s. w. geschahen. Diese heiden Künstler besessen grosse 
Handfertiglieit, sie waren gute Praktiker, aber fern von Muziands 
Gründlichkeit. Es finden sich auch Altarblätter von seiner Hand, 
'in welchen er gründlicher verfuhr, als in Frescogemälden. In St. 
Francesco zu Vitßfbü ist eine Anbetung der Weisen, ganz inuzia- 
nisch. Nebbia starb 1614. im T8. Jahre, wie Baglinne versichert. 
 ä Es findet sich ein Blatt mit der Amazonenschlacht. bezeichnet: 
Cesar de. or. in;  Sta. F0. R0. 1631. H. _11 Z., Br. 10 Z. 
Neben oder Nebbia, Galeotto, Maler von Castellanio im Ge- 
biete von Alessandria, arbeitete um 1480 zu Genua. In St. Bri- 
gida daselbst sind zwei Altarbilder von ihm, die drei bekannten 
Erzengel von 1481, und der heil. Pautaleon nebst andern Blnlzeu- 
gen von 148-1, beide auf Goldgruntl gemalt: Die Formen sind sehr 
verständig, die Gewänder höchst reich, mit fast papiernerl Falten. 
Am Sockel brachte er kleine Geschichten an, etwas hart, doch 
fleissig gearbeitet, wie Lanzi behauptet. Ilatti nennt diesen Kunst- 
ler Cesare, vielleicht aus Verwechslung mit dem Obigen. 
Nebel, Cafl, Architekt aus Hamburg, ein jetzt lebender berühm- 
ter Künstler. erlernte die Axifangsgriinde seiner Kunst in Harnburg, 
ging zur weiteren Ausbildung nach Paris, und uuternahurhieraul. 
ausgerüstet mit allen niithigenvVorkenntnissen, eine Reise nach 
Amerika. Die gliinzendste Ausbeute fand er in ltlexxßq, und die 
Zeichnungen, die er nach den Monumenlen der inexicamschen Vor- 
zeit und den Bauwerken aus der früheren Culturperxode jenes Landes 
machte, in Verbindung mit solchen, Welche die Pßißhß tropische 
Natur und das Vullisleben schildern, sind Sei! IBSÖ zu einem Pracht- 
Werk vereiuiget, welches unter dem Titel: Xuynges pittoresque et 
archeologique dans le Mexique, zu Paris m der Lemercier'sehen 
Anstalt erschien; Darin sieht man in getrßlwn Abbildungen den 
alten Tempel der Totonacos in Tusupan, die VOII Nebel zuerst be- 
schriebene Pyramide von Papantla, el T3)1n genannt; ein höchst 
merkwürdiges Monument der mexicanischen Vorzeit, den grossen 
Platz mit der Cathedrale und dem von F. Qortez einst bewohnten 
Pallast in Nlcsieo, die Pyramide von Xochicalco mit ihren wun- 
derbaren Basrcliefs, und die Bestitutien desselben von Nebel u. s. w.
        

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