Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1762208
Nalali , 
F rancesco. 
Natali , 
Gio. 
Batista. 
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gann er sie gegen den Willen seines Vaters zu üben, bis sich die- 
ser endlich darein fügte, Giuseppe nach Rom ging, und zu seiner 
weiteren Ausbildung auch einige Zeit in Bnlngna verweilte. Zu 
jener Zeit ward die Prospelitinalerei clurch.Dentone, Colonna und 
lVlitelli zu grusseln Ansehen gebracht, und so widmete sich Natali 
dieser Iiunst mit ganzer Seele. Lanzi sagt, er habe sich einen 
wegen der Bauwerke beliebter) und wegen der Zierathen reizen- 
den Styl gebildet, er befriedige das Auge durch die lochendsten 
Aussichten, gestatte ihm aber auch Ruhe, indem er sie in gehö- 
rige Entfernungen vertheilt; in Grotteslsen halte er sich "iel an das 
Alterthiimliche, meide den unnützen Prunk des neuen Laubwerkes, 
und sorge tiir Mannichlkrltiglaeit durch hier und da angebrachte 
kleine Landschaften, die er auch in zu jener Zeit sehr gesuchten 
Oelbildern gut culorirte. Man lobt an ilnn besonders Weichheit 
und Harmonie. In der Lumbardei malte er in Stilen, Zimmern, 
Kapellen und Kirchen, zuweilen "mit unglaublicher Schnelligkeit." 
In der SieginuncPslsirche und im Pallaste der Marchese Vicloni zu 
Cremona zeichnete er sich besonders aus. 
Näißll, FFGIICCSCO; Maler und Bruder des Obigen, war ebenfalls 
ein geschickter Künstler, der den Bruder an WViinle sogar noch 
übertraf. Er malte grusse Birehenbililer in der Lombardei und in 
'l'oscana, und arbeitete für die Höfe clnr Herzoge von Massa, Mo- 
(lena und Parma. Hier starb der Iiiinstler um 1725. 
Lorenzo Natali, cler dritte Bruder, diente beiden als Ge- 
biilfe, und wenn er einige Werke für sich lieferte, so wurde er 
mehr bedauert, als gelobt. Pietro, der vierte Bruder, starb 
sehr jung.  
Niltau; Giambati-Sta; Maler und Giuseppäs Sohn, wurde Hof- 
mnler des Churfürsten von Cöln, -starb aber in jungen Jahren. 
VVann, weiss man nicht, 
Nütall, GiümbätiSta , Maler und Francesczfs Sohn, hatte den Bei- 
namen Piacentino. Er nxachtc sich als Architclatur- und Perspek- 
tivmaler einen riihmlichen Namen, und daher ernannte ihn König 
Carl von beiden Sicilien zum Hufrnnler. Auch dessen Nachfolge! 
hielt den Künstler in Gnaden, bis er endlich 1765 starb. 
Dieser Iiiinstler zeichnete die Alterthiimer von Pozzuolo, Baja, 
Cmna u. s. w., welche 1770 auf 45 grussen Bläztern gestochen er- 
schienen. 
Natali, Giambatista, Maler, war Schüler seines Vaters Carlo, 
aber weniger berühmt. Im Jahre _1667 malte er für die Dominika- 
nerkirche zu Cremona eine Geschichte, wie Guarienti versichert. 
Nütilll, iVlilddä-llßna, die Tochter Carlo's, wwwxrde 1657 geboren. 
und von dem Vater in der Malerei unterrichtet. Im Jahre 1675 
begab Sie sich zur weitem Ausbildung nach Rom, wo Zaist das 
Bildniss eines Prälaten fand, mit der Unterschrift: Magdalena de' 
Natalibus cremonensis an. XVIII. pingebat Homae an. Jubilei 1675 
mense mai.  
Namu, G10. Batista, Bildhauer von Crcmona, nach Blalvasiaß 
Versichdnmg, ein Schüler der Carracci in Bologna, sclmilllß 11111 
1000 schöne Bilder in 11012..
        

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