Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1761880
Naigeon, 
Jean. 
Nain , 
Louis 
und 
Blathiexx le. 
107 
er sich zur Fortsetzung seiner Studien nach Paris. Nahl erregte 
schon frühe die schönsten Erwartungen, die iu der Folge auch er- 
füllt wurden. Er malt trelfliche Bildnisse und Genrestiiclse, deren 
man auf den Iiunstausstellungen zu Cassel, zu Berlin und ander- 
wärts zu sehen Gelegenheit hatte. 
Nalgeon, Jean, Historienmaler, wurde 1757 zu Banne (Güte d'Or) 
geboren, und von Devosgc zu Dijon in den Anfangsgründen der 
Malerei unterrichtet. Im Jahre 1778 erhielt er die 2 Preismedaillen 
der Akademie jener Stadt, und nach einiger Zeit begab er sich nach 
Paris, wo David damals schon seinen Ruf gegründet hatte. Naigeon 
trat daher in die Reihe der Schüler jenes Meisters. Er führte eine 
bedeutende Anzahl von historischen und allegorischen Bildern aus, 
malte auch etliche Genrestiiclse und Bildnisse in natürlicher Grösse, 
wie jene der berühmten Senatoren Menge und Delaplace. Sein 
Gemälde mit Pyrrhus am Hofe des Glaukias gewann ihm 1791 den 
Aufmunterungspreis. Zwei andere gerühmte Bilder stellen den 
Aeneas dar, wie er in den Iirieg zieht, und Numa, der die Nym- 
phe Egeria befragt. An den Eiusseren Theilen des Plafonds des 
Gemäldesaales im Luxembourg malte er 1810 zwei Bilder grau in 
grau nach Art der Basreliefs, Allegorien zum Buhme des P. P. Bu- 
bens und Lesueur. Für das Direktorium zeichnete er früher die 
grosse Vignette, Welche die französische Republik vorstellt an der 
Spitze der Brevets et les Actes du Gouvernement, von Roger ge- 
stochen. Im Foyer des Odeon sah man vor dem Brande die von 
ihm gemalten Muscu. 
Naigeon war Mitglied der Commission zur Rettung der Denk- 
mäler der liunst, und 1815 wurde er Conservator des Musee royal 
im Louxemburg. Er war auch Ritter der Ehrenlegion. Starb 
1852. 
Nmgeon, Jean; Maler zu Paris, der Sohn des Obigen; genoss den 
Unterricht seines Vaters, und ging dann zur weitem Ausbildung 
nach Italien. Er widmete sich dem historischen Fache. Im Jahre 
1352 wurde er an der Stelle des ältern Naigeon zum Conservator 
der Gallerie Louxemburg ernannt. 
Nznn, Louis und Mathleu le, letzterer auch Anton genannt, 
Maler und Brüder von Laon, von welchen der erste 1585 geboren 
wurde. Ihre Bildnngsgeschichte ist unbekannt, doch weiss man, 
dass sie mit ihren Werken im Rufe standen. Sie malten Bildnisse, 
auch etliche Historien und Genreslücke, die ihnen am besten ge- 
langen. Ihre Bilder sind in der Zeichnung weniger verdienstvoll, 
als in der Färburg; doch werden sie gesucht. Man verwechselt 
sie miteinander. Im Musee royal zu Paris sieht man von ihnen 
die Prozession im Innern einer liirche, und das Bild eines Schmie- 
des in der Schmiede. In der k. Gallerie zu Schleissheim sieht man 
ein Gemälde, welches einen Maler vorstellt, der das Portrait der 
vor ihm sitzenden Dame malt. In der Auktion der Sammlung des 
, Prinzen Conti wurde eines der Bilder dieser Künstler mit 2460 Liv. 
bezahlt. Diese liiinstler starben beide 1648. ' 
_Einige ihrer Werke wurden gestochen; von J. P. le Bas: 1a 
Fianeee Normande, mit holländischer und französischer Dedication; 
von J. Daulle: les tendres adieux de la laitiere, Peeole champätre, 
la surprise du vin, und ein Bacchanale; von J. Mitchel: Proedillm 
 Hvllandicum; von Bonnermans: ein liindertanz;' von Earlßlllß
        

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