Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1761770
Nlyrlill. 
-Mytens , 
Daniel. 
Einen zweiten Stein dieses Künstlers. fand Raoul-Rochette, Lem 
ä Mr. Scham p. 46-. im. Cabinet des Herzugs von Blacas, a1 
welchem man JIIIPJZNOC liest. Die Orthographie scheint nich 
zu bedeuten. 
Myrtill a 
von J. 
Beiname 
Glauben 
Myrton, Eqlelsteinschneider. dessen Lebenszeit unbekannt ist. Se 
nen Namen findet man in einer Gemme eingegraben, welche Led 
auf dem Schwzmß vorstellt. Bei Stosch N0. 45 und Bracci tw 
85 sind Abbildungen.  
MyS, Toreut, der zur Zeit der höchsten Tiunsthlüthe Griechenlam 
lebte, um Ol. 95, nach O. Müller um Ol. 811.  94, nach Silli 
444  596 v. Chr. Mys wurde zu den ausgezeichnetsten Cälatc 
tren gezählt, clesswegen wurde ihm nach Phydias Tod aufgetragex 
den Schild" der colussalenAthena Promachus, zwischen den Prnp 
läen und dem Parthenon stehend, mit VVerken der Toreulik z 
 verzieren ,.worunter sich die Iicntauromachie nach Parrhasicfs Zeicl 
nungen besonders, auszeichnete- Athenäus riihmt einen silberne 
Becher, auf welchem die Eroberung Ilions dargestellt war, aber 
falls nach Parrhasizfs Zeichnung. Solcher Gefässe, Scyphi Home 
rici genannt, fertigte Mys wahrscheinlich "viele, denn das Alle! 
thum liebte sie, und noch in späterer rörnischernnd griechische 
Zeit wurden sie bei Gastmählern-als Iiunstjnwelen angesehen. Pl" 
nius erwähnt ebenfalls Bildwerke von Mys, nämlich eines Sile 
 und einiger Liebesgötter im Tempel der Minerva Lindia auf Rhc 
dus. Pruperz, Martial und Stalins verkünden ebenfalls seine 
Ruhm:    
Mytens, Daniel, der tältere dieses Namens, Maleraus dem Haag 
war vernwuthlich Schüler des B. van Somer, und dann (liirfton e 
Rubens Werke gewesen seyn, die er studirte. Spiiter begab sie 
der Künstler nach England, wo ihm Jakob I. und 'Carl I. ansehn 
liche Aufträge gaben. Im Jahre 1625 wurde er Hofmaler Cßrl l 
und Fiorillo spricht von alten Rechnungen, aus welchen erhellel 
dass Mytens 200 Pfi St. Jahrgehalt gehabt, und in den Jahre: 
1625 und 1626 125 Pf. St. fiir Gemälde erhalten habe. Nach de 
Ankunft des A. van Dyck in London nahm er aus Missmuth sei 
nen Abschied, weil van Dyck zum ersten Hofmaler ernannt wurde 
der König hielt ihn aber zurück, und zuletzt wurde, er noch" van 
Dyclüs Freund. Letzterer malte Mytens Bildniss, ein meisterhal 
tes Werk, welches in dem bekannten Cabinefdes Plus beaux por 
traits de A. van Dyck von Puntius gestochen ist. In den eyste; 
Abdriicken heisst der Künstler irrig Isaak. Wie lange Mytens i: 
England gewesen, ist nicht genau belcannt._ Nach 1630 finde: m31 
daselbst keine Spur mehr von ihm. Er scheint nach dem Haag zu 
riiekgekehrt zu seyn, wo er anscheinlich noch 1656 lebte, da ein 
Theil des von ihm gemalten Dechenstuckes auf dem Haager Rath 
hause jene Jahrzahl trägt.   
In England malte Mytens vorzüglich Bildnisse, und einige st 
meisterhaft, dass man sie für Van Dyclfs Arbeit hielt. Im Hinter 
grunde brachte 'er gewöhnlich Landschaften an. zu seinen Haupt 
werken dieser Art zählt man das lebensgruase Bildniss der Prinzen 
von Braunschweig, des Zwerges Jelfrey Huclson, welchen de: 
Herzog von Buckingham der Gemahlin Carl I. in einer liältel
        

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