Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1761765
Myron . 
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mannk Storiu etc. II. 211 fll, III. 451 ff. F. Cancellieri schrieb 
ferner: Del Discobolo scoperto nella Villa Palombara. Boma 1806. 
Auch auf Gemmen gibt es Nachbildungen: Blusen P-io -'Clcment. 
I. ngg. A. N. Ö.   
Myron's Talent begnügte sich nicht mit den idealen Gestalten 
der Götter, Helden und Kämpfer, er fand auch imiThierreiehe 
mannigfaltigen Stoff. Nichts ist im ganzen Altcrthurn berühmter, 
als Myron's Iiuh, welche Cicero zu Athen sah. und Procopius zu 
Rom. Sechs und dreissig Epigrainme preisen an ihr die Wahrheit 
und Natürlichkeit, wie es selbst möglich wäre, mit der Wirklich- 
keit sie zu verwechseln. Es heisst, sie würde brüllen, 'wenn sie 
Eingeweide hätte, und sie würde sich fortbewegen, wenn sie nicht 
an das Piedestal befestiget wäre. Sonntag hat die Epigramme ge- 
sammelt, Unterhaltungen fiir Freunde der älteren Literatur I. 
S. 100 (T. Nach Tzetzes, Chiliast. VIII. 194, war die Iiuh mit 
strolzgndcn Entern dargestellt. Göthe (Kunst und Alterthum II. 
S. 1) glaubt, dass es eine saugende Iiuh mit dem Halbe war, die 
auf den Münzen von Dyrrhachium olt wiederholt ist. JVIiiller, 
Arch. 9. 122 behauptet, dass es die-auf den lVIiinzen von Epidam- 
nos vorkommende Iiuh nicht seyn kann. Propcrz II. 51, 7.  
Properz, II. 23. 7. ed. Burm., erzählt auch von vier Ochsen, 
welche Augustus A. V. C. 726 im Porticus des Tempels des Palati- 
nischen Apollo autstellte. 
 Tatianus, adv. Graec. 54 p. 117 ed. Wortl1., berichtet. von einer 
Siegesgöttin, auf einer jungen liuh sitzend. 
Myron bildete auch einen Hund, dessen Plinius erwähnt. Von 
seinen Pferden und andern Thierfiguren wissen wir nichts; Biitti- 
ger meint, es dürften zu einer grossen Anzahl berühmter Thier- 
statuen, die Winckelmann, Stor. I. 576. autzählt, die Urbilder 
aus Myronk Werkstätte hervorgegangen seyn.    
Auch Seeungeheuer schuf der Bildner Myron, alsrDecorationen 
bei den heiligen Spielenauf "denrlsthnlus und in den Tempeln der 
Häfen- und Seegiitter. Es waren diess seltsam gestaltete Seedrachen 
mit vielverschlungenen , schlnngenftörmig- gewundenen Schwänzen, 
wie Böttiger angibt, Pristasflbei Plimus genannt (pistrix, pristis, 
pristrix).   '   
Auch als Toreut istMMyi-on zu rühmen. Als solcher fertigte er 
Schalen aus Silber und Erz. Diese Werke wurden neben ]enen 
des Mys, Mentor und Polyclet auf den jschenlstischen bei römi- 
schen und griechischen Prachtgelagen für uwelen angesehen. Man 
bewunderte in Rom zu MartiaPs Zeit eine von einer Schlange 
höchst zierlich umwundene Schaalc. Martialis VI. Q2. 
Myron bediente sich beim Gusse des in Delos zubereiteten und 
dort vorzüglich zu Dreifiissen, Tischen und Tischbetten gebrauch- 
ten Erzes, während Polyclet die äginetische Bronzemischungwwlr- 
Zug. Ueber seine Lebensverhältnisse schweigt das Al-tcrthuni, nur 
so viel wissen wir aus einer Stelle des Petronius, dass der liiinst- 
1er in höchster Arxnuth starb. Lycius-war sein Sohn.   
lllymn, ein Edelstcinschneider, den Sillig übergeht, von welchem 
aber in der Stusclfschen Saminlung ein Carneul erwähnt wird, der 
den NamenVII-ITPJZN trägt, und von Winckclmann (Verzeicbnisä 
d" geschnittenen Steine AS. 93) beschrieben wird. Es ist dieses 
d" 5095 einer Muse. S. Tülhenß Verzeichniss der antiken Swing 
d" k- Gerhmensauifnlung in Berlin N0. 131i.  
        

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