Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1755780
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Meloni, 
Franz. 
Cnrl 
Meloni , 
Franz 
Anton. 
sem Jahre, doch wohl schon als geübter Meister, wurde er mit 
Boccacciu ßoccaccino im Dome zu Cremona angenommen, um 
einen angefangenen Fries fortzusetzen. Altobelln malte nach Va- 
sari's Zeugniss mehrere sehr schöne und lubenswerthe Scenen aus 
der Leidengeschichte. Lanzi spricht ihm wenig Haltung im Style zu, 
indem er, wie schon andere bemerkt haben, auf einem und dem- 
selben Bilde Figuren, die in das Grossartige, wieder andere, die 
in das Iileinliche fallen, malte. Nicht so ist er nach Lanzi in 
Oel, wie in Christi Höllenfahrt in der Sakristei der Sakramente, 
wofür die Canoniker eine grosse angebotene Kaufsumme ausschla- 
gen. Dieses Bild hat viel Figuren von etwas langen Verhältnissen, 
nach Lanzi jedoch kräftig gemalt. Es herrscht darin auch unge- 
meines Verständniss des Nackten, Anmuth in Gesichtern und Be- 
wegungen, als Wäf, es eines grossen Iiünstlers Arbeit, wie sich 
Lanzi ausdrückt. In Morellüs Notizzie etc. wird das Bild einer 
Lueretia von ihm angeführt, das in niederländischer Weise ge- 
malt sei. Da wird Altobello für einen Schüler eines Armanino 
ausgegeben. Dieser ist nur dem Namen nach bekannt, und viel- 
leicht ein Niederländer, wie Lanzi meint. 
Meloni, Carl Franz, Maler und Bildhauer von Mailand, bildete 
sich in Rom nach den besten Werken der älteren Zeit, und übte 
sich besonders auch im Zeichnen nach der Natur. Dabei sah 
er vor allem auf charakteristischen Ausdruck und auf eine schöne 
Wahl der Formen. Er arbeitete neben C. Rusconi am Grabmale 
Innocenz XI. Blühte um 1750.   
MGIOHI, MälfßO, Maler von Carpi, angeblich Schiiler des L. Co- 
sta, wenigstens Zögling der modencsischen Schule. Er malte Hi- 
storien, und darunter nennt Lanzi jene in S. Bernardino zu Carpi, 
die im Style mehr den Werken der Bologneserscliule ähneln. Ti- 
rabosclii nennt mehrere seiner Bilder, und neben anderen eines, 
wo Abraham über den guten Ausgang der Opferung Isnalfs de: 
Sam um den Hals fällt, freilich von der ganz menschlichen Seim 
aufgefasst. 
Das Todesjahr des Künstlers kennt man nicht"; seine Blüthczeit 
fällt um 1504  1557. 
MBIOIII, MEIPCO, Bildhauer zu Mudena, blühte um 1650, und 
machte sich besonders als Bildformer einen Namen. Er fertigte 
Christus- und Marienhilder, auch solche von Heiligen, und diese 
Bildwerke wurden wegen ihrer Schönheit und wegen der Zartheit 
der Behandlung auch in fremde Länder geschickt. Für das Colle- 
gium Ghiselieri zu Pavia fertigte er die Statue Pius V. 111 Marmor. 
Mßlülli, AntOUlO 7 Maler von lYIantua, erlernte dnselhst mit Er- 
folg die Anfangsgründe der Kunst, und begab sich 1656 nach Rom, 
um in TrevisanYs Schule sich weiter auszubilden. Er malte mit 
grossem Beifalle Historien, starb aber schon 1700 in der Kraft: der 
Jahre, in Folge seiner grossen Anstrengung. Der Marchese Lu- 
dovico Andreasi besitzt von ihm die Darstellung eines antiken 
Triumphzuges, ein kräftiges, fleissig gemaltes Bild. 
Melom, Franz AIIEOII, Maler und Radirer, geboren zu Bologna 
1676, gestorben zu Wien 1715- Scine Meister waren P. A. Pa- 
derna und J. Monti, zuletzt aber schloss er sich an lYI- A. Fran-
        

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