Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1755470
Bleluhior , 
Joseph. 
Blelchiori , 
ßlelclvxicrre. 
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Anfangsgründe der Kunst in seineijValerstadt, kam nlxer 1325 nach 
München , und in demselben Jahre noch erlangte er in Nymphen- 
hurg das Domicil, wu der Iiiinstler noch gegenwärtig lebt. Er 
malt Bildnisse und schöne Landschaften mit Vieh. Im Lokale 
des liuiastvercines zu Miiilchen sah man Werke von seiner Hand, 
und diese gingen in den Besitz von Iinnstfreundexi über. Seine 
Landschaften sind von freundlicher Färbung, und die Thiere, die 
meistens in Iiiihen, Stieren und Schaufeln bestehen, sind kräftig ge- 
zeichnet, und wahr in Slelluug und Bewegung. Von ihm sind auch: 
ß Pferdestudien, nach A. Adam, gr. qu. ful. 
MClChlOP, JOSEPlI, Maler und Sohn des Obigen, wurde 1810 ge- 
boren, und den ersten Unterricht erhielt er vom Vater. Später 
besuchte der junge Melchior die Akademie der Iiiinste in Mün- 
chen. wo er, wie sein Vater, der landschaftlichen Darstellung sich 
widmete. Zur Stalfage wühlt er Vieh mit dem Hirten und Bilder 
dieser Art, die jedenfalls einen talentvollexi liiinstler verkünden, 
sah man auf dem Iiunswereine zu München. Im Jahre 1858 fiel 
dem Freiherrn von Schiitzlexüurch Verlousung eine Landschaft mit 
Kühen auf der Weide zu. 
lMClClHOTl, Ferdmando, Maler und Musivarbeiter, ein Italiener 
vnn Geburt, war mit Ferdiuando Melinri an der Manufaktur der 
Gobelins zu Paris angestellt, doch waren es nicht die Zeichnungen 
und Nlalereien, die sie fiir die Manufaktur ausfiihrten, als viel- 
mehr eine Ar: von Mosaik, was ihnen Ruhm bereitete. Sie ver- 
fertigten die prachtvollsten eingelegten Arbeiten in Stein, z. B. 
in Achnt, Jaspis von allen Farben, Lapis Lazuli u. s. W., aus 
welchen sie Landschaften, Vögel, Blumen und Friichte bildeten. 
Diese Art von Mosaik, deren man sich zur Dekoration der Meu- 
beln der Iirone bediente, war ausserordentlich gesuchtÄ Man ver- 
zierte Tischplatten und Aufsätze damit, gebrauchte sie zur Aus- 
schmiickung von Juwelenlsästehen, Cominoden, selbst der Thii- 
ren etc., und wendete dabei Ainctiste, Rubine, Smaragde und an- 
dere prismatische Edelsteine an. Diese musivische Arbeit kam un- 
ter der Regierung der Maria von Medieis aus Florenz nach Pa- 
ris und wurde durch die genannten Künstler schon unter Lud- 
wig XIIL, und noch mehr unter Ludwig XIV. vervollkommnet. 
lVIit einem Male jedoch kann diese Arbeit aus der Mode, und die 
kostbaren Meubelstücke wurden zurückgestellt und vernachlässiget, 
so dass die meisten zu Grunde gingen; desswegen sind heut zu 
Tage die auf solche Weise geschmückten Meuhel so ausserordent- 
lieh selten und theuer. Im Garde-meuble der Krone sind noch 
welche aufbewahrt, s. A. Lenoir im Journal des artistes 1851. 
IlIGlClIIOTI, LBOIIIITÖO, Maler zu Verona, Schüler von Brusa- 
sorci. In St. Euphemia daselbst ist von ihm das Bild der heil. 
Jungfrau mit Darstellungen aus ihrem Leben. Starb 1625, wie 
Pazzo versichert. 
hlelchlorls Ilclelchxore, Maler von Castclfranco, wurde 164i ge- 
boren, und von G. Bittonta, einem Maler und Tanzmeister, in 
der Kunst unterrichtet. Er malte wie] in Castelfranco, auch zu 
Venedig, im Hause Morosini, wo er mit Cav. Liberi wetteiferte. 
_Dicser Blelchiori ist der Vater des N. Melchimari, welcher Vilo 
d! piltori Veucti im Manuscriptc hiutcrlicss. Starb 1686-
        

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