Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760400
.550 
Müller , 
Christian 
Frie drich. 
leistet, was nur die tüchtigsten Meister seiner Kunst in ähnlichen 
fällen zu thun vermacht. Die Drapc-rie ist durchgehends vortreff- 
lich. Dann hinterliess Müller auch viele ausgeführte Hand- 
zeichnungen und Studien. Göthe, Iiunst und Alterthum I. 2, S. 167 
5., beuachrichtet über diesen Künstler, und auch im liunstblatte 
wird seiner oft auf das rühmlichste gedacht. 
Folgende" sind die Werke des Künstlers in chronologischer Ord- 
nnng: 
1) Ein Genius, nach Golzius.  
2) Ein solcher, nach Edelink. 
5) Das Bildniss des Martin Desjardin, von H. Bigaud gemalt, 
  nach Edelink copirt, ebenfalls Voriibung, so wie die beiden 
i" vorhergehenden Blätter, lsl. fol. 
4) Job auf dem Misthaufen, bei ihm drei Freunde. Geätzt und 
ohne Namen , wahrscheinlich aus der friihern Zeit des Iiünst- 
lers, ful. Sehr selten. 
5) Das Portrait von Bonaparte, Medaillen. Friihere Arbeit des 
Meisters, ohne Namen, 8. Sehr selten. Bei Weigel 1 Thlr. 
6) Les quatre saisons. Die vier Jahreszeiten durch menschliche 
liiguren dargestellt, von Jordaens gemalt und nach S. a 
Bolswert copirt. 
In diesem Blatte versuchte Müller das erstemal die Nadel 
bei der Anlage, k]. fol.  
7) Das Bildniss von Dr. l-Iufeland, nach Tischbein, fol. Im 
  ersten Drucke vor allerSchrift bei Weigel 3 Thlr. Die 
Schrift mit der Nadel gerissen, bei Weigel 2 Thlr 3 gr. 
8) 'Das Bildniss des Hoflsammerraths Martin Nottcr, noch 
Hetsch. fol. Dieses Blatt stach Müller zu Paris für die Fa- 
milie Nuttefs; es kam nicht in den liunsthaxidel. 
 Dieses Blatt machte ihn in Paris bekannt, und daher 
suchte ihn auch der Herausgeber des Praehtvverkes des lllu- 
 see royal als Mitarbeiter zu gewinnen. 
Q) Venus d'Arlcs, antike Statue, und meisterhaft gestochen, 
fol. Mus. ruyal. 
Von dieser Platte wurden keine einzelnen Abdrücke ver- 
 kauft; wenige erhielt der Stecher. 
10) La Jeunesse, 'statne en marbre de cinq pieds de proportion 
in par Mr. F. Lemasson, fol. Selten. 
Dieses Blatt liess Robillard fiir seiner! Freund L. Massen 
stechen. Es ist ein Muster fiir die Behandlung des Marmor; 
 durch den Grabstichel. Bei Weigel 5 Thlr. 12 gr. 
  Bildniss des Kronprinzen Wilhelm von Wiirtemberg, 
nach eigenem Gemälde, das er 1808 in Paris fertigte, und 
 glänzend rein gestochen. Oval, fol. Bei Weigel 2 Thlr. 
18 r. 
12) Dergheil. Johannes im Begriffe, die Offenbarung zu schrei- 
ben; der Adler bringt ihm die Feder: Da gerieth ich am 
Tage des Herrn in Entziiclsung etes, nach Dominichinds 
 Bild der_Frommann'schen Sammlung in Stuttgart, gr. ful. 
Diese: berühmte Blatt hat der Künstler seinem Lehrer und 
Vater gewidmet. Es ist höchst selten im ersten Abdrucke 
von 1808, ohne die Worte: Gewidmet von dem Verfasser. 
Die Anzahl der sogenannten ersten Abdrücke mit der Dedi- 
  cation von 1808 ist sehr bedeutend, endlich aber bedurfte 
die ziemlich tiefgegrabenc Platte doch einer Retouche , und der 
Ijfiinstler überarbeitete 1812 dieselbe So glücklich, dass zwi-
        

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