Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760193
Moya , 
Pedro 
Moyaert , 
Clnas. 
529 
eben und andern Orten aufgestellten Kunstwerke zubrachte und 
zeichnete, so dass der Maler immer über den Soldaten die Ober- 
hand gewann. Besonders waren es die Werke van Dyclvsyclie ihn 
anzogen, und im Jahre 16,11 ging er nach London, wo sich da- 
mals van Dyek aufhielt. Letzterer nahm ihn freundlich auf, starb 
aber schon nach sechs Monaten, was unsern liiinstler so schmerzlich 
berührte, dass er bald darauf nach Sevilla zuriiel-alsehrte. In der 
Folge liess er sich in Granada nieder, wo man seine vorzüglichsten 
Arbeiten sieht, wie die Madonna mit dem Rinde und einem Bi- 
schofe auf den Knien in der Catheclrale, Darstellungen aus dem 
Leben des heil. Johannes de Mata bei den Trinitariern; St. Aly. 
pius, der die heilige Jungfrau anruft, beiden Augustinern; eine 
Geburt Christi bei den Barfiissermönchen u. s. w. Seine VVerlie 
waren zahlreich, heiligen und profanen Inhalts. Sie sind aber, wie 
diess bei vielen spanischen Meistern der Fall ist, nicht selten styl- 
los, doch voll Leben und Ausdruck. Er bildete auch Schüler, un- 
ter welchen Juan de Sevilla der vorzüglichste war. Auch auf Mu- 
rillo hatte er Einfluss. Angeregt durch Don Pedroverliess dieser 
in Sevilla Castillcfs Schule, worauf er in Madrid bald zu Ruhm 
gelangte. Moya errichtete in seinem Hause eine kleine Akademie, 
in welcher seine Schüler den Studien oblagen. 
Maya, 
s. auch Moja. 
MOYHBTII, C1338, auch Moojaert, Zeichner, Maler und Iladirer, 
blühte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Amsterdam, 
und Bnsan will wissen, dass er selbst in jener Stadt geboren War- 
dcu sei. Gewiss ist, dass Moyaert dort earbeitet habe, noch gegen 
1650. Dieser Iiiinstlei- malte Bildnisse, äandschaften mit biblischer 
Stalfage, Scenen des klassischen Alterthums der Griechen und Bö- 
mer, Bambocciaden, Thierstücke u. s. w. Im königl; Museum zu 
Berlin ist von ihm Ülysses, der aus dem Gebüsch sich empor-hebt, 
und die Nausiltaa und ihre Dienerinnen überrascht. Es zeigt sich 
 in diesem Bilde, dass Moyaert der Rembrandfschen Richtung ange- 
höre, das Werk ist aber nach liugler (Besch. d. Gallerie S. 255) im. 
mein und ohne tiefere Laune gemalt. In andern Werken scheint sich 
Claas den Elzheimer zum Muster genommen zu haben. R. Weigel 
rühmt in seinen Kunstkatologen eine Bisterzeichnung in Elzheimerk 
Manier, welche den todten Abel in einer Landschaft von seiner Fami- 
lie betrauert vorstellt. Nach seinen Zeichnungen stach: P. Nolpe neun 
biswriSCh-allegurische Compositiunen aus dem Leben der Maria von 
'Medici für das Werk: Medicea huspes s. Descriptio publicae gratu- 
 lationis, qua Ser. et Aug. Beginam Mariam de Medicis excepit Sena- 
 tus Populusque Amstelbdamensis. Autore C. Barlaeo. Amstelud. 1633, 
fol. Die übrigen Stiche sind von Martss de Jonghe, S. de Vlieger, 
P. v. Avondt. Nolpe's Stiche sind auch mit dem Titel vereinigt: Bly- 
  de lnltumst des allerdourluchtighste Itoniginne Maria de Medicis; 
"  fpimsterdam by Johan en C-ornelis Blaev" CIOIOOXXXIX. Mit fran- 
zösischem Text ist es betitelt: Les honneurs rendus ä Marie de 
Medicis ä Amsterdam 1658- Auch Mathan stach nach ihm. 
Dann wird Mpyaert auch als Meister von N. Berghem, J. van 
der Does, 3- d- Koningk und J. B. Weeninx genannt, die ihn aber 
alle weit übertrafen.  
wir haben von ihm mehrere radirte Blätter, die theilweise mit 
dem Grabstichel übergangen sind: 
1) Die verstusseixe Hager. Links ist der Hirte mit der Heerde, 
   
        

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