Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1759476
Dloreclzo 
oder 
Moreelsen , 
Paul. 
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relli aus Venedig. Er hinterliess ein Werli unter folgendem Titel: 
Arliges und lillllStfßlCllßä lleisebiiclilein für die ankommende Ju- 
gend zu lehren, insunderheit für Muhler etc. durch Jacob Marrel, 
Burgcr und Nlahler in Frankfurt A0. 106i. 
lYIureels iitzte auf einen ausgebreiteten grossen Adler das Bildniss 
des liaisexs Leopold mit den siehe-n Churfiirsten in Meclailluns. J. 
A. Grav hat den Prospekt des Riimerbcrges darunter gestochen. 
Füssly will auch von einem jiingern Künstler dieses Namens 
wissen, von welchem sich ein historisches Gemälde vun 1,661 fin- 
den soll. Fiissly glaubt, dieses sei der Sohn des Obigen; allein 
es scheint eher von Einer Person die Rede zu Seyu,  
lllureelze oder llioreelsen, _Paul, Maler, Architekt und Form- 
schneider, geboren zu Utrecht 1571, gestorben daselbst 1638- E? 
war Schüler vun lYI. Miereyelt, ein vorzüglicher Künstler, beson- 
ders im Bildnisse, welches er sehr wahr und zart darstellen konnte. 
Doch auch im historischen Fache leistete Mureelseu Gutes. Er 
begab sich m; diesem Zwecke nach Rum, und nach seiner Heim- 
kehr wurde er in Utrecht mit grussem Beifalle belohnt. Der liünst- 
ler wurde 1618 euch Rath der Vroeclschap, und blieb bis an sei-i 
nen 'l'od ein vornehmes Mitglied des Rsgimentes seiner Vaterstadt. 
Zuletzt wurde er Bürgermeister. In der St. Catharinexllairche zu 
Mechelil ist ein von ihm gemaltes Bild der Anbetung der Weisen, 
und auch in Kunstsammlungen sind Bilder von diesem l'iiinstler_ 
zu finden; Purtraite und hie und da historische Darstellungen. J 
Matham stach nach ihm das Bildniss des Abraham Bloemaert; F. 
Leonart; die Büste des Titus Vcspiläinll; S. S. Passaeus: das Bild- 
uiss des Herzogs Christian vuu Braunschweig; W. Suaneburg: je- 
nes des Ernst Casimir Grafen vun Nassau; li. Williams: einen jun- 
gen IYIanxi, der ein IYL-idcheil umfasst; VV. Swarlßburgi E5311, de? 
sein Erstgebnrtrecht um ein Linsengericht verkauft, und die Auferste- 
hung Christi; A. Blooteling: St. Petrus in tiefer Reue; J. Ma. 
tlmm: Mars am Bette der Venus entwaffnet, und Diuna im Bade 
von Alatiion überrascht; J. 5.: Callistoin ihrer Unkeuschheit von 
Ilianal entdeckt; C. de Passe: Prucrxs von Cephalus beweint; J. 
Watson: Thc Enmnuurd Youth; Blut: eine Frau, die Milch aus 
der Brust auf zwei Tauben drückt etc. 
J, de Jongh, der Herausgeber von C. van Manclefs Lebensbe- 
sehreibungen der Maler, Amstertl. 1764-, Sagt auch, dass Moreelze 
mehrere Blätter gestochen habe, was auch Leeomte behauptet, ohne 
seine Blätter namhaft zu machen. Dagegen kennen wir zwei Holz- 
schnitte von ihm, folgenden Inhalts: 
1) Lucretia, welche sich den Tod gegeben, fällt entsee-lt von 
einem Stuhle, im Beiseyn cler erschrockenen alten lllagd. 
Nota jaCeS, casti etc. Helldunlxel von 5 Platten, graulich 
abgedruckt. Seltenes Hauptblatt, rechts oben steht: P. Mo- 
reclsc In. 1612. H. g Z. 7 L. ohne die unten stehenden 
Vier lilt- Verse, BP- 12 Z. 2 L. Es scheint auch Abdrücke 
von 2 Platten zu geben. 
1) Amor zwischen zwei jungen Frauen im antiken Costume, die 
er tanzend an den Händen führt. Unten vier latein. Verse: 
Aligerunl trahit  vinciut ira necis. P. Moreelse 1612: Schö- 
ncs und seltenes l-lellcluxxlsel von 2 Platten, bräunhch ge- 
druckt. Olmgefiihr in derselben Grösse.
        

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