Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1759447
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Morcau , 
Jean 
Ludwig XVI. vorstellt. Moreau le jeune war vorzüglich geeignet, 
solche Scenen zu fassen, und sie auf malerische Weise im Bilde 
darzustellen. Es herrscht in seinen Darstellungen Lebendigkeit 
und Ausdruck, überall malerische, wohlgefrillige Anordnung. Er 
hatte Geschmack, der sich nach seinem Besuche Italiens nur noch 
reiner ausspraeh, als friiher, wo ihm die Fehler der älteren 
französischen Schule noch anklebten. Seine Leistungen gehen 
ins Unglaubliche; denn die kahl der nach ihm gestochenen Blät- 
ter beläuft sich auf 2400 Stücke.  Im Jahre 1781 wurde er Mitglied 
der k. französischen Akademie, 1797 Professor an der Central- 
schule, __und nach der Restauration Zeichner des Itönigs. 
Unter den Werken, welche von verschiedenen Kupferstechern 
nach seinen Zeichnungen yerziert wurden , nennen wir jene von 
Boileau mit 6; von Gresset mit 8; von Moliere mit 50; Pierre und 
Thomas Corneille mit 25; Cröbillon mit 9; von Gessner mit 48. 
_Pari_s chez Benouard; Fenelon (Telemach) mit 25; Demoustier 
(Lettres ä Emile) mit 56; Voltaire mit 114, Paris chez Desoer; 
Raeine mit 12; Hamilton mit 4, und von Legrand (Fabliaux) mit 
15 Blättern, die zu seinen besten Compositionen gehören. Dann 
fertigte er die Zeichnungen der 160 Blätter in der Histoire de 
France, jene der Histoire de la maisou de Bourbon. der Histoire 
des llIodes franeaises, Iliß 100 Blätter in den Evangiles et les Actes 
des Apöstres, und eine grosse Anzahl von Blättern zur Verzierung 
der Werke des Homer, Theocrit und Thucydides, übersetzt von 
Gail; Marc Aurel, Virgil, Juvexial, Ovid, La Fontaine, Bcgnard, 
Itousseaix, Montesquieu, Mably, Marmontel, Barthelemy, Saint 
Pierre's Paul et Virginie etc. 
Die Zeichnungen zu den erwähnten Werken haben verschiedene 
Iiiinstler gestochen, und an diese reihen wir noch einige andere. 
N. le Mire stach das Bildniss Ludwig XVI. und seiner Gemah- 
lin in Medaillons, von allegorischen Gestalten gehalten; H. Gut- 
tenberg die letzten Worte des J. J. Iiousseau, mit Text; Simunet 
den Tod des Chev. d'Assas, mit historischer Erklärung; Vidal Vol- 
taire's Erzählung: Memnun ou Vecueil du Sage; Duclos, Delau- 
mly und Simonnet verschiedene Ziige aus dem Leben des liaisers 
Joseph und der Maria Theresia; Lempereur eine grosse allegori- 
sche Cartouche mit dem Bildnisse Ludwig  Longueil Fidelitö 
hcroique s. la Bataille de Pavie; Godefroy Exemple tfhulnanitc; 
de Nun das Bildniss des M. de la Borde und des Papillon de la 
Fertc; Baron jenes des Architecten Dumont etc. etc, 
C. N. Cochin zeichnete sein Bildniss und A. de St. Aubin stach 
es.   
Von J. M. Moreati selbst radirt und gestochen sind folgende 
Blätter: 
Louis Auguste, Dauphin rlc Franco, nach Hall, 1770, 8. 
Im ersten Drucke vor der Schrift. 
M. le Duc de 1a Vrilliere, nach Hall, 8. 
Die Büste Ludwig XV. auf einem Pieclestal, zur Seite die 
Tragödie und Cumödie, qu. fol. 
Büste einer Frau, kleines Medaillen. 
David sieht die Bathseha. welche, aus dem Bade hommenä, 
ihre Toilette macht. Bembranrlt Fee. 1943. J. lVI. lYIux-eau 
del. et sculp. 1765. Nach dem Gemälde, ehedem in der fial- 
leriß ßriihl, jetzt in St. Petersburg, qu. ful. Es gibt erste 
Abdrücke blos mit dem Wappen und vor der Schrift. Ein 
Hguptblatz.
        

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