Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1759385
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Moraczynski , 
Johann. 
M orales , 
Louis 
 Le Plaisir innocent, nach Murillo, fol.   
15) Le Nid soigxic, nach Murillo, fol. 
Diese drei Blätter wurden von Mensel wegen der lBich- 
tigkeit der Umrisse, und der Iiiihnheit der Äusfiihrung ge- 
riihmt.   
16) Vulkan reicht der Venus Pfeile, womit sie den Köcher-füllt, 
nach G. Romano, fol. Im ersten Drucke vor der Schritt. 
Für das Musöe franeais gestochen.  
I7) Amor und Fortune, nach Guido Reni, fol. Im ersten Drucke 
  vor der Schrift. Mus. traue. V     
18) Herkules als Kind mit der Schlange, nach Aug.Carracci, fol. 
  Mus. traue.      
19) Madame au berceau, nach RafaePs Bild im Pariser Museum, 
fol. Mus. frane. ;   
I" 20) Die Statue der Clio, nach der Antike." Mus. frano. 
21) Die Pallas von Velletri.   
22  25) Die vier Jahreszeiten, nach Jordaens, ZiBliitter hoch 4. 
 I 
MOTQCZYUSLÜ, 301131111, Maler von Zytonie in Polen, besuchte 1859 
im 25. Jahre die Akademie der Iiiinstein München, um sich in 
der Malerei auszubilden.    3 
Morales, LOUIS de, Maler, einer der ausgezeichnetsten Meister der 
 kastilischen Schule, genannt el divino, der göttliche, wurde 1509 
zu Bajadoz geboren, und der nur um wenige Jahre ältere Peter 
Cainpanua soll in Sevilla sein Meister gewesen seyn, was wohl 
kaum richtig ist, da sich Campanna nicht lange vor 1548 in Spanien 
niederliess. So wie man also nicht mit Sicherheit seinen Lchfei" 
bestimmen kann, so sind auch die Nachrichten iiber seine übrigen 
Lebensverhältnisse ziemlich schwankend. Palomino (Las vidas de 
los pintores, 1742.) sagt, er sei immer arm geblieben, da er die 
Gemälde mit solchem Fleisse ausfiihrte, dass ihm Zeit und Mühe. 
selbst bei hohem Preise, nicht bezahlt vyurden. Morales wurde br- 
wundert, man gab ihm auch den Beinamen „el Divino", weil er 
nur heilige Bilder malte, man nannte sogar die Strasse, wo er 
wohnte, nach seinem Namen, und der göttliche Morales blieb ein 
armer Mann. Endlich erbarmte sich Philipp II. seiner und sorgte 
für seinen Unterhalt, als ihm zur Arbeit die Iiriifte schwanden. 
Der König berief ihn früher nach dem Escurial, um ihm da Arbeit 
zu geben, allein Morales war zur Ausführung grusser Arbeiten 
nicht zu gebrauchen. Eines seiner Bilder, Christus mit dem Kreuze 
auf der Schulter, ein lebensgrosses Bruststiick, schenkte Philipp 
1564 dem Kloster St. Geronimo zu Madrid, es ist aber schwer zu 
bestimmen, 0b die Werke des Iiiinstlers bei diesen kritischen Zeiten 
in Spanien noch an alter Stelle sind. Unter den Gemälden, welche 
Eönig Louis Philipp von Frankreich 1837 durch Baron Taylor 
und den Maler Dauzats in jenem Lande an sich brachte, sollen 
mehrere Bilder von Morales seyn, die wir aber nicht verzeichnen 
können. _El Divino hinterliess in Sevilla" mehrere Malereien, da er 
viele Jahre dasclbst lebte. .Fiir sein Ilauptwerk erklärte man ein 
Altarblatt mit Thiiren in der Salsristei von N. S. Antiqua in der 
Cathedrale. In der Mitte ist das Ecce homo und Maria untlJoseph 
znr Seite. In S. Pablo ist ein Christus, und in andern Birchen 
sah man Ecce homds. Das Haupt Christi malte er oft und vor- 
trefflich, und wahrscheinlich dieser Bilder wegen erhielt er zunächst 
den Beinamen el divino. Zu Madrid malte er fiir die Kapelle U. 
L. F. de 1a Soledad, in der Kirche des Klosters der Trinitarier
        

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