Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1759237
Montorfano , 
Giovanni 
Donato. 
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nungsunterrichte.  Schon 1822 wurde ihni die Erlaubniss hiezu 
durch lmnigl." Regierungs:liescript zugesichert, und der Iiunig Ma- 
ximilian begluclite ihn mit einer Pension. Zur uffentliphen Anstel- 
lung gelangte er aber erst 1857, wo er die Stelle des verstorbenen 
Professors Ilullnass an der hiinigl. Pagerie erhielt, nachdem er seit 
1323 als Assistent daselbst Unterricht ertlieilt hatte. 
Von seinen HUPfBFSClClICIJ und Lithographien erwähnen wir: 
1) lgie lheilhlFamilite lnacli Andrea del Sarttfs Bild der hünigl. 
ina "ot ie i, r. o . 
2) Die heil. Faäiilie nach Liiiiii's Gemälde aus der Sammlung 
des Staatsraths von Iierschhanm, lil. fol. 
5) Die Madonna mit dem Iiinde, nach Murillifs lieblicliem 
Bälde iller herzoglich Leuchtenhergschen Sammlung in Miin- 
c en, as neueste Werk des Iiiinstlers, fol, 
4) Das Bildniss desGiurgionc-r, nach diesem Meister 1817,  
'5) Die Madonna mit dem Jesusliinde, nachCipriani, eines der 
ersten Blätter des Iiunstlers und selten, da die Platte ver- 
nichtet wurde, kl. 81  
 6) Petit ecolier, nach Puelemburg. Selten, weil die Plane ab- 
 geschliffen wurde, 8. 
  7) Ein Bilctniss nach O. da Castelfraneo. Selten, weil die Platte 
abgeschliffen wurde, gr. 4.   
8) Le Christ aux Auges, nach Edelink lithographirt, eines der 
ersten grossen Blätter, die (1821) in lYliiiichen auf Stein ge- 
zeichnet wurden, gr. ruy. fol. Der Stein ging zu Grunde. 
 9) Das lBlldHflST llafaePs, nach RataePs Bild in München lilho- 
grap iirt, u   
10) Eine lYIenge anderer litliographirter Blätter, Historien und 
Bildnisse, fiir verschiedene Iiunsthandlungen ausgeführt. 
lllonwrfano, Gwvßnnl Donato, Maler von Mailand, geboren 
144Q,_gest0rbeii 1510. Die Lebensverhältnisse dieses alten liiinst- 
lers sind unbekannt._ von seiner Iiunst sprechen aber Werlie. In 
der Saliristei von S.Giuscppe zu Brescia istein heiLMiclmel als Sie- 
ger iiber dernDiiinoii, und im liefectorium Yon S. Maria delle 
Grazie zu lVIailand ein hochst ligurenreiches Bild der Iilretizigiiiig 
Christi, mit der Aulscliritt: Jo Donatus Montorianus 1.193, Dm- 
ses Bild ist dein, leider so beschädigten Cenacolo des Leonardo 
da Vinci gegenuber, noch wohl erhalten, woraus Lanzi schliesst, 
dass das Gemälde im Irarheiiauftrzig vor jenem Leonardo's den 
Vorrang behaupte  allein Lanzi bedachte nicht, dass die Wand, 
auf welche Montortano malte, nicht so feucht ist, als jene, aufwel- 
cher da Yinci sein Werk darstellte. So mochte dessen Bild aller- 
dinäs verkummern, wie Lanzi sagt, was dem Montoriani) an jener 
Stel e sicher auclt widerfahren wäre. Dennoch konnte Montorfanu 
 auch bei seiner lrarbenfrische seinem Mitbewerber gegenüber nicht 
stehen, obgleich auch dieser _Meister in Gesichtern und Bewegung 
C1118 SO ganz besondere deutliche Anschaulichkeit, hatte, wie Lanzl 
behauptet, 33-15, wenn sie niit mehr Zierlichlieit verbunden wäre, 
er hierin fvcnige seines Gleichen'liabeii wiirrle. Es ist da eine 
 Gruppe spielender Soldaten, Wo auf jedem Gesichte die Aufmerk- 
samkeit und Gfivinnlust zu lesen ist. AItJClI iin Zzirtenasindemige 
sehr-schone Kopfe, wenn gleich die nachsten, wie die ißfnßlßll; 
gleichkräftig gehalten sind. Grussartig ist die Architektur in den 
Thoren und Hiiusern von Jerusalem, vollkommen nach perßpelctis 
ViSQhen Regeln angelegt. Er brachte noch erhabene Heiligenscheine 
Naglerii Künstler-Lax. IX. Hd. 28
        

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