Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1759157
Montero , 
Lorenzo. 
 Montferranä , 
425 
der Blüthe der gothischen Baukunst nicht beurtheilt werden darf. 
Bei ihm ist das Rundbogensystenx noch vorherrschend. Er arbei- 
tete schun 1250, und 12b6 starb dieser Künstler. Die grosse, jetzt 
zerstörte Capelle Nötre  Dame im Kloster St. Germain  des  Prös 
nahm seine irdischen Üelrerreste auf. Er war da auf dem Grab- 
steine mit Zirkel und Winkelmaass abgebildet, und dabei war fol- 
gende Schrift: 
Flos plenus morum, vivens Doctor Latomorum, 
Musterolo natus jacet hic Petrus tuznulatus, 
Quem Rex Coelorum perducat in alta polorum. 
Christi nlilleno, biscenteno, duodcno. 
Cum quinquageno quarto, decessit in anno. 
MOIHIGTO, LOFCUZO, lWalcr von Sevilla, wurde 1656 zu Sevilla 
geboren, und man weiss, dass er als Lanclscliafts- und Architek- 
turxnaler Ruf genoss. Er malte auch schöne Blumen und Früchte, 
und etliche historische Bilder, von welchen man einen St. Hiero- 
nymus rühmt. Besonderes Wohlgefallen erregten seine Aquarell- 
malereicim, uncl man berief ihn desswegen nach Madrid, um für 
das Theater Buen-Pxetiro Decorfxtionen zu malen. Bildnisse gelan. 
gen ihm nicht. Starb zu Madnd 1710. 
Montero de Boxas, Juan, Maler zu Madrid, lernte bei P. de 
las Cuevas, und dann ging er nach Rom, um sich unter Mich. 
Angela Merigi weiter auszubilden. Nach seiner Rückkehr wurde 
er in lNTadrid viel beschiiftiget, da er den Ruf eines der besten 
spanischen Künstler seiner Zeit behauptete. 
Starb 1685 im 70. Jahre. 
Mqntesanti, Giuseppc, Mam- gn Rom, 
succi. Er malte für Kirchen. 
war Schüler des A. Ma- 
liäontevarclzlo, PIGIPO, Maler, der um 1565" unter Aufsicht des 
G. Y'asari im grossherzoglinlnen Pallaste zu Florenz malte. Lanzi 
sagt, dass Pietro ausser seinem Geburtsorte Montevarchio wenig 
bekannt sei, und dass er noch im Geschmacke der florentinischen 
Quatrocentisten gearbeitet habe. 
IlIOIÜfCTTQUd; Nq ein französ. Architekt, der in Petersburg an der 
St. Isaaliskirche seinen Namen verewigte. Die alte Kirche griin- 
dete schon 1710 Peter der Grosse, Catharina liess sie 1768 aus 
Marmor grösser bauen, Iiaiser Paul brachte viele Jahre mit Abän- 
derungen zu, und so war die Kirche bei der Thronbesteigung 
Alexander's noch nicht vollendet. Dieser Kaiser genehmigte 1828 
den Plan für ihren Aufbau, und diesen fertigte Montferrand. Die 
Iiirche ist in Form eines Iireuzes, 534 Fuss lang, 288i Fuss breit, 
und in der Mitte erhebt sich die Kuppel, deren äusserer Durch- 
messer, von einem offenen jonischen Peristyl umgeben, 105 Fuss 
misst- DaS Innen? ist mit 188 Säulen und Pfeilern kurinthischer 
Ordnung geziert, Basen und Capitäle von Bronze und vergoldet. 
Drlalerei, Plnstilr und Vergolduag boten Alles auf zur reichen Aus- 
schmiickung. Ein grosser Theil der alten Kirche, wo die Prothe- 
sis und die Heiligentafeln bereits an ihrer Stelle waren, verschenke 
die Pietät des Kaisers. Ganz neu sind die staunenerregenden Por- 
tilaen dieses prächtigen Gebäudes. Jede derselben hat acht Säulen
        

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