Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1759111
ßlontelaticci , 
Fra n c. 
Mon-telxapo , 
Baffelino 
421 
JaÜntClatlCCl-a 1511711199930, Maler, genannt Cecco brave, war 
nach Einigen ein Florentiuer, nach Andern ein Pisaner, und ein 
Mann von raufsiichtigem Charakter, wesswegexi ihm der Beiname 
Cecco bravo wurde. Sein Meister war G. Bilivertr er ging aber 
von dessen Styl sehr ab, oder mischte ihn doch mit dem Passig- 
naniWsclien, wie Lanzi behauptet. Lanzi nennt ihn auch einen 
wunderlichen, geistreichen Zeichner, und nicht gemeinen Colori- 
sten. In S. Simoue zu Florenz ist von ihm ein schönes Bild der 
heil. Bischofs Nikolaus; die Iiirclienbilder sind aber selten, da 
Cccco bravo mehr für Sammlungen und Fürsten malte. Im Pitti 
war er ManozzPs Mitbewerber. In der letztem Zeit seines Lebens 
wurde er Ilotnialer des Erzherzogs Carl zu Innsbruck, wo er 1661 
starb. 
C. Lasinio stach (Lastri Pittrice N0. 35) das Bild des jungen 
Tobias und seiner Gattin auf den Knien, im Hause Ottavio Pitti 
zu Florenz. 
lfiOntßlüPO, BQCCIO da, Bildhauer und Baumeister zu Florenz, 
war L. GhibertPs Schüler und der Nachfolger jenes grossen Mei- 
sters. Sein erstes Werk war die Statue des Herhules für Franz v. 
Medici. Dann fertigte er, namentlich in seiner früheren Zeit, 
mehrere Crueifixe aus Holz, deren einige liir sehr schön gehalten 
wurden. Sein Werk ist auch das Erzbild des heil. Evangelisten 
Johannes an der Kirche Or San Michele zu Florenz, der aber 
weit unter dem Evangelisten Matthäus von Ghiherti steht, wenn 
er auch mit allem Fleisse vollendet ist, wie Ticozzi sagt. lWIan 
findet auch noch andere Statuen in Stein und Erz von ihm, die 
Werke seines Sohnes Rafael sind aber vorzüglicher. Crueifixe in 
Holz, lebensgross, sind über dem Eingange zum Chor in S. lN-Iarcu, 
in S. Pietro Maggiore, alle Murate etc. Dann baute er auch die 
Bit-ehe des heil. Paulinus zu Lueca, ein von aussen sehr verzier- 
tes VVerk. Hier starb er auch 1521 im 88. Jahre, wie Ticozzi an- 
gibt, während ihn andere im 44, Jahre sterben lassen 
IlIODIClUPO, BQHClIÜO da; Bildhauer und Architekt, der Sohn 
des Ohigen, stand anfangs zu Florenz unter Leitung des Antonio 
San Galle, und schon triil-ie wurde er mit andern Künstlern zur 
Vollendung der von Snnsovino in Lorettu unvollendet hinterlasse- 
 nen Arbeiten bestimmt. Die Vermählung der heil. Jungfrau ist 
von ihm ausgearbeitet. Hierauf führte er aus Auftrag des lVIichßl 
Angeln für die neue Salaristei und für die Libreria von S. Lorenzo 
in Florenz einige Werke aus, und nach dem Tode Clemens VII. 
trat er in Dienste des Herzogs Alexander, der durch ihn für das 
Fort Prato zu Florenz viele Bildhauerarbeiten ausführen liess. 
Nachdem er auch noch fiir Kirchen und für Palläste Inehreres ge- 
arbeitet hatte, berief ihn Buonarotti nach Rom, um für das Grab- 
mal Julius II. bei S. Pietro in Vineoli zwei grosse Marmorstatueu 
zu fertigen. Auf Befehl des Palßstes Paul III. machte er 1536 bei 
Gelegenheit des Einzuges Carl V. in Rom 14 Statuen von Stucco 
und Erde, die man als die vorziiglichsten Werke dieser Art in 
jener Stadt erklärte. Sie waren auf der Engelsbriiclse aufgestellt, 
wo unter Bernini Statuen von Engeln gesetzt wurden. Von läum 
aus begab er sich nach Florenz, wo er zur Ankunft des Kaisers 
ebenfalls die Stadt decorirte, und wo sich besonders zwei Statuen 
von Flussgiittern durch ihre Grösse auszeichrieten. Nach Orvletu 
 berufen, fertigte er daselbst in einer Capelle des Domes Ornamente ,
        

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