Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1759061
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ßMontagnana. 
Montagnzmi, 
 
Pietro 
Paulo. 
ihrem Leben, und Bildnisse der Bischöfe malte. Lanzi corrigiret 
den Vasari und Bidol-firdie, wviener sagt, Montagna statt Montag- 
nana schrieben. Allein Bidclfi; schreibt, Maraviglie clell' arte I. 73, 
deutlich Jacob Montagnanti, und so bleibt" vielleicht der einzige 
Zweifel noch übrig, ob nicht Vasari von einem Jakob Mon- 
tagna oberflächliche Hunde gehabt habe. Lanzi erwähnt auch 
eines figurenreichen Bildes,_welches Montagnana al Santo gemalt 
hat, und wo sich der Styl mehr als einer zum modernen hinneigeu 
soll, und, wiewohl er in den saftigen Tinten etwas von dem Vene- 
diger hat. so ist doch auch zugleich wieder in der Zeichnung eine 
gewisse grüssere Bestimmtheit und Schlankheit, nach Art der Pa- 
duaner. S0 argumentirt Lanzi, und; dann fügt er bei, dass der 
Künstler sich in dem ausgezeichneten Bildetim Ilathsaale zu Bellino, 
wo Montagnana römische Begebenheiten vorstellte, offenbar diese 
Schulvycise angeeignet habe.  Es ist dieses ein weitläufiges VVerk, 
yvelches man auf den ersten Blick dem Mantegna zuschreiben 
möchte, und dass es wirklich von Montagnana sei, bringt Lanzi 
ein altes Epigramm bei, welches darunter gesetzt wurde. Es heisst 
am Schlusse:       
 .  .  . Jacobus-   
Ex Montagnana nohile pinxit-opus,   
"Von diesem Epigrarhm sagt zsvär der neuere italienische Lexico- 
'graph nichts, er behauptet aber, diese gzvnz schönen Geschichten 
gehören zu den Hauptwerken des Poinponio Amalteo, so wie auch 
wir dieselben im Artikel des Amalteo "aufgezählt haben. Ticozzi 
wundert sich, dass Lanzi diesen Irrthum habe begehen können, 
undhängt? noch ein paar lange Sätze von überflüssigen Bemerkungen 
an. Lanzi wurde sicher durch das von Lazara abgeschriebene Eni; 
grammzirregefiihrt.        '   
Dieser Montagnana ist Wahrscheinlich EinePerson mit dem Form- 
schneider Iacobus, der in der äusserst seltenen Anatomie von Joh. 
de Iiejhan und lWIlundini yon 1495 vorkommt, und deren wvir im 
Artikel des Benedetto Montagnzi. erwähnt haben, weil dieser Meister 
oderAndreahIantegna die Zeichnungen dazu geliefert haben könnte- 
MOIIIJQgIIBITfA, Architekt zu Vgngdigf Äcgain dex; (irsteh Hälfte (Tcs 
 14. J8hlfhUD-dCfIS_ Ruhm gänbäs, Ep wa_r' dqr" Schüler Eines lombar- 
dischedArCliitekten, Maestro Äei Barattieri genannt. Im Jahre 
1519 oder 1329 erneuerte et äen Glockenthurm von St. Marcus. 
Man weiss nicht mehxj welche Arbeiten 6: vollbrachte. 
llIOIIIJGgIIEIIIi, Bietro PülllO, Iiupfersteclmer undliupferstichhiincller, 
wurde um 1'740 inllom geboren. Er hatte da eine Iiunsthandlung, 
in welcher seine eigenen und fremde Blätter erschienen. Mit F. 
Ducrosgab er eine Sgmmluilg von 24 Ansichten aus Sicilien und 
 Malta heraus, und dann sind noch von ihm und andern, fast alle 
 sehr fleissig eolorirt:  
1) 52 Blätter nach den Loggien RafaeYs. 
2) Die Galathea auf dem Meere, in der Farnesina, nach Rafael. 
5) Die vier Sibyllen alla Pace, nach demselben.   
4) Die Fornarina, nach Rafael. 
 5) äurera, welche dem Sonnenwagen verausgabt, nach Guido 
eni.  
6) La Nutte, nach Guercino.  
7) Die Spieler, nach Caravaggio. 
ß) Die Vermählung des Alexander mit der Roxane, nnchRafacl.
        

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