Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1758732
Pvlolyn, 
Peter 
Dass 
rechts im Vorgrunde, mit weiter Ferne und Hütten; 5) Zwei ruhende 
Bauern auf einem Hügel an der Bretterwancl. Alle oben rechts he- 
zeiehnet: lVIolyn und P. IVI. inv. 4. Diese Blätter sind sehr geist- 
reich radirt, im Geschmacks von J. v. d. Veld e, nderliittensttryn, 
oft dem Mulyn selbst beigelegt. J. van de Velde stach vier grusse 
Landschaften; C. liittensteyn den grossen Walllisch an der Küste 
von Schevelingen, ein seltenes Hauptblatt; Weirutter stach die 12 
Monate; J. v. d. Velde den Stern der drei Könige und die Sänger 
vor der Hausthiire; Capit. Baillie stach das Facsimile einer Land- 
schaft mit Bäumcn und Figuren; S. Middiman'The Cottage. 
Bartsch P. gr. IV. 11 ff- beschreibt von ihm vier sehr seltene, 
radirte Blätter, die 1626 gefertiget wurden. Es sind diess Gruppen 
vun Figuren, sehr gut gezeichnet, aber fast nur 1m Umrisse. Den 
Grund bilden Landschaften von verständiger Behandlung der 
Flächen. 
4 verschiedene Landschaften mit Figuren. I-I.5Z.6L. Br.6Z.9L. 
1) Drei Bauern und ein VVeih mit einander in Unterhaltung. 
Links im Grunde sind Bäume neben der Hütte. Pieter de 
Mnlyn fecit et excudit. Anno 1626. 
2) Die Bäuerin mit dem Kerbe. linlts auf einer lsleinen Anhöhe, 
steht mit ihrem linahen vor einem auf dem Buden sitzenden 
Alten. Im Grunde sieht man vier Männer zu Pferde. 
3) Die Frau mit dem Iiorbe im Arme unterhält sich mit einem 
Bauer. Gegen den Grund zu sitzt eine Frau mit dem Iiinde 
auf dem Buden. Weiterhin ist eine xertallene Hütte. 
d) Ein stehender Soldat, dem sein lässig hingestrecktei" Überst 
Befehle ertheilt. Gegen den Grund zu zechen zwei Männer 
vor der Thüre der Schenke, links sitzt der Bauer auf dem 
 grossen Herbe. 
Diese vier ausgezeichneten Blätter sind selten. B. VVeigel 
werthet sie auf 8 Thlr. Zeichnungen setzt er zu 1-1; 'I']ilr. 
und einige Groschen. 
MQlyn, Peter de, Maler und Sohn des Obigen, veränderte in Italien 
seinen Familiennamen iirMulier oder de Muli erihus, wurde 
aber gewöhnlich Ca valiere Tempesta genannt. Einige lassen 
ihn IÖSÖ Qdßr 1637 zu Ilarlezn geboren werden, andere aber geben 
1645 als Geburtsjahr an. Er war ein Mann von grossem Talente, 
voll Leben und Phantasie, sein Leben soll aber nicht von Schuld 
frei seyn. Man sagte, dass er seine Gattin, oder Maitresse, habe 
ermorden lassen, die abweichende Angabe der Umstände macht 
aber die Sache etwas zweifelhaft. In Genua, wohin er über Venedig 
und Mailand kam, wurde er desswegen zwar verhaftet, aber seiueFrei- 
lassung ist wieder ein Beweis, dass die Schuld nicht begründet 
werden konnte. Seiner Iinnst wegen wurde er indessen stets ge- 
schätzt, und der Iiraft und Wahrheit wegen, die er seinen Worin." 
verschaffte, bewundert. Es sind dieses lllariinen und Meeresstiirme, 
wesswegen er in der Bent Tempesta (Sturm) genannt wurde. 
Auch Landschaften und Thiere malte er mit grosser Vollkommen- 
heit, su wie Schlaehtsliicke. Zum Ritter machte i-hn der Herzog 
von Bracciano, aber der Tod zog ihm 1701i die Sporen aus. Sein 
in der Florentinischen Gallerie befindliches Bildniss hat P. A. Pnzzi 
gestochen. Das ehedem in der Sammlung des Grafen Algarotti be- 
findliche Gemälde, welches den Ausgang Noalfs aus der Arche 
vorstellt, ist in P. Scatagliäs Verlag gestochen: worden, und das 
Gegenstück, den Einzug in die Arche, hat P. Monaco" gestochen. 
G. Leonardis stach eine Landschaft mit einem Flosse, uber dessen
        

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