Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1758497
B101. 
Dlola , 
Pictro 
Frauccsco. 
3509 
Werk reihen sich noch andere historische 
chende Bildnisse. S. auch J. Moll. 
Bilder 
und 
wohlglei- 
M01 2 
auch Moll. 
imßla," AntOn und P3111, Bildhauer von Mantua, zwei berühmte 
Künstler des 15. Jahrhunderts , deren Iiunstleistungen wir in Cudde's 
Memorie biogratiche dei yittori etc. lVlantova 1837 erwähnt fanden. 
Sie lebten zur Zeit der Gunzaga, und trugen viel bei zur Verschö- 
nerung der Stadt, indem sie Gebäude ausschmiickten und Werke 
ausfiihrten, in welchen sich das Studium der Antike und der schö- 
nen Natur auf erfreuliche Weise zeigt. Von diesen Künstlern wur- 
de das Hauptthor von.S. Andrea und jenes des Dugana mit schö- 
nen Bildwerken geziert, letzteres 1485. In einem kleinen Porticus 
der St. Andreaskirche sind zwei Marmorsaulen mit herrlich gear- 
beiteten Capitiilen dieser Künstler. An einer dieser Säulen ent- 
deckte Codde eineChitTre, welche aus den zusammenhängenden 
Buchstaben MF, einer Art Verzierung und aus dem umgekehrten 
S besteht, was Molae fratres sculptores bedeuten soll. Auch die 
Marmurhanzel zur rechten Hand des Tempels ist das Werk dieser 
liiinstler. Sie ist mit Basrcliets von höchst zarter Vollendung ge- 
ziert. Sehr schön sind auch die Ornamente am Eingange des che- 
maligen Oratoriums S. Lorenzo, und jene eines Pilasters in der 
Casa Vignarca. In der Carmeliterhirche war ehedem ein schönes 
Grahmunument, wvelches nach dem Abbruche der Iiirche in das 
Atrium von S. Andrea gestellt wurde. Es ist dies das Grabmal des 
Girolamo Andreasi, Herrn von llivolta, und seiner Gemahlin, wie 
die bei Codde gegebenen Inschriften besagen. 
Die Zeit der Geburt dieser beiden Künstler lässt sich nicht genau 
bestimmen, doch weiss man, dass sie zwischen 1450  1506 81'- 
beitetcn. Codde fand vom letzten Jahre noch zwei Briefe, der 
eine, Vßm 6. Juli 1506, von Antonio an die Prinzessin Isahella 
gerichtet, und der andere, vom 12. Juli d. J., von beiden Künst- 
lern an dieselbe Fürstin geschrieben. Sie nannten sich da in der 
Unterschrift Signurnm iHClSUFCS. Zu jener Zeit waren die beiden 
lYIula noch in voller Tdiätigheit. Von 1502 hat sich noch die In- 
schrift eines Grabmals erhalten, welches ehedem in der Carmcliter- 
lsirche stand. Die Inschrift lautet: I 
Anto. et. Paul. Moleac. fratres. artis. emhlernata- 
riae. ac. perspcctivae. Pcritissimi. sibi. et. poste- 
ris. vxv. 1'. 1502.  
Aus dieser Aufschrift, an einem Monumente, welches sich die 
Künstler selbst setzten, ersieht man zugleich auch, dass sie in der 
Pßrspelilive sehr erfahren waren. 
 , _ 
Mole, Plßtro Irrancesco, Mam- und Badirer, geboren zu COl- 
rlril bei Mailand, oder im Culner Distrikte, 1621 oder 1612i, Wie 
Passcri meint, gestorben 1058 (nach Pascoli 1666). Sein Vater, 
Johann Baplist, hrachLe ihm die Anfangsgründe der Iiunst bei, 
dann ging er nach Rum zu Gins. Cesari, und endlich nach B0- 
lugna, wu ihn Albani aufnahm. Dieser Meister wollte ihm sogar 
seine Tfonlmtcr zur Ehe geben; allein lVIola fand lscin Behagen fm 
der Ehe, mler wohl eher an der Tochter, und ging nach Venedig, 
um Guei-cino kennen zu lernen und seine Werke zu studiren. Jetzt
        

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