Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1758477
Rloitte , 
Alexander. 
van- 
Pieter 
357 
beit verwandt. Es stellt die Muse der Geschichte vor, an Tafeln 
gelehnt, auf die sie die Worte: Pan VI. et Napoleon le grand, 
eingräbt. Verwandte geschichtliche Gegenstände sind auf dem At- 
tique und grosse historische Personen, wie Moses, Numa, Lykurg 
in den Feldern angebracht. Mit vieler Vorliebe arbeitete er ein 
für das Senats-Museum, jetzt in Luxeinbourg befindliches Basre- 
lief, das Vaterland darstellend, wie es seine Iiinder zu seiner Ver- 
theidigung aufruft. Es wurde nicht in lYIarmor ausgeführt. Eben 
dieser Iiiinstler verfertigte auch das Grabmal des General Leclerc 
in der Genovefenkirche zu Paris. Während seiner letzten Lebens- 
jahre war Moitte mit überaus vielen Arbeiten beschäftiget, von 
denen die meisten unvollendet geblieben sind. Seine grossen Bas- 
xreliefs für die Säule zu Boulogne, vorzüglich aber die Statue zu 
Pferde des Generals d'Haupoult, hätten seinen Ruhm vollendet. 
Der Tod raubte ihm dieses letztere Denkmal; er hat davon nur 
das Modell im Kleinen verfertiget. Es gibt indessen noch mehrere 
vollendete Werke von diesem Künstler: Die Statue des General 
Custine, welche er, so wie jene CassinVs auf Befehl der Begie- 
rung ausgeführt hatte; eine Vestalin mit der Opfcrschale; ein 
Opferntler; mehrere Basreliefs für die Barrieren zu Paris und für 
das Schloss Ile-Adam; die colossale Figur der Bretagne und Nor- 
mandie an der Barriere Bons-Honnnes; eine Ileiterstatne Napo- 
leon's etc. Sein Modell zur Statue des J. J. ltousseau, der über 
den Emil nachsinnet, wurde später ausgeführt und selbe im Gar- 
ten der Tuilericn aufgestellt. 
Moitte war Professor an der Malcr- und Bildhauerschule zu 
Paris, Mitglied des Instituts und Ritter der Ehrenlegion. Seiner 
wurde häufig in französischen Blättern erwähnt, auch im Kunst- 
hlatte ist er gewürdiget, und Gabet führt die meisten seiner Werke an. 
Ulültliß, Alexander, Maler, Bruder des Obigen, besuchte in Pa- 
ris die Schule der Malerei, und hatte sich im historischen Fache 
einen Namen erworben. Zu Anfang unsers Jahrhunderts wurde 
 er Professor an der kaiserlichen Militiirschnle von St. Germain- 
en-Laye, und später auch Correspondent der vierten Classe des 
Instituts. Sein Todesjahr ist uns unbekannt. 
NIOI, PIGIZGP Van: Maler, geboren zu Antwerpen 1580, gestorben 
zu Paris 1650. Er war A. Wolfarfs und Buben? Schüler, und 
nachdem er sich in der Iiunst sicher genug glaubte, begab er sich 
nach Paris, wo er eines der ersten Mitglieder der Akademie wurde, 
Hier führte der Künstler mehrere Gemälde aus, Historien und 
, Bildnisse. Jenes der Königin Anna von Oesterreich stach P. de 
Jude, des Carclinals Mazarin H. Nanteuil; deäßharles de Houel 
P. van Schuppen; des Dr. Reniers sen. Lisibetten u. s. w. Auch 
historische Bilder wurden nach ihm gestochen: von P. de Jo- 
(le der 'I'iiufer in der Wüste und die fünf Sinne; von Bl0t,_ 
eine Frau, welche aus dem Bade steigt; von J. Prou Hagar mit 
lsmael in der Wüste, wo der Künstler Molle genannt wird; von 
einem Utigenannten, aus Nlonoorneßs Verlag, die lireuzabnehmung. 
Seine Gemälde wurden zu hohen Preisen erstanden; so bezahlte 
man zu Paris 1801 bei einer Versteigerung das Bild des Diogenes 
mit 10,461 Fr.   
im königl. Museum zu Paris 1st ein Gemälde der Krenzabneh- 
mung, ein von Landon, Annales XVI. 29, erwähntes unduni Um- 
rissegestochenes Bild. Landen sagt bei dieser Gelegenbßlt. dass. 
wenn Mol dein Rubens in der Stiirlie und Wahrheit der Charah.
        

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