Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1758193
Bloccio. 
Mocetto , 
Girolamo. 
329 
auf ihn , 
tal alt ist. Der Erzbischof Aquaviva hinlt viel 
Paul V. heehrte ihn mit dem Christusurden. 
Palast 
und 
MOCCIO? Bildhauer und Baumeister von Siena, war Schüler von 
DHCCIQ, und fiihrte in Toscana viele WVerhe aus. Man wählte ihn 
zum Unterhaumeister beim Baue von St. Maria del Fiore zu Flu- 
renz, und_axich einige Arbeiten in Marmor fertigte er für (liese 
ßlfüllß- Scllr Werk war ferner das Grabmal fiir einen der Cerchi 
In S. Domenico zu Arezzu, welches aber nicht mehr existirt. Er 
lullllflß ES 1556 aus. Vgl. Vasari deutsche Ausg. I. 54g. 
Ulocetto: GlTÜlamC; Maler und liupferstecher, auch Mnzzetto 
und Mozetto geschrieben. irrig aber Muciano und Moscianu 
glenannt, weil Hieronymus IMosciano, H. Muziano ist, und wenn 
um Heiueclse (Idee gcncralc den Beinamen Bresciano iht, so 
Vverwvechselt er den lälucetio i-zbenfalls mit diesem Bünstleä. Man  
glaubt, dieser Künstler sei um 1454 zu Verona geboren, und weil. 
asari unter den Schülern des G.Bellini einen Girolamo Hlocetto zählt. 
S0 gllaubte man hierin] den Veroneser erkennen zu dürfen. Vasari 
macit ihn zum Gehii fen BellinPs, Lanzi zählt ihn aber nur zu 
den ersten und weniigezrausgebildeten Schülern jenes Meisters. 
Das Kupferstechen sul er nach Einigen bei Andrea da Murano 
oder bei Squarcione erlernt haben, und auch Zanetti (Cabinet Ci- 
cognara etc. p. 11g.) hann diese Meinung nicht verwerfen, da M0- 
cetto, wenn nicht älter als lVfantegna, doch wenigstens ein Mit- _ 
schiiler desselben bei Squarcione gewesen seyn könnte. Wer ihn 
die Stecherliunst gelehrt habe, lässt Vasari im Ungewissen, als 
YMaler heurhundete er aber einen Giro]. lYIpceto, den Schiller des 
Giambelliui, von welchem sich auch Malwerlie erhalten habem; 
Lauzi schreibt ihm ein mit 148-1 datirtes Bild der Gallerie Curer 
zu, und. ein anderes ebenfalls mit dem Namen und der Jahrzahl 
14-03 datxrtes Gemälde ist in der Kirche der heiligen Nazarns und 
Qelsus zu. Verona, wie Malfei. Verpnn illustrata III. 158, benach- 
nchtet. VIn der Akademie zu Veronasieht man sein Bildniss. 
Bartsch, P. Gr. Xlll.'215 H. beschreibt 8 Blätter von diesem 
Meister, allein die liuplerstichwerlse Nlocctrfs belaufen sich auf 
etwa 12 Stücke. Nlalpe lI. 76., glaubt, dass Moeetc) auch in llell- 
dunkel gearbeitet habe, und er legt ihm ein Blatt bei, welches 
den Einzug Christi in Jerusalem vorstellt, mit dem Zeichen an der 
Jahrzahl 1500. Diese Behauptung ist nicht ganz erwiesen, wäre es aber 
Thatsache. so gebiihrte dem Hugo da Carpi die Ehre derßrlindung 
nicht, denn das älteste Blatt desselben geht nicht über 1518 hin- 
aus. Die Iiupferstiche dieses Künstlers sind in einer trockenen 
YVeise behandelt, aber von so grosser Seltenheit, dass man selbst 
In den berühmtesten Cabineteninur wenige findet. Die Nummern 
1-8 sind im Peiutre gravenr beschrieben, die übrigen von andern 
Challsulugen.  
Jndith steckt das Haupt des Holofernes in den Sack, wel- 
chen rlie alte Magd hält. Juclith steht links, die Alte rechts, 
links gegen den Gruml hin erhebt sich ein Baum, und rechts 
zieht sich fern hin ein Wald. Man legt dieses Blatt ge- 
wöhnlich dem Mantegna bei, Bausch aber hält es für Mo- 
cettds VVerk. H. 12 Z. 6 L„ Br. ß Z. 
Sehr selten ist der Abdruck ohne Baum und ohne Fern- 
sicht. Ein Auuuyxuus hat das Blatt im Gesclnmaclse kluä
        

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