Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1758067
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Miseron , 
Dionis. 
Miscroni. 
Sein Sohn Ferdinand Euseblus (heilte des Vaters Ruhm, und be- 
kleidete nncb dem Tmle desselben das Amt des Vaters. Sanclrart 
spricht von diesem Künstler, bestimmt aber kein Todcsjnlu". In 
Dubruwslsyk böhm. Littemtur und in Schaller's Beschreibung von 
Prag finden wir ebenfalls ihrer erwähnt. 
-M159r0n, DlÜnlS; Architekt, der in Prag seinen Ruhm gründete. 
Im Jahre 16111 vollendete er den Bau der Burg, zur vollen Zufrie- 
denheit des Baiser-s Ferdinancllll, so dass ihm dieser ein Geschenk 
von 100 Imperialen machte. 
ÜIISEPOII, AmlJTOS, Steinsclmeider, der um 1598 ebenfalls amHofe 
Rudolphk II. in Prag lebte. Seiner erwähnt Riegger im Archive 
für Geschichte und Statistik II. 250., so wie des folgenden Künst- 
lers. S. auch Girol. und Gaspare Miseroni. 
MiSCTÜU-g Alßxander, Edelsteinschneider, der 13m 1605 in Dien- 
sten des Kaisers Budolph stand. Biegger nennt lhlil emen vortreff- 
lichen Künstler.  
Miseron , Caspar, 
TOD Sßna 
Hieronymus , 
Eusebius , 
Dionis 
Mise- 
Miseron , 
folgenden 
die 
s. auch 
Artikel. 
Miseroni oder Misseroni, Misuroni, Girolamo und Gas- 
Pare, berühmte Edelsteinschneider von Mailand, zwei Brüder, die 
im 16. Jahrhunderte lebten. Sie erlernten ihre Hunst von Jacopo 
da Trczzo, und arbeiteten in allen Arten von kustbaren Steinen. 
Die grossherzogliehe Hammer zu Florenz bewahrt noch verschie- 
dene Werke von diesen Iiiinstlern, und auch in Wien müssen sich 
solche von ihnen und von ihren Söhnen und Enkeln finden. Es 
sind dieses die Künstler Miseron, die oben erwähnt wurden, nach 
SandrarVs Angabe. Er nennt sie Miseron, und diesen Namen mö- 
gen sie in Prag statt Miseroni oder Misseroni geführt haben. Cas- 
par oder Hieronymus konnte der ,Vater des berühmten Dionis Mi- 
seron seyn, so dass er mit dem Einen oder dem Andern nach Prag 
gekommen zu seyn scheint. Sandrart nennt nämlich einen Caspar 
Miserun als Edelsteinschneider des Kaisers Rudolph II. von Prag, 
und auch Dionis hatte daselbst 1590 bereits seinen Ruf gegründet. 
Auch Hieronymus Miseron war nach Sandrart Huf-Edelsteinschngi- 
der dieses Kaisers, und man bewahrt nach Hiichelbecker (Nach- 
richt vuin k. k. Hofe und der Stadt Wien. S. 885) in der k. k. 
Iiunstlsammer zu Wien einen zwei Ellen (l) hohen Pokal aus Ti- 
ruler liergkristal, der in Form einer Pirainidc prächtig geschnit- 
ten 1st.  
'l'icozzi sagt, dass diese IlIisex-oni auch ihre Söhne und Enkel 
in der gleichen Kunst unterwiesen haben. Als solche nennt Ti- 
cozziyßiovan Ambrogio, welcher wohl mit unserm Ambrus Misc- 
ron Eine Person ist, dann Ottavio und Glulio, die nach Spa- 
nien berufen wurden, wo sie für den Hof und für den Escurial 
kostbare Werke ausführten. 
Miseroni , 
Mivsßeronii 
Ottavio und Giulio, 
s. auch Miseron; 
den obigen Artikel.
        

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