Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1758008
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Miracloni, 
Bliranda, 
Luigi.  
Francisco 
Mlfüdßnl, Llllgl, Maler, genannt il Genovesino, weil er zu Genua 
geboren wurde. wo er die Anfangsgründe der Iiunst erlernt zu 
haben scheint, kam aber um den Anfang des 17. Jahrhunderts nach 
Cremonen, Hier studirte er die Werke des P. Nuvolone, bildete 
sich aber nachher einen Styl, der sich zum Carraccischen neigt, zwar 
nicht so gewählt und (leissig durchdacht, aber frei, grossartig, 
wahr im Colorit, harmonisch und von schöner Wirkung ist. S0 
sagt Lanzi, und fügt bei, dass dieser von Orlandi übergangene 
Künstler in der Lombardei in gror-scm Ansehen stehe, besonders 
in Cremona, wo in mehreren Kirchen Bilder von ihm sind, und 
darunter der heil. Johannes von Damasls in St. Clemente das vor- 
züglich gerichtete. Zu Piacenza nennt Lanzi die Pietät im Versamm- 
lungsorte der Kaufleute ein geschätztes Bild. Lanzi behauptet, Mi- 
radori: habe jede Aufgabe glücklich "gelöst, und am besten die 
furchtharsten. Als ein ausgezeichnetes Bild dieser Art, nennt er 
jenes im Hause Borri zu Mailand, welches mehrere an Verschwor- 
nen vollzogene Strafen vorstellt. In den Sammlungen vorbenann- 
ter Städte fanden sich zu Lanzi's Zeit noch hie und da Werhe 
e von Miradori, und auf einem Bilde in Piacenza fand er die Jahr- 
zahl 1659. Der Künstler arbeitete aber noch 1647. 
Illirüllaa, Jllan GilrClE! de, Maler, geboren zu Madrid 1677, ge- 
storben 17.19. war Schüler des J. Delgado und diesem an Ruhm 
fast gleich. Er besass vorzüglich ein grosses 'I'alcnt, alte Male- 
reien auszubessern, daher er auch die vielen lYIeisterwerlse, die 
bei dem Brande zu Madrid 1754 sehr gelitten hatten. restauriren 
musste. Obwohl Mirancla ohne eine rechte Hand auf die Welt 
gekommen war, so erlangte er doch mit der linken eine bewunde- 
rungswiirdige Leichtigkeit und Schnelligkeit in Euhrung des Pin- 
sels, was die zahlreichen schönen Gemälde, die theils in Kirchen, 
tlieils in Privatsaiiinilurigen aufbewahrt werden, beweisen. Im Jahre 
17.55 ertheilte ihiii Philipp V. die Würde eines Hammermzilcrs- 
Schon liriilier, im Jahre 17211, wurde er neben Palamino Taxatof 
alter Malereien. Sein Sohn Juan starb als hofllnungsvoller Maler 
in der Blilitlie seiner Jahre. 
Illiranda, Nxkolas Garcm de, Maler, geboren w Madrid 159g, 
gestorben 1753. Er war der Bruder Juaxfs, und machte sich 
durch Lamlschaftsma]oreien berühmt. Er verfertigte auch einige 
Altarbilder, wo er die Madonna oder andere Heilige in bezaubern- 
der Gegend anbrachte. Fiorillo sagt. seine Landschaften seyen von 
ächtem Gehalt und von reizende-m Colorite, sie werden aber öfter 
 mit jenen seines NefTen Nicola Rodriguez verwechselt. Dieser war 
ebenfalls ein guter Landschaften 
llfiiranda, Pedro Rodrnguez de, NcFfß 11ml Schüler des Juan 
Garcia, malte llistorien, und vorzüglich schöne Landschaften und 
Bamhoccianlcn. Er verzierte auch Harnssen mit mythologischen 
Gegenständen, die viel Aufsehen erregten. Der lnfant Duu  
lippo besnliäfligte ihn häufig. E; liess historische Bilder malen, 
der Infant Don Louis zierte aber seine Palläste mit den Land- 
schaften und Bambocciaden dieses Künstlers. Mirancla starb 17ÖÖ' 
Miranda, Francisco de, Maler und Bruder des Nicelas Roäri- 
guez, trat als. Maler de las reales Caballerizas in königl. DienSlb 
Er malte Ilistorien; neben andern um 1747 im Iircuzganlge vor!
        

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