Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1755153
0 
Dißees Blattes erwähnt Strutt, und er hat es für sein Bio- 
gralüllcal Dictionary auch cnpiren lassen. Auf Strutfs Blatt 
steht mclcsscn die Jahrzahl 11461, Zani aber setzt 1467, und 
d1_esem Schriftsteller glaubt auch Bartsch vollkommen bei- 
stnnmen zu dürfen. SlrutVs Angabe des Maasses stimmt 
auch mcht mit der obigen des Abbö Zani überein, su dass 
der Engländer ein verschnittenes Exemplar haben lsürmtc. 
Blätter, deren Bartsch nicht erwähnt. 
104) Christus in reich verziertem Gewande mit der Weltkugel in 
der Linlsen, die Rechte zum Segen erhoben, in gothisch 
verziertem Fenster, zu den Seiten zwei musicireude Exigel- 
Oben das Zeichen E S. H. 5 Z.  L., Br. 4 Z. 15- L. 
Erwähnt von Brulliot, Table geuörale des rnonogrammes 
etc p. 80? N0.  Im k. Iiupferstichcabinet zu München ist 
ein Abdruck, und bei R. Weigel in Leipzig ist ein Solcher 
auf 40 Thlr. gewerthet. S. dessen liunstlaatalog N0. 7885 h., 
wo auch die folgenden zwei Blätter beschrieben sind. 
105) Maria, in halber Figur gegen links gewendet, initlang her- 
abhängendem Haar und Mantel. iSie halt mit den beiden 
Händen das Christusltind in ganzer Figur, welches in der 
linken lIand eine grosse Birne hält. Hinter dem leiopfe der 
Madonna ist ein verziertes Tuch als Heiligenschein. Das 
Ganze ist in gothisch architektonischer Einfassung. Die 
Base, der Mantel, das Mauerwerk etc. sind mit kunstvol- 
len starkem Strichen behandelt, zum Unterschiede der zar- 
ten Strichelungen der Fleichtönet, was nach Weigel die Ver- 
muthung bestärkt, dass diese Arbeit eine der späteren des 
ausgebildeten berühmten Meisters ist. Dieses Capitalblatt 
ist einzig allein bei Weigel erwähnt, l. c. N0. 7885; e. H. 
5 Z. iä L., Br. 3 Z. gä- L. Bei VVeigel 50 Thlr. 
106) Maria mit dem Kinde, sitzend, in langem Mantel, mit lang 
herabhiingendem Haar, auf einem Kissen auf grünem Erd- 
reich, das Haupt mit einer Glorie und Strahlen umgeben. 
Zu ihren Füssen ist der Halbmond, links ein Engel mit lan- 
gen Hügeln auf eine Iiindergehebanli gelehnt. Dieses Blatt 
war bis auf VVeigel unbekannt, und er hi-ilt es für das 
Werk eines alten tlorentinischen Goldschmieds und Hüpfer- 
stechers nach einem deutschen Vurbilde. Es wird auch dem 
Meister E. S. von 1466 zugeschrieben. Plattenrand H. 4 Z. 
7  8 L., Br. [i Z. 5  55 L. Bei Weigel 5 'l'hlr. 
107) Die Taufe Christi. Der Herr steht ganz nackt, en face, 
in lYlitte des Blattes mit einer Glurie um den Kopf bis an 
die Knie im VVasser. Links auf einem Hügel kniet St. Jo- 
hann mit dem Buche und Christus segnend, gegenüber ist 
ein Engel in gleicher Stellung, über der Gruppe ist eine 
_Bandrolle mit Gottvater und dem Symbol des heil. Geistes 
In der Mitte. Iicchts oben ist der Mond, linlas die Sonne, 
und der Vorgrund mit grossen Pflanzen geziert. Im Wasser 
sind Schwäne. Dieses Blatt ist ohne Zeichen, aber sicher 
von ihm, und aus der besten Zeit des Künstlers. H. 7 Z-s 
Br- 4 Z. so L.  
Dieses Blatt, so wie die vier folgenden sind nicht im 
Bartsch, sondern von Brulliot (Table gencrale etc. S. 806) 
nach den Exemplaren) des ls. Kupferstichcabiueß in München 
beschrieben. 

        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.