Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1757770
Milanese , 
Carlo. 
Milnxli , 
Aurelianof 
287 
Milanese, Carlo, kann den 
des Pibifranncsco Cittadini. 
Cittadini 
Carlo 
bedeuten; 
Artikel 
im 
Milanesi, CEIlO und  zwei geschickte Maler, die iin 
15. Jahrhunderte zu Mailand arbeiteten. ihrer erwähnt P. Loinazzt: 
ohne Angabe ihrer NVei-ke. Der letztere ist Filippo Bevilacqna, 
und Carl scheint ein Verwandter oder Bruder zirseyn. 
Iullßnl, GIUIlO CCSEFG; lVIaler von Bologna, wird als Schüler 
und getreuer Nachahmer des Flam. Torre getiannt. Er eopirte ge- 
wöhnlich die Bilder seines Meisters und anderer Künstler, und 
so finden. sich wenige Originalgemiiltle von ihm. Seine Copien 
sind indessen "getreu und {leissig vullendetf so dass man seine 
Werke schätzte. Starb 1078 ini 57., nach Andern im 48. Jahre. 
Mlläili, Aureliano, Maler und Neffe des obigen, wurde 1675 zu 
Bologna geboren. DerOnkel unterrichtcteilin in den Anfangsgrün- 
den der Kunst, und dann waren esGennari und Pasinelli, die ihn 
 Weiter leiteten. Immer waren es aber die VVGFliG der Carracci, die er 
zum Studium wählte. Er copirte nicht nur ganze Gemälde dersel- 
ben, wsondern zeichnete auch zu wiederholten Malen ihre Iiiipfe, 
Hände, Fiisse und Conturenvnach, suchte in ihren Geist einzudrin- 
gen, stahl aber ihre Figur nicht, wie Laiizi bemei-lst.-_ Crespi sage, 
es habe in Bologna keinen, gegeben, der im Nackten, in der Synthe- 
trie und im ganzen Gepräge der Malerei den Carracci näher ge 
kommen, als Milani. Lanzi setzt noch_bei, er habe gehört, dass 
llachCignaiii keiner besser als er die Zeichnung und den Ruf jener 
Schule aufrecht erhalten habe. .In derFarbe war er indessen nicht 
so vorzüglich. Er befolgte hierin öfter die Manier Gennari's, wie 
 im heiligen Hieronymus in der Iiirche della Vita zu Bologna, und 
' Iheiliveise auch in der Enthanptnng des Johannes in der Bergamas- 
11er Iiirche zu Boni. Dorthin begab er sich 1719, um seinen vie- 
len Iiintiern besseres Brod zu verschaffen. Er bekam auch viele 
Aufträge, deren er sichizurnßnhme seiner Vaterländischen Schule 
entledigte. Die Gallerie im Palaste Pamfili erlslärtFiurillo als sein 
bestes Werk, und daneben eine Auferstehung Christi und eine 
heilige Ursula in Bologna, zwei Bilder im Style der Carracci. Fio- 
rillo ei-theilt ihm nicht so viel Lob als Lanzi. Starb 1749 in Rum, 
L. Mattioli stach nach ihm-den heil. Philippus  in den Ca- 
takomben, den heil. Sebastian zu Rom vom Feuer ergriffen und 
von zwei Engel unterstützt, und in Frezza stach er die Errichtung 
eines Missionsordens durch Vincenz von Paula.  
 Bapgsch, P. gr. XIX p. .110, beschreibt zwei VBlätter von ihm, 
Welche einen tüchtigen Zeichner verkünden. Es herrscht in den- 
selben eine schöne Harmonie, da er es auch verstand die Schatten- 
Eürhen mit rrrossßr Kunst und gefällig zu geben. Er erreichte eine 
rättige Wipiitung, obgleich er sich weder des Stichels, noch der 
kalten Nadel bediente.    
Die Vision. Ein Engel zeigt der Helena Margaretha Mag- 
nani, Cllß in der Folge den Iilosternamen Maria Lucrelia 
Seraphina erhielt, die heil. Catharina in der Stadt Gottes 
im Himmel, die eine links, die andere in Mitte des Blattes. 
Im Grunde ist Landschaft. Aureliano Milani f.  Sustu- 
lit me in Spiritu etc. Im Bande ist eine Dedicatiuxl vun 14 
italienische Verse. H. 9 Z. 1 L., Br. 15 Z. 8 L.
        

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