Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1757661
276 
Mignard , 
Nicolas. 
N. Mignard malte Historicn und Bildnisse, beides mit gleicher 
Kunst. Er bediente sich beim Malen der linken Hand, doch mit 
der vullkommensten Uebnng. Er cumponirte mit Verstand, und 
dabei kam ihm auch eine glückliche Einbildungskraft zu Hiilfe, 
die sich aber in ruhigen Gemiithszuständen richtiger bewegte, als 
in leidenschaftlicher Aufregung. Picrre übertraf ihn an Feuer und 
Wärme der Composition, doch sind beide in einem manierirten 
Wesen befangen: Mignard malte zweimal das Bildniss Ludwig XIV., 
welche Poilly und van Schuppen gestochen haben. Das Bildnis; des 
Grafen von Harcourt (le Cadet de la Perle), des Petrus Dupuis, 
und jenes des Wilhelm Brissacier haben wir unter den meister, 
haftesten Stichen des Anton Masson aufgezählt. Auch G. Edelinlt 
stach ein Bildniss nach diesem Iiiinstler, jenes des F. M. le Tel- 
lier, Marquis de Louvois; St. Baudet stach das schöne Bild des 
heil. Joseph, den der Engel im Traume nach Aegypten {liehen 
heisst; J. Boulanger stach die Kreuzigung Christi, und im Arti- 
kel A. Masson's ist von einer heil. Familie die Rede". Bouillard 
stach für das Musee francais die heil. Cäcilia, und auch Ulmer 
lieferte von dieser Heiligen einen glänzenden Stich. 
Wir haben von diesem Künstler radirte Blätter, die er, wie" 
die Gemälde, mit der linken Hand ausfiihrte. Robert-Dummes- 
nil, P. gr. fruneais I. p. 101 Hi. beschreibt g Blätter von ihm: 
1) Loth und seine Töchter, am Eingange eines Waldes grup- 
pirt. Die eine berauscht den Vater, die andere unterstützt 
ihn 'mit dem rechten Arme. In der Ferne ist Lotlfs Weib 
verwandelt, und Sodoma in Flamen. N. Mignard Pinx. et 
Sulp. In der Mitte: L'Inceste de Lot. Dann liestcrnan: 
Les filles d-e Lot croyant   Ennemi de celui de Dieu. 
11.10 Z. 7 L., Br. I1 Z. 6 L.   
Acht Blätter nach Annib. Cavracci."  
Die Entführung des Ganymed durch den Adler, nach dem 
Gemälde der Gallerie Farnese; Anib. Carracius inu. pinxit 
Bomae N. "Mignard sculpsit.  F. -L. (Langlois) D. Ciartres 
excud. Cum Priui]. Begis Christianissim-i. H. 5 Z. [L L-, 
Br. 7_ Z. 4 L.- Im zweiten Drucke steht Mariettäs Adresse. 
Folgende 
D683? 
Blätter 
sind 
nach 
Gemälden 
des 
Cabinets 
Far- 
Herknles zwischen zwei Frauengestalten mit der Keule 
sitzend; Tugend und Laster vorstellend. Im Rande: Anxia 
in Anibiguo etc., dann folgt die Dedication an P. Saliano, 
links: Hannibal Carratius  an D. MDCVIIL, rechts: Ni- 
colas Mignard  an D. MDCXXXVII. (H, 11 Z. mit dem 
Bande von 1 Z. 8 L., Br- 12 Z. 5 L.  
Dieses ist der letzte Druck; im ersten stehtF. Langlois 
Adresse, imbzweiten jene des Mariette.  
Herlaules im Schatten der Bäume von den Arbeiten ausruhenr], 
umherunm liegt Beule, der Bbgen, Iiücher, Pfeile, Löwen- 
haut, die Hündin mit ehernen Füssen und" die hesperischen 
Aepfel. Rechts sieht man die Sphinx, den Cerberus etc.' In 
den Ecken des Octogons Steht: Annib. carratius inuentur; 
rechts: N. Mignard sculp.; im Bande: Victor ab hoste redux 
etc. H. 7 Z. 4 L. mit 5 L. Rand, Br. 9 Z. 4 L. 
Mit den Abdrücken verhält" es sich wie mit N0. 5.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.