Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1757659
Miglionico , 
Andrea. 
Miguard , 
Ni 
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sich lange in Russland auf, wo seine liisßorischen Bilder, so wie 
seine ßildnissQgl-ossen Beifall fanden. Im Jahre 187.5 malte er im 
Pallaste des Prmzeii Borghesö zu Rum die Lima, vuii nächtlichen 
Huren umgeben; ein zierliches und effelstvolles Decluznbild. 
Miglläfllli ist auch ein eben so guter Literatur, als Maler. 
Mlgllßmcßa Andrea; Maler von Cilentn, W211" Scliiiler des L. 
Giordailo, und ein Künstler von Talent. Er culurirte in der Weise 
des Meisters, Iliatte aber weniger Grazie. ln Leichtigkeit der Er- 
findung übertraf er den Giorclano. In den Kirchen Neapels sind 
'Bll(lCX' von ihm, und darunter rühmt man die Ausgiessnng des hl. 
Geistes in der Nunziata. Starb um 1706.   
Nllgllßranzl E GlÜ- Baustil , Bildhauer und Architekt, dessen Pozzo 
eFwähnt, ohne Zeitbestimnxung. In Kirchen zu Verona sind stei- 
nerne Altäre von ihm , und daselbst baute er auch ein Portal mit 
sinmjeichen Troyhüen.    
Mlgliorl, FITHHCBSCO, Maler von Venedig, zeigte schon in früher 
 Zeit Talent zur Kunst, hatte auch schon sehätzbare Werke gelie- 
fert, als er das Unglück haltte, den Verstand zu verlieren. Er er- 
langte ihn zwar wieder, konnte aber nicht mehr so Vulllwmmenes 
leisten. Die Bilder seiner ersten Manier sind richtig gezeichnet 
und von laräftigci Färbung. Starb 175i im 50. Jahre. 
Mlgnard, NICOIQS, Maler und Radirer, genannt. Mignartl 
d'Avignon, geboren zu Troyes en Champagne gegen 1608, ge 
sterben zu Paris 1668. Dieser Iiiinstler, der ältere Bruder des Pe- 
ter Mignard, war der Sohn eines Edelmannes, dessen eigentlicher 
Name „Mores" warr Er stammte aus England, trat aber mit sei- 
nen sechs Brüdern in liriegsdienste Heinrich IV. von Frankreich, 
und dieser gab die Veranlassung zur Uxntaufe. vAls er einst diese 
tapferen und auch durch Wohlgestalt ausgezeichneten Männer 
beisammen sah, rief er aus: "Dies sind keine Mores (Mohren), 
sondern Mignards (hiibsche- und {eine MünnerMV  Jetzt nannten 
sich die Brüder Mignard, was auch auf ihre Nachkömmlinge über- 
giug. Aus Nicoles wurde ein Künstler, und-dieser erlernte die 
Anfangsgründe in seiner Vaterstadt, während Pierre in Bourges 
 dem gleichen Studium oblagh Beide gingen dann nach Fontaine- 
bleau, um die Antike und die Malereien des -Primaticcio, Pwsso, 
 N. delyAbbate und Freminefs zu studircn. tNicolas verweilte nicht 
lange an diesem Orte, sondern schickte sich zur Reise nach Rom 
an; allein er wurde zu Lyun mit Arbeiten aufgehalten, und noch 
mehr in Avignon beschättiget, wo er sich auch verheirathete, und 
den Beinamen "Mignard dlkvignon" erhielt. Seine Malereien da- 
selbst gingen indess in der Revolution zu Grunde. Sein Bruder 
Pierrewwar längst in Rom, endlich aber begabsich auch Nicolaus 
dahin, wo jetzt Albani und Anib. Carracci seine Vorbilder waren, 
die er aber bald wieder verliess," um nach Avignon zurückzukeh- 
ren. Im Jahre 1660 wurde er nach Paris berufen, und da hatte 
Sich ihm schon eine erfreuliche Zukunft geoffenbart, als 1661 sein 
Cfönner, der Cardinal Mazarin starb. Jetzt ward er wieder auf 
sich selbst angewiesen, und angestrengte Arbeit zog ihm die Was- 
Sersucht zu. In letzterer Zeit seines Lebens war er Rektor der k. 
Akademie zu Paris.   
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