Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1757537
ßlielich , 
Hans. 
Micre , 
263 
Unter diesen letztem Werken, die Mnelich mit Malereien ver- 
zierte, ist besonders das oben angeführte Psalmenwerk zu erwäh- 
nen.  So wie dlßSCS, so sind auch "die iVloteten mit den Bildnissen 
des Herzogs Albert und seiner Gemahlin yerziert, nach dem Leben 
gefertigßt. S0 fViß alle übrigen Bildnisse dieser Prachtwerke. Am [lande 
sieht man reich verzierte Initialen, historische Darstellungen als 
bildliche Erklärungen der Muleten, Engel und Cherubim, die Ele- 
mente in ihrer Piuhe und im Aufruhre, Embleme, Hieroglyphen, 
Grotteslien, Äfruphiien, Thiere, Figuren mit Architektur verbun- 
den u. s. w. Ueberall ist glänzender Farhenschmucli, Gold- und 
Silberverziernng, Der Einband des Werkes 1st ebenfalls sehr reich, 
von Ulrich Schniep, einem damals berühmten Goldschmiede, gelertiget. 
Dann müssen wir noch erwähnen, dass auch ein Formschnitt- 
wcrk_ existire, zu welchem er die Zeichnung gefertiget, wenn 
er es nicht selbst geschnitten hat. Es sind dies fünf Blätter mit 
Darstellungen kriegerischer Begebenheiten, die sich zur Zeit des 
Schmalkaldischeri Bundes zu Ingolstadt zutrugen. Diese Blätter 
hat Christoph Zwiliopf in Miinchen gedruckt, sie sind aber sehr 
selten gewurden. Auf dem Rathhause in Iugolstatlt muss ein Exem- 
plar zu finden scyn,  
Hans lllielich hat auch mehrere Schiller gebildet, wie aus den 
Zunftnliten hervorgeht. Im Jahre ISZIÖ zahlte ihm lakub Men von 
Wasserburg die letzten 60 dl. als Lehrgeld. Im Jahre 1558 hatte 
er den Thomas Zehentmaii- auf sechs Jahre gedingt. Im Jahre 
156i kann Hans lirapf von Tiilz (an ihm in die Lehre, und 1508 
schichte dcrFiirstv. Schwarz-enhurg den Jorg Hunder von Waldsee zu 
'lYIielich nach München. Dann hatte er auch Gesellen, und als 
 solchen fanden wir den Wolfgang llafner bezeichnet. F. X. Jung- 
wirth hat das Bildniss (lieses liiinstiers gestochen. 
Nllßllcll, HEIUS, ein jiixzgererliiixlstler als der Obige, vielleicht 
' dessen Sohn. VYerke yuu diesem bisher nie genannten Künstler 
"kennt man wohl nicht mehr, dass er aber existirte, weiset das 
Zunllbueh der Maler und Bildhauer der Residenzstadt München 
xiach, Da heisst es in einer uns vorliegenden Abschrift: dass Lehr- 
meister l-lansMiellich 1Ö15 gestorben sei.  
lnlehch oder luuellch: Vvßlfgilng, Maler, vermuthlieh der 
Vater des herilhmteifl-lans Mielich. Lipuwslsy sagt. dass er schon 
um 151,10 gßöübßitßt habe, wir fanden aber diese Jahrzahl ausset- 
dcm nirgelldä angegeben, wohl aber steht auf einem- uns vorlie- 
genden alten Handwerliazettel, dqss der Künstler noch 1.561 seinen 
 Inuungsbetxag entrichtet habe. 
Bilielich , 
Vincenz , 
lüieljch 
Hans 
Blwlly, Franz, Landschaftsmaler, der um 1740 zu Neapel lebLe, 
vuc im Caxulog: der Sammlung Paignon Dijunval angegeben ist. 
J. C. Chatelain und Vivares stachen 17Il9 nach ihm eine grusse 
Landschaft mit, dem Hauptmann im Evangclio zu den Fiissen Jcsu. 
MiBf, H., Merlailleur, dessen Lebensverhältnisse wir nicht kennen. 
Er fertigte 1692 eine Medaillevauf den luerüclntigten D. Balthasar 
BeLker. S. Sammlung berühmter Medailleure N0. 255- 
Miete , 
Mire. 
und 
Lcmire
        

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