Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1757392
Michelino. 
lNlichelis , 
Elisa. 
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der bessern Künstler jener Zeit ist. Lomazzo sagt, dass er die 
'I'hiere aller Art staunenswerth gemalt habe, und auch die mensch- 
liche Gestalt wusste er gut darzustellen, nicht nur im Ernste, 
sondern außh in der Posse, in welcher Gattung er seiner Schule 
Muster blieb. Doch sind seine Bilder im alten Style gemalt, die 
Figuren gross und die Gebäude klein, was Loinazzo an den älte- 
sten Malern tadelt, doch nicht an Michelino. Lomazzo beschreibt 
ein Bild, welches zwei Bauern und eben so viele Bäuerinnen in 
leichtfertiger Stellung enthält, und der von Morelli edirte Anony- 
mns fand im 1G. Jahrhunderte im Hause des 13T. G. Venclramini 
zu Venedig ein Buch mit Thieren von diesem Künstler gemalt. 
IWiGhBHUO, Edelsteinschneider, blühte um 1515 in Rom. Er ahmte 
römische und griechische Gemmen genau nach, wie Vasari benach- 
richtet. 
MiChEIiIIO, DOHICIIiCO di, Maler von Florenz, Schüler des An- 
gelico da Fiesole. Sein Werk ist das Altarbild des bei]; Zenobius 
in der Kirche St. Apolliuaris zu Florenz. Bluhte um 1450- 
Mlchells; Fv, Zeichner und Kupfersteeher, dessen Lebensverhält- 
nisse wir nicht kennen. Fast möchten wir glauben, er sei mitje- 
nelll F. Michaelis, dessen wir schon erwähnt haben, Eine Person, 
und von welchem Brulliet ein mit M. F. bezeichnetes Blatt kennt. 
Fiissly hatte Kunde von einem (schlechten) Bildnisse des Herzogs 
von York, ein Werk des F. Michelis. Von F. Michelis waren in 
der Sammlung des Grafen von Pries in Wien die Blätter 1 und 2. 
1) Moses aus dem Wasser errettet, nach N. Poussin.  
2) Hagar und Ismael. nach Baroccio, beide in Stichmanier. 
5) Judith zeigt dem Volke vor der Stadt das Haupt des Holo- 
fernes, F. Michelis fec. 1796. In Lavismanier, lsl. ful. 
4) Der Capuziner Giuseppe da Viterbo, nach  Mcngs Ge- 
mälde der Gallerie in München, gutes Blatt in Mezzotinto. 
H. 15; Z., Br. 101 z. 
5) St. Johannes, nach 'I'revisani, punktirt. H. 1221; Z., Br. 
10 Z.- 
6) Materual happiness, Mutterfreude, nach Baroccio, in 
schwarzer Manier.  16 Z., Br. 10' Z. 
7) Drei Köpfe, zwei alte und ein jugendlicher, nach Cypriani, 
in Aquatinta, 4,  
8) Wilhelm Il- von Oranien, nach van Dyck, in schwarzer 
Manier, ful. 
9) Amalin Augnsta von Anhalt Dessau, nach Tischbein, fol. 
10) DrhG. Ii. Gramberg, Hofmedicns zu Oldenburg, geboren 
1744, 8. 
Ifhehells, Franz, Maler aus Münster, besuchte um 1352 die Alm- 
(lenne der Künste in Berlin, und hatte da schon tüchtige Kennt- 
hisse erworben, als er nach Düsseldorf sich begab, um auf der 
befühmten Akademie jener Stadt seine Studien vfortzusetzen. Er 
Zmchnet und malt Bildnissc in Oel und Aquarelle, dann Genrev 
Flüche, öfter Inittelaltcrliclne Scenen, deren Sculti: Die Kunstschule 
m Düsseldorf etc. S. 51, etliche nennt, I 
Imcheliss EÜSQ, Malexjiu aus Münster, eine jetzt lebende K506i-
        

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