Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1757196
Meyerheim , 
YyVilhelm 
"Alexander. 
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Haltung und charakteristischer Darstellung auf das genügendste 
hervortreten. Nicht selten ist auch die Ausführung bis auf die klein- 
sten Details mit Liebe ausgedehnt, ohne der Wirkung des Gan- 
zen Eintrag zu thun. Sxeine Färbung ist eben so wahr, als ge- 
diegen. Als wahres Cabinetstück wurde 1835 die malerische Aus- 
sicht auf einige Punkte der Stadt Tangermünde. gepriesen, und die 
Abbildung davon ist in den Denkmälern der Altmarlt. Meyerheiln 
zeichnete nämlich mit J. H. Strack die architektonischen Denkmä- 
ler der Altmark Brandenburg, und beide Iiünstler unternahmen 
zugleich auch die lithographische Ausführung dieses Prachtwerlses. 
Es erschien von 18.35 an in gr. fol., mit Text von Dr. F. Rugler. 
Die oben erwähnte Ansicht von Tangermünde hat der Künstler 
auch in Oelfarben ausgeführt, so wie sich denn mehrere architek- 
tonische und landschaftliche Darstellungen von ihm finden. Im 
Jahre 1856 sah man von ihm die Darstellung eines Scheibenschies- 
sens von westphälischen Bauern, mit mehr als 50 Figuren in den 
ausgeführtesten und deutlichsten Zügen. Der Meisterschuss ist be- 
reits geschehen, und daher schreitet der König des Taäes bestcrnt 
und bebiindert. beim Schalle der Trompete und der C arinetstmit 
freudestrahlendem Gesiehte einher. Alles ist herrlich durchgeführt, 
in so kleinem Raume, dass die Gesichter last nur in Erbsengrösse 
erscheinen. Näher beschrieben ist dieses tretlliche Bild in den Ber- 
liner Nachrichten 1836 N0. 246. H. Eichens hat das Bild litho- 
graphirt, so wie ein anderes, nicht minder anziehendes Gemälde, 
welches eine Iiegelbahn vorstellt. Ein späteres Bild sind seine Al- 
tenburger im Korn, welches Meycrheim si-lbst in Stahl radirt hat. 
Ein Genrebild edler Art ist auch sein "Feierabend," in einem Städt- 
chen von altdeutscher Bauart, ein Bild bürgerlicher Sitte, beschei- 
denen Wohlstandes, friedlicher Güte, was Alles sich zum wohl- 
thuendsten Eindrücke vereinigct. Näher beschrieben ist es im Iiunst- 
blatte 1857 S. 227- Nicht minder schön ist "des Jägers Lebewohl." 
Im Jahre 1853 wählte ihn die k. Akademie zu Berlin zum Mit- 
gliede. 
1) Altenburger im Iiom, gemalt und in Stahl radirt für den 
Vereinl der Kunstfreunde im Preussischen Staate zu Berlin, 
r u. fo  
2) SIcene aus Göthtfs Faust für den Fürsten Anton Radziwil: 
Seenen aus Giithe's Faust in 8 Blättern, nach der Angabe 
des Fürsten zu seiner zum Faust componirten Musik. Zeich- 
nung und Lithographie sind von mehreren Meistern. Ber- 
lin 1836, gr. qu. fol- , 
5) Die lilliittßr der oben erwähnten Denkmäler der Altmark, 
r. fo  
4) Danzig in seinem Innern und Aenssern, 10 Ansichten nach 
der Natur gezeichnet und lithographirt, fol. 
Müyßrhülm, Wilhelm Alexander, lYIaler und Lilhograph zu 
Berlin, der jüngere dieses Namens, trat 1835 zuerst mit Werken 
hervor, aber schon diese verriethen eine ungewöhnliche Reife. 
Er malt Pferde, iilanövers und Schiaehtstiiclsc mit grusser Natur- 
Ireue und Lebendigkeit. Seine Militärscenen sind mit entschiede- 
llem Gliicke Jiufgefagst, von gutem Ton und sehr brav gemalt. Vgl. 
Kunstblatt 1856 S. 218. Auch Lithographien finden sich vun sei- 
ner Hand:     
1) Ein Jagdpferd, nach F. Krüger. fol.  
2) Pony, zwei Reiier nach FJlii-üger, fol.  
        

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