Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1757174
Meyer , 
Ruä. 
211 
Meyer,  Iiupferstecher, der gegen Ende des vorigen Jahrhun- 
derte Bufgenoss. Man findet von seiner [Iand schöne Blätter in 
Schabmamer, deren wir folgende erwähnt fänden, ohne nähere 
Beziehung auf das Leben des liiizrstlersv  
 1) Derungliiubige Thomas legt. seine Finger in die Wunde des 
Herrn, nach ffitian, gr. qm. foln lmwersteu Drucke vor der 
   llßr Schrift.       
  2) Jupiter und Ganymed, nach  rby. fol. Im ersten 
Drucke vor der Schrift.   
  5') Pluto imdiPi-oserpina, nach Strudel, roy. ful. Im ersten 
  Drueke vqr der Schrift, im zyveitenlä Meyer _sc. 1796. 
2) Ein altes Bettler-Weib mit Pelzmiitze, sitzend und essend, 
 Iiniestück," nach G. Honlhorst, ful.   
Nfßy er r 
Budolph 
Daniel , 
Rafael 
de 
Meyer, Budolph Theodor, Maler und Hugferstecher,Dietrichä 
älterer Sohn, und dessen lernhegieriger Schüer. Sein CCalent ent- 
wichelte sich zum Staunen der Leute sehr frühenaber seine schwäch- 
liche Gesundheif erregte auch wiederßesorgnisse. Dies hinderte 
ihn an einer Reise nach Italien; nur Augsburg und ljhirxlbßng be- 
suchte er, und den alten Freund des Vaters, den flGlSSlgCH Math. 
Merian in Frankfurt. Meyexqätzte für dessen Verlag eine Menge 
Bildnisse und die 80 Sinnbilder wfon Daniel Cramer. ,Nach der 
Rückkehr in's Vaterland ging er neuerdings mit allem Eifer an die 
Arbeit, und den besorgten Freunden sagte er nur: „hunst und 
 Arbeit sind mein einziges Vergnügen. und da iclrlsein anderes 
kenne, so will ich arbeitend sterben." Nach dem 1658 im 55. 
Jahre erfolgten 'I'od'des Künstlers cundulirte der alte Merian, und 
sagte dabei, die vortrelfliche und edle Hand, die der Selige 
i'm Malen, Ileissen und Gradiren gehabt, habe ihm einen unver- 
gesslichen Namen eiwvorbexi. Der Bathsherr Füssly erkennt in sei- 
nen nachgelassenen "Arbeiten die Anlagen eines la Feige. Er soll 
auch Bildnisse in Rembrandüscher Manier mit Geschmack gemalt 
haben, den grössten Theil seiner Werke machen aber die Iiupfer- 
itiche aus.    
i)" Der Tocltentanz, ergänzt und herausgegeben von Conrad 
Meyer, s. (leasen Artikel N0. '1- 
2) Die Iiupfer zu Mureri Irlelvetia sacra, nach Zeichnungen 
von Hans Asper raclirt. ein Ilauptvverli des Iiiinstlers. 
S) Die 80 Sinnbilder von D. Cramer, 1650. 
4) Süläaißnbüßhli, 16 Blätter, mit je zwei Soldaten in verschie- 
 Seiler Stellung- Theod. Meyer Tig. H. 5 2., Br. 4 Z. 
O n 
5) Betteltänze, Räubereien u. s. w., 18 Blätter. 
Ü) Das" brennende Dürf. rechts vorn ein Ritter, der einem ge- 
genuberstehenden Mann Tröstliches zu sagen scheint". H. 
3Z.2L., BiuZtZ-ZL. 
7) Der alte Leyerspieler in einer Felsengegend, neben ihm 
ein Mann mit der Hacke, am Baume ein Weib mit zwei 
Kindern. H. 3 Z., Br. 4 Z. 2 L. 
3) Der Dudelsaclapfeifer unterm Baume links, neben ihm ein 
Weib mit dem Binde, und dabei ein iteheuder Mann. H. 
52.21.", Br.4Z.5L. 
151
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.