Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1756857
Melzu 
oder 
Metsu , 
Gabriel. 
1.95 
und nachdem er in, seiner Yzrerstadt und z_u Nürnberg in den 
Anfangsgriinden der liunst Festigkeit erlangt hatte, begab er 
sich 1325 nach München, um unter P. v. Langer auf der 1:. Alia- 
deinie daselbst seine Studien fortzusetzen. Er widmete sich dem 
historischen Fache, und Proben seiner Geschicklichkeit sah man 
auf den Iiilnstaixsstellungen von 1852 und 1835. 111 dem ßrälßren 
Jahre malte er zwei hiilische Madonnenbilder, und im Jahre 1835 
brachte er einen Christus mit der Weltkugel auf Goldgrund zur 
liunstausstellung. Und so fuhr nun Metzler in seiner Kunstbe- 
schäftigung fort, indem er neben dem historischen Fache auch mit 
der Genreinalerei sich beschäftigte. 
IlIelZl-l oder IWGISU? Gabriel, Maler, wurde 1615 zu Leyden 
Schüren, man weiss aber nicht, in welcher Schule er die liunst 
erlernt habe. Wahrscheinlich gab ihin das Studium der Werlie 
des G. Dow und Tdrburg den meisten Vorschwung, so wie denn 
auch lVletzu neben Terburg unter den Meistern des liöhern Genre- 
iaches zu nennen ist. Er genoss zu Amsterdam schon in seiner 
Jugend den Ruf eines vortrefflichen Künstlers, doch triibte ein 
Leiden seine Tage, so dass er sich in seinem 43. Jahre einer Stein- 
mperation unterwerfen musste. Dies fällt in das Jahr 1658, und 
bei dieser Gelegenheit lassen ihn dührgensville, Descainps, Mann. 
lieh, u. a. sterben, was unrichtig ist, indem der Künstler noch 
1064 lebte. Dagegen liennt man sein Todesjahi: nicht. Mehrere 
Schriftsteller sprechen sich über die Verdienste dieses Künstlers 
aus, Watelet, _Descamps und Fiorillo gehören zu den älteren, und 
alle erkennen im Colorite die Nachahmung van Dyclis. Deseaiiips 
spricht ihm mehr Geschmack zu , als dem Mieris, während er in sorg- 
fältiger Ausführung beide gleich stellt. Er erkennt in l'vletzu's 
Werken auch eine treue Nachahmung der Natur, aber nur der 
schönen, in den Köpfen , so wie in den übrigen Theilen des Bör- 
Pgrs. Descainps schlägt es sehr hoch an, dass der Piiinstlei- z. B. 
ein rothes Iileid, und hinter demselben einen rothcn Vorhang in 
der schönsten Abstufung der Farbe habe inalen können, da er 
die Gesetze der Harmonie vollkommen anzuwenden wusste. VVa- 
ifrletdobt ebenfalls die edle Wahl seiner Figuren, die graziösen 
Köpfe und die ungezwungenen Stellungen seiner Figuren, und 
dann auch die geseliinaclivolle Zeichnung derselben. Er setzt zwar 
59m0 Bilder nicht uber jene des G. Dow, in Metztfs Werken lobt 
är aber die_freiere_ und breitere Pinselfiihrurig, und dass Metzu 
{e Farben m0 gepeiniget habe. Watelet sagt ferner, Metzu habe 
nicht niithig gehabt, einander entgegengesetzte Farben anzubringen, 
IRQ die Ge enstände abzusondern, bei ihm habe die Verschieden- 
h?" de!" 603110811, der Substanzen, und der Stelle, worauf sie 
Fmh befanden. hingereicht, um Gegenstände von gleicher Farbe 
"l Haltung 1-11 hängen, eine Pralstik, die das Resultat seines Stu- 
diums der Yerdichtigkeit der Luft nach den verschiedenen Distan- 
zen sei. S0 etwas ähnliches sagt auch Fiorillo, der die vorzüg- 
lglghäte läunst des G._Metzu in einer gewissen Abstufung der Ge- 
digsä: eelsltlflddln seinem Helldunlsel findet, wodurchnder liunstler 
Farb S l M! e scharfer unterschied. als durch Veränderung der 
eine es-ehpvi glvllagcn, _Iiunst___ und Iiunstler eic._ III. S. 595, sagt, 
nun {W41 Yßjlnd fein geiuhlte Auffassung, eine trefflicheZeicli- 
freiä, eine ineisterhafte Haltung, und einezwar delicate. doch 
 und geistiwe Behandlun mache Mctzifs Bilder fast zu den 
aüllehgnd .5 g i 
keine G steii dieser Gattung. Dann benachrichtet Waagen, (lass 
Rllerie so viele Werke aus des Iiiinstlers mittlerer: Waf- 
13'
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.