Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1756535
Messieri , 
Ther. 
Anna 
Messina  
Aht. 
163 
1)  2) Venus verbindet Amor die Augen; Venus putzt Amor 
die, Haare; Jus. Kreuzer et Jos. Messerschrnid fec. Dies 
sind Copien nach O. Fialettfs Scherzi d'Amore, fol. 
Messierx, Anna Theresia, Malerin z'u Bologna, war Schülerin 
von C._Genari. Sie hatte Geschick zum Copiren; dann malte sie 
auich historische Bilder nach eigener Erfindung und Bildnisse. Ihrer 
wird m der Felsina pittrice erwähnt. 
Messina, dQAUtÜÜIO da, der Stammvater eines Malergeschlechts 
aus Messina, dem auch der berühmte Antonello angehören In der 
Hauptkirche zu Messina ist von ihm ein Bild des heil. Placidus, 
126? gemalt. Dieses und das folgende wissen wir aus den Denk- 
wiirdigkeiten der Messinischeu Maler. die von Gaetano Grano ge- 
schrieben sind, und welche der Maler Ph. Hacliert 1792 bekannt 
gemacht hat. 
Messina, Jacnbello d'Antoni0 da, Mglßr von Mqgglna, wg 
er im 15. Jahrhunderte lebte. In der Kirche des heil. Dominicns 
daselbst ist von seiner Hand ein Gemälde mit dem heil. Thomas 
von Aquin, von den Doktoren umgeben. S. oben den ersten Ax- 
tikel. 
MeSSlüa, AUÜOÜCHO da, mit seinem vollständigen Namen An- 
tonello d'Antoniu, oder Antonello degli Antonj, in andern Schrif- 
ten auch Antonio Mainertini genannt. Das Geburtsjahr dieses in 
der Kunstgeschichte namhaften Iiiinstlers ist bei Vasari und andern 
friihern Schriftstellern nicht richtig angegeben, selbst Gallo in den 
Annalen von Messina ist irrig, wenn er denliiinstler 1447 gebo- 
ren werden lässt. Alles dieses wird sich im Verlaufe dieses Artikels 
zeigen, und vor allem wollen wir die Nachrichten bei Vasari hören, 
deutsche Ausgabe, mit Berichtigungen etc. von L. Schorn II. B. 
1. Abtb. L. Vasari sagtf „Antonello aus Messina hat sich viele 
Jahre zu Rom im Zeichnen geübt, sich dann zuerst nach Palermo 
zurückgezogen, und dort wie iiberall in seiner Vaterstadt den Ruf 
eines geschickten Iiiinstlers bestätiget. Einstmals begab er sich 
Geschäfte halber von Sicilien nach Neapel, und da hörte er, dass 
König Alfons ein Oelbilcl von Jan van Eycls erhalten habe. Anto- 
nello suchte es zu sehen, und die Lebendigkeit der Farben, wie 
die Schönheit und Einheit der Malerei übten eine solche Gewalt 
über ihn aus, dass er vor allem nach Flandern zu gehen beschloss. 
In Brügge angelangt, fährt ilasari fort, erwarb er sich die ver- 
traute Freundschaft des Johann von Brügge, indem er ihm eine 
Menge Zeichnungen, die nach italienischer Manier gemacht wa- 
ren, summt vielen andern Dingen schenkte. Johann, der zudem 
schon alt war, fasste wegen dieser Gaben sowohl, als wegen der 
Verehrung, die Antonello ihm zollte, den Entschluss, ihn sehen 
Zll 1355611, nach welcher Weise er in Oel male. Antonello schied 
nicht eher von Brügge, als bis er die langersehnte Methode völlig 
erlernt hatte. Bald nachher starb Johann, und Antonello verliess 
Flandern, um sein Vaterland wieder zu sehen, und Italied des 
schönen, nützlichen, die Malerei erleicbternden Geheimnisses 
theilhaftig zu machen." 
So weit Vasari, und nun ist die Zeit zu bestimmen, in welche!" 
Alles dieses geschehen. Die griindlichste Forschung über diesen 
Künstler hat Puccini-in der 1809 zu Florenz erschienenen Schrift:
        

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