Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1756461
156  Dlertensj Louis,  Mcrz, Jakob. 
sich auf das Zeichnenmit Crayon zu verlegen. Nebenbei malte 
er auch viele Pastellbildnisse, und als diese nicht mehr Mode wa- 
ren, zeichnete er wieder Bildnisse in schwarzer Kreide. Bald 
dehnte er seine Zeichenkunst auch auf historische Compositiunen 
aus, und seine Werke dieser Art, die meistens nach Gemälden 
gefertiget sind, fanden allgemeinen Beifall, da sie correkt und 
mit grosser Zierlichkeit behandelt sind. Die Königin der Nieder- 
lande und andere ansehnliche Personen des In- und Auslandes er- 
warben solche Zeichnungen. Hendrick Rochhussen zu Rotterdaln 
besitzt (las Bildniss des Künstlers. Er lebte noch 1820 in Utrecht. 
Vgl. Geschiedenis der xiaderl. Schilderkunst duor R. van Eynclen 
etc. III. IQ. 
Mertens, Louls, Maler von Berlin, bildete sich daselbst auf der 
Akademie der Künste, und lebte noch vor wenigen Jahren in je- 
ner Stadt. Im Jahre 1858 War er in Antwerpen, wo sich Mcrtcxls 
wahrscheinlich noch befindet. Er malt Historicn, von welchen 
man 1858 auf der Berliner Iiuilstausstcllung eine Flucht nach Aegyp- 
ten sah. Auch mythologische Darstellungen, Genrebilder u. a. 
haben wir von ihm. 
lußfter; 301131111 Mlßhaßl, Landschaftsmaler, genoss zu Mün- 
chen den Unterricht des Jakob Dorncr, und schon hatte er schöne 
Proben seines Talentes gegeben, als er 1790 in der Bliithe der 
Jahre starb, als Hofmaler und Gallerieinspeletor. 
Es finde: sich von seiner Hand auch ein radirtes Blatt, welches 
einen Jagdhund vorstellt, im Profil nach rechts gerichtet. Die- 
ses Blatt ist mit den Cursivbuchstabeu J. JVI. und 1786 bezeich- 
net, 8. 
Mertnch oder Merrtich, HHIIS, Maler, dessen Name bisher un- 
bekannt war. Er arbeitete in der ersten Hälfte des 16. Jahrhun- 
(lerts. Im Jahr 1548 erscheint er zuerst im Zunftbuche der Maler 
und Bildhauer der Stadt München. 
Merz: Flfanz; Maler von Bogen in Niederbayern, war Schüler des 
M. Iinoller, und half diesem auch im Kloster Ettal. 
METZ; Jßlißb, Zeichner, Maler und Iiupfbrstecher, geboren zu 
Buch am Irchel im Canton Ziirch 1785, war der Sohn eines We- 
hers, hatte aber schon in friiher Jugend eine entschiedene Nei- 
gung zur Kunst. Er fand an dem Pfarrer Veith in Andelfingen 
einen besondern Gönner und Freund, der sein Talent zur Iiunst 
leitete. Nachdem er Fertigkeit im Zeichnen erlangt hatte-, kam er 
in Zürich unter die Leitung des Iillpferstechers II. Lips, und be- 
gann mit Federzeichnungen nach La Fagds Umrissen, dann mit 
sehraflirtexi Arbeiten nach Schmidt, Golzius, Sadeler, Spranger 
und andern. Auch machte er einen glücklich gelungenen Versuch 
im Radiren, und ergab sich bald mit unverdrossenem Muthe und 
ausharrendem Fleisse der Führung des Grabstichels, wovon das 
zu Anfang des Jahres 1800 verfertigte Blatt: der Triumph des 
Amor, nach Dominichino, eine rühmliche Probe ist, die er in 
der Unterschrift seinen Fvreunden und Gönnern widmete. Ueber- 
diess rühren aus jener Zeit auch mehrere schön und fleissig ausge- 
führte Zeichnungen in Lavisfarbe, die sich durch Wahre und ge- 
schmackvolle Behandlung auszeichnen.
        

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