Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1756289
sich und seine Familie zu erhalten. In einer Stadt allein war diess 
nicht möglich; und so finden wir ihn theilweise in Basel, zu Nancy, 
zu Prag und in Frankfurt.  
An diese Arbeiten reihen sichnoch andere, wie ein Bibelwerk, 
der Todtentanz etc., und es ist zu bewundern, wie Merian wäh- 
rend der, Stürme des dreissigjiihrigen Krieges so vieles mit Glück 
unternehmen konnte. Sein ältester Sohn setzte das Itinerarium 
italicum, das Theatruxn Europaeum und Gottfried's Chronik fort. 
Merian malte auch in Oel, den grössern Ruhm erwarben ihm 
aber die Hupferstiche. Diese sind malerisch und in äeiner angeneh- 
men Manier behandelt, in Vergleich mit den Sadelefschen Blät- 
tern frei und leicht. In der Perspektive hatte Meriaugrosse Ge- 
schicklichkeit, yvas die gut abgestuften Mittel-  und Hintergründe 
beweisen; wo er fast immer weit entfernte Horizonte wählte. Es 
ist Schade, dass er die Massen nicht glücklich zu vertheilen wusste, 
um eine harmonische Wirkung ltervorzubringen. Besonders glück- 
lich [war er in denBehandlung der Iiupfc-rplatten .mit' Firniss und 
Scheidewasser, eine Kunst, welche sein Schüler _W.:_It1ollar sehr 
vervollk-ommnete. Blätter von ihm finden sich last in allen grus- 
sen'Werken seiner Zeit, so dass es zu bewundern ist, wie Merian 
bei dieser Schnelligkeit der Arbeit doch so Gutes leisten konnte. 
Doch ist nicht alles von ihm, 'wa.s aus seinernAAVei-lage hervorgixig; 
es arbeiteten viele Schüler mitihm,  Das Beste sind die ersten Ab- 
drücke seiner Landschaften, des-Bvibelvverkcs, der zielten] Quart- 
ausgabe  "etc. Der trefflich; Merian war 
ein Muster deutschen-Eleisses, und verständig und rechtschaflen 
wie-er war,zehrten und liebten ihn alle. Sein grösstes Vergnü- 
gen warzdie Arbeit; erst gegen das Ende seines Lebens wurde er 
schwächlich. Desswegen besuchte er die Bäder in Schwalbach, und 
da, wo er sich in seiner Jugend zuerst an der Schönheit der Na- 
tur begeisterte, fand er statt der Heilung den Tod. In Frankfurt 
wurde seine Leiche beerdiget.   
 Von seinen Gemälden sind wenige gestochen. P. Schenk stach 
das Bildniss des Erasmus SeiiTart- a liletemberg. Von Laurenz 
und Balzer haben _wir zwei nachgeahrnte Zeichnungen im Stiche. 
Kupferstiche. 
f) Albertus. D. G.'Duk Fridlanclus, zu Pferd, im Grunde eine 
Belagerung. MatluMel-ian f. H.  Z., Br. H Z. Schön. 
2) Jusias, Graf von Waldeck, braunschweigischer General, von 
Merian gemalt und gestochen, fol. 
5) David Parens, Tlxeul. Dr. et Professor acad. Heidclh, lsl. lt. 
I1) Das Bildniss eines Ritters in Harniseh, kl. ful. 
5) Carl, Prinz von Wallis, fol. 
6) Daniel Senertus, Iinpf in einem Oval, kl. [l-  
7) Das Bildniss eines Unbekannten, 4.. 
8) Arnoldns Weiclaerdus, Mecl. Dr. 1626. fül- 
Q) Gustavus Adulphus D. G. Suecor. Goth. etc. Bex, 1652, ful. 
10) Maria Eleonura, dessen Gemahlin, fol. 
I1) Das Bildniss des Künstlers, von ihm selbst gestochen, lil. 4. 
12) Das Abendmahl: accepit Jesus panem, gr. qu. fol. Sehr selten. 
15) Der Uehertall und der Tbd Wallensteins im Schlusse zui 
Eger, 1054- 

        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.