Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754950
Meil , 
Johann 
NVilhehn. 
Ilnfbildlnauer in Altenburg. In der Dorfkirche zu Beibe, in der 
Nähe dieser Stadt, ist das Monument des Hofmarschalls von Zehm. 
Starb 175.1. 1' 
I'ma: Johann Vvllhelm, Maler, Zeichner und Hupferstecher, ge- 
boren zu Altenburg 1735, gestorben 1805 zu Berlin. Dieser tiir 
seine Zeit ausgezeichnete Künstler widmete sich anfangs zu Bay- 
reuth und Leipzig den Wissenschaften, als er aber nach geendig- 
ten Universitätsjahren im Jahre 1752 nach Berlin gekommen war. 
wurde seine Liebe zur Iiunst so mächtig angeregt, dass er beschloss, 
sich derselben ausschliesslich zu widmen. Er übte sich eifrigst im 
Zeichnennnd Radiren, und seine ersten Arbeiten bestehen in 
Zeichnungen von Vasen, ,Ornamenten und Allegorien für Gold- 
schmiede und für andere Arbeiter im Fache der linnstindustrie. 
Meil studierte mit allem Eifer die Hiilfswissenschaften, welche ei- 
nen liiinstler vollkommen machen, und bald war er nicht nur im 
technischen Theil seiner Bunst wohl erfahren, sondern auch als 
Uompositeur geachtet. Seine Zeichnung ist correkt, und sie ver- 
sagte ihm bei seinen charakteristischen Darstellungen selten den 
Dienst. Trefflich sind seine physiognoinischen Bilder, die er. zu 
Engefs Mimik fertigte, und als meisterhaft pries man seine Blät- 
ter zur neuesten Ausgabe des Lebens und der Meinungen des Se- 
hnldus Nothanlaer, mit welchem auch Chodowiecki seine liunst verv 
sucht hatte. Seine Blätter belaufen sich auf ein halbes Tausend. So 
vsie sich der Künstler in Eng-in's Mimik theilweise mit moderner Dar- 
stellungsweise befreundet kat, so ist er auch xnit dem alten und mit- 
telalterlichen Costiime vertraut, und diese Iinnde war besonders 
fiir das Berliner-Theater erspriesslich, dablVleil verschiedene Zeich- 
nungen zu Costiims entwarf. Auch in Oel malte Meil; historische 
und allegorische Darstellungen, Genrehilder und Bildnisse. Er 
war ein eben so gelchrter als geschmackvoller Künstler, im. Um- 
gange freundlich und voll VVitz. Die Akademie wiihlte ihn 1191 
zum Rektor und 1798 nach Rodds Tod zum Direktor, was ihr 
zum Vortheile gereichte, da Mcil dieser Anstalt seine volle '.l'l1ä- 
tigkeit widmete. 
MeiPs Blätter sind sehr zart ratlirt, er arbeitete aber meistens 
für Buchhändler. Vollständig sind sie selten zu finden. J. G. Un- 
ger hat mehr als 50 Genrestücke u. a. nach seinen Zeichnungen 
l!) Holz geschnitten. 
1) Die Statue des Herkules Musagetes, nach eigener Zeichnung. 
kl. fol. 
2) Das Grabmal des A. W. von Armin 1771, nach eigener 
Zeichnung. 
Beide Blätter gehören zu seinen grösseren. 
3) Eine Landschaft mit der Aufschrift: A Basalt-Rock nea: Gu- 
densberg in Hassia, nach Tischbein's Zeichnung. 
4) Die tlinpfer zu Engeks Mimik, 12. 
51 Jene zum Leben des Sebaldus Nothanker, kl. 8. 
0) Jene zu Raminlefs Blumenlese, 12. 
7) Die 7 kleinen Blätter zum Göttingenkchen Musenalmanach 
VQTI 1777. 
B) Drei Blätter mit 6 Darstellungen auf antiken Steinen. Ovale 
von l Z. Durchmesser, 16. 
9) Sechs Blätter mit Hüpfen und Figuren, zu kleinen Friesen 
verbunden, 12. und 16. Selten.  
m) Sechs Blätter kleine Friese, aus 36 Charakter-köpfen zusam- 
mengesetzt, in 12., von verschiedener Länge.
        

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